Dockin D SOLID im Test

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Dockin D SOLID


Eckdaten und Lieferumfang



Bild: Dockin D SOLID im Test
Wie erwähnt will Dockin mit kompakten Ausmaßen in Verbindung mit Ausstattungsmerkmalen und Klang punkten. In der Tat ist D SOLID mit den Maßen 77 x 62 x 77 mm klein gehalten und sehr kompakt. Zum Einsatz kommt ein fest integrierter Li-Ionen-Akku der 800-mAh-Klasse, welcher eine Akkulaufzeit von fünf Stunden bieten soll. Auf dem kleinen Raum hat man an dieser Stelle sicherlich Abstriche in Kauf nehmen müssen – die Laufzeit erscheint ein wenig beschränkt.

Durch das Metallgehäuse bringt der D SOLID glatte 420 Gramm auf die Waag – das eigentlich problematische Kriterium für mobile Peripherie, denn das ist durchaus schwer. Weder in der Hand noch in der (Jacken-)Tasche möchte man das prinzipiell dauerhaft transportieren.

Im Funktionsumfang finden sich eine Bluetooth-4.0-Schnittstelle, eine MicroSD-/Micro-USB-Reader-Funktion sowie ein AUX-Anschluss. Darüber hinaus gibt es UKW-Radio und eben das angesprochene, relativ schwere Metallgehäuse auf der Habenseite. Der ausgerufene Preis liegt bei rund 50 Euro, und im Verlauf des Testzeitraums erblickten wir gar Sonderpreis-Aktionen bei Amazon von unter 40 Euro. Das passt sich im Hinblick auf den Lieferumfang durchaus üblichen Angeboten an.

Bild: Dockin D SOLID im Test
Im Lieferumfang findet sich ein USB-Ladekabel, allerdings kein Netzteil – der Hersteller setzt im heutigen Zeitalter solche vorhandenen Optionen schlicht voraus.

Impressionen



Im Bereich Impressionen gibt es wenig zu erwähnen. Das erwähnte Metallgehäuse umfasst die Außenseiten des D SOLID. Auf der Oberseite findet sich die Lautsprecherausgabe. An den unteren Bereichen des Gehäuses sind die erwähnten Optionen für AUX-Audio-Anschluss, der USB-Micro-Anschluss und eben der Micro-SD-Card-Reader vorhanden.

Bild: Dockin D SOLID im Test
Die Unterseite des Gehäuses ist im Auslieferungszustand mit einer Plastikfolie geschützt und bietet dort eine Gummierungsfläche, welche im Auslieferungszustand gar eine Haftfläche besitzt, um den D SOLID an einer Schrankwand anzuhaften. Im Laufe des Nutzungszeitraums sättigt sich die Fläche allerdings sehr leicht mit Schmutzrückständen, wodurch diese Haftung verloren geht. Vorrangig dient sie der Verhinderung von ungewünschten Vibrationen – mit Klebefolie schafft es die Bass-Einheit des D SOLID gar, dass die Peripherie auf dem Tisch zu hüpfen beginnt.

Zusätzlich finden sich auf der Unterseite des Gehäuses der Ein-und-aus-Schalter, eine Stop-/Play-Taste sowie eine Lauter-leiser-Taste, um die maximale Lautstärke korrigieren zu können – grundsätzlich also gewohnte Kost. Die maximale Lautstärke führt allerdings schon zu einem "Knarren", einer gewissen Übersteuerung. Das bringt uns zum Praxis-Einsatz.

Praxis-Einsatz



Bild: Dockin D SOLID im Test
Was die übliche Kopplung betrifft, so haben wir keinerlei Probleme feststellen können. Wir haben das Gerät mit einem iPhone 4s, einem LG G4 und einem Windows-Phone gekoppelt und konnten problemlos und sofort eine Bluetooth-Verbindung herstellen. Auch vielfältige Wechsel der Verbindung, zusätzlich mit einem Laptop geprüft, führten zu keinerlei Problemen. Insbesondere bei den Klangtests, in welchen wir häufig wechseln mussten, waren wir durchaus von der vorhandenen Firmware im Gerät überzeugt, welche uns praktisch nie hängen ließ.

"Das Basswunder" nennt Dockin den D SOLID, und in der Tat sind die Bässe bei hoher Lautstärke deutlich ausgeprägt – für unseren Geschmack zu sehr. Bei maximaler Lautstärke, ohne das Abnehmen der Schutzfolie an der Unterseite, hüpfte der D SOLID durch die Bässe sogar. Das soll die Unterseite eben verhindern. Wie erwähnt verschmutzt die Schicht nach Abnahme der Folie sehr schnell durch Schmutzaufnahme der aufgestellten Flächen und verliert auf Dauer mehr und mehr Haftfähigkeit.

Bild: Dockin D SOLID im Test
Um einen Klangvergleich anstellen zu können, haben wir uns zwei weiterer Gerätschaften im ungefähr gleichen Preissegment angenommen. Die Vergleichskandidaten hören auf die Namen JBL Go Ultra Wireless Bluetooth im Preisbereich knapp unter 30 Euro und
Aptoyu 10W für um die 20 Euro. Beide stellen keine wirklich fairen Kontrahenten dar, denn Aptoyu agiert mit zwei Lautsprechern und weniger Features, während JBL mit einem Lautsprecher auch über weniger Optionen als Dockin mit D SOLID verfügt.

In beiden Fällen lässt Dockin mit D SOLID aber Federn. Aptoyu mit seinen beiden Lautsprechern ist auf Resonanzräume ausgelegt, und liefert im Falle einer Positionierung – beispielsweise auf einer Fensterbank – einen deutlich besseren Sound, JBLs-Umsetzung hingegen ist schlicht wie beim D SOLID, liefert für unseren Geschmack aber die klar besseren Tiefen und Höhen – somit die bessere Soundausgabe, auch bei hohen Lautstärken. Der Sound kommt durchaus realistischer und satter über diese Ausgabe. Es bleibt dennoch der übergreifende Vergleich, denn beide Alternativen bieten kein UKW-Radio, keinen Card-Reader und keine sonstigen Optionen – eben nur Bluetooth-Wiedergabe.