Corsair Flash Voyager GTX Version B - High-Performance-USB-Stick im Test

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Hintergrundinformationen



Synthetische Applikationen

Ein paar Worte wollen wir an dieser Stelle noch zu den folgenden Tests verlieren, und das ist auch nötig. Normalerweise hätten wir inzwischen nicht mehr auf den betagten ATTO Disk Benchmark zurückgegriffen. Das eigentlich für Festplatten entwickelte Test-Tool wird allerdings noch immer von manchen Herstellern herangezogen, wenn es um die Ermittlung und Angabe von Performance-Eckdaten geht. Den Schwerpunkt unserer synthetischen Benchmarks sehen wir aber vorrangig in den Iometer-Messungen. Da sich die dort erzielten sequenziellen Messresultate mit jenen des AS-SSD-Benchmarks in den von uns angestellten Vergleichen decken, verzichten wir auf die zusätzliche Präsentation von AS-SSD-Ergebnissen. Außerdem haben wir den Kompressions-Benchmark von AS SSD herangezogen, um die Problematik von gut komprimierbaren Dateien auf manchen SSD-Controllern zu veranschaulichen.

Bild: Runde 2: USB-3.0-Sticks – Roundup der schnellsten Sticks 2012
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Bild: Runde 2: USB-3.0-Sticks – Roundup der schnellsten Sticks 2012
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Bild: Runde 2: USB-3.0-Sticks – Roundup der schnellsten Sticks 2012
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ATTO Disk Benchmark AS-SSD-Kompressions-Benchmark Iometer


Praxisnahe Applikationstests

Während die Erfahrung beim Einsatz von Festplatten und SSD-Laufwerken zeigt, dass zum überwiegenden Teil des täglichen Arbeitens Lesezugriffe auf solche Geräte erfolgen, sieht die Situation bei mobilen Geräten wie USB-Sticks sicherlich ein wenig anders aus. Man darf unterstellen, dass in den meisten Fällen die auf den Stift geschriebenen Daten transportiert werden sollen und sich somit also auch eine deutliche Gewichtung beim Schreiben von Dateien einstellt.

Welche Dateien auf USB-Sticks geschrieben werden, ist sicherlich sehr unterschiedlich und kommt auf den Bedarf des einzelnen Anwenders an. Die von uns gewählten Szenarien sehen wie folgt aus:
  • Schreiben und lesen einer sehr großen Datei
  • Schreiben und lesen eines MP3-Verzeichnisses
  • Schreiben und lesen eines Spieleverzeichnisses (exemplarisch für eine größere Datenmenge mit verschieden großen Dateien)
  • Installation von Open Office Mobile (exemplarisch für Ordner mit sehr vielen kleinen Dateien)

Wir gehen davon aus, dass die Wahl dieser einzelnen Tests einen möglichst nahen Praxisalltag für die unterschiedlichen Nutzergruppen darstellt und jeder Anwender den dabei für sich passenden Bereich wiederfindet.

Messdurchläufe

Da man zwischen brandneuen und gebrauchten USB-Sticks durchaus Leistungsunterschiede feststellen kann, wurden die Testkandidaten mittels Iometer zweimal komplett beschrieben und gelöscht. Die dann erfolgten Messungen wurden dreimal wiederholt, und aus den Resultaten wurde ein Mittelwert gebildet.

Limitierungen

Hardware-Limitierungen bei unseren Messungen sind absolut nicht auszuschließen, aber im Alltag ebenfalls nicht zu vermeiden. Um beispielsweise Festplattenlimitierungen beim Schreiben oder Lesen auszuschließen, kommt die Crucial-M4-SSD zum Einsatz, welche prinzipiell gegenüber den Performance-Angaben der Hersteller von USB-Sticks gewappnet sein sollte.

Bild: Runde 2: USB-3.0-Sticks – Roundup der schnellsten Sticks 2012


Aber im Alltag kann man solchen Situationen natürlich nicht aus dem Weg gehen. Vielmehr wird man sich dort bereits darüber freuen, wenn man am Rechner des Bekannten überhaupt einen USB-3.0-fähigen Anschluss vorfindet. Gedanken zu dem Umstand, dass eventuell dessen Festplatte beim Schreiben die Leseleistung des USB-Sticks hemmt, dürften vermutlich eher nicht aufkommen. Gewisse Gedanken müssen wir uns als Tester aber schon machen, um vernünftige Daten präsentieren zu können.

Nicht entgegengewirkt haben wir etwaigen Einflüssen durch CPU-Energiesparoptionen. Diese fallen in den meisten Fällen noch relativ gering aus, können laut mancher Anwenderrückmeldung auch schon einmal zu erheblichen Verlusten führen. Da wir im Fall unserer Benchmarks nur geringfügige Abweichungen feststellen durften, haben wir uns dazu entschieden, die Optionen aktiviert zu lassen – erst recht, da dies bei den meisten Anwendersystemen ebenso der Fall sein dürfte.