Corsair Flash Voyager GTX Version B - High-Performance-USB-Stick im Test

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Fazit



Durchaus hat sich ein wenig Ernüchterung breitgemacht. Mal liegt Corsairs Spitzenmodell Flash Voyager GTX in Revision B absolut an der Spitze und mal spielt es lediglich im Mittelfeld. Dabei dürfte ihm das Testfeld allegmein nicht schmecken, denn es finden sich unter anderem auch Testkandidaten mit SSD-Technik, aber MLC- oder SLC-Speicher. Das könnte das Zünglein an der Waage sein. Auf der anderen Seite haben wir mit der 128-GB-Variante auch nicht die schnellste Version vorliegen, denn die 256-GB-Version sollte noch einmal im einen oder anderen Benchmark eine Schippe draufpacken können. An Letzterem orientieren sich prinzipiell auch Corsairs Performance-Angaben unter ATTO Disk Benchmark.

Bild: Corsair Flash Voyager GTX Version B – High-Performance-USB-Stick im Test

Und obwohl Corsair in allen Praxisanwendungen mehr oder minder einen Spitzenplatz einnimmt, bleibt ein wenig Enttäuschung, dass sich innerhalb der letzten Jahre dann doch so wenig getan hat, denn das Topmodell des Herstellers hat schon klar zu kämpfen mit manchen Techniken, welche vor drei Jahren noch State of the Art waren. Das ist aber letztendlich der Punkt. Vermutlich dürften inzwischen alle Hersteller der Top-Leistungsprodukte auf solche Innereien setzen, insbesondere TLC-NAND-Flash-Speicherchips. Beim Speicher-Controller dürfte es Variationen geben, viele Änderungen dürften sich darüber nicht einstellen.

Damit dürfen wir an diesem Punkt weniger Corsair als vielmehr die allgemeine Entwicklung verurteilen. High-End-USB-Sticks haben, trotz modernster Technik, noch immer ihre Schwachstellen, und auf wirkliche Performance kommt man praktisch nur, wenn man mit großen Dateigrößen oder vielen größeren Dateien arbeitet. Hat man es hingegen mit vielen kleinen Dateien geringer Größe zu tun, muss Wartezeit eben auch hier einkalkuliert werden.

Das Preisgefüge unseres heutigen Testkandidaten einzustufen, fällt umso schwerer. Bei USB-Sticks mit 128 GByte Kapazität ab 400 MByte Schreibleistung führt der Corsair Flash Voyager GTX klar das Testfeld an. In Preisvergleichen finden sich gar für etwa 10 Euro mehr 256-GB-Versionen, welche ebenfalls 400 MByte lesend versprechen. Aber Corsair verspricht eben 450 MByte pro Sekunde, und das macht die nächst höhere Preisstufe im High-End-Segment aus. Ein schlechter USB-Stick ist der Voyager GTX sicher nicht, hochpreisig bleibt er eben dennoch.

Es scheint an der Zeit, dass wir uns wieder einmal mehrere neue Sticks aus der Nähe anschauen, um zu klären, was die Werbeversprechen tatsächlich halten.

[pg], 17. März 2017