MSI Z270 Tomahawk im Test

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Fazit



Das MSI Z270 Tomahawk ist im heutigen Vergleich gegen das MSI Z170a Gaming M7 angetreten. Auf den ersten Blick ist das ein unfairer Vergleich, spielt das Tomahawk doch in der Gaming-Einsteiger-Reihe Arsenal von MSI, das Gaming M7 in der Enthusiasten-Klasse. Bei der Ausstattung oder dem Lieferumfang mag sich ein Unterschied klar herausstellen, beim Preis aber eben auch. Obgleich die Z170-Mainboards im Preis nachgegeben haben, schlicht, weil die Z270-Hauptplatinen am Markt sind, trennen sich die beiden heutigen Vertreter immerhin noch mit über 40 Euro im Preis, und eben darüber will das Z270 Tomahawk punkten.

Im Bereich Performance hat es keine Nachteile, sondern eher leichte Vorteile, da der Chipsatz einerseits als erster Intels Optane-Technologie unterstützt und zudem mit mehr PCI-Express-Leitungen auf Chipsatz-Seite ausgestattet ist, wodurch sich M.2-SSD-Umsetzungen auch leichter als schnellere PCIe-Ausführung anbieten lassen. Beim Tomahawk ist dies der Fall, beim Z170a Gaming M7 wurde dies auf Grund seiner Enthusiasten-Gruppierung aber auch umgesetzt.

Bild: MSI Z270 Tomahawk im Test

Für einen bisherigen Besitzer eines Z170-Mainboards lohnt sich der Umstieg auf Z270 also praktisch nicht, denn wie unsere Vergleiche zeigten, liegen beide Hauptplatinen auf gleichem Leistungsniveau. Auch wenn Intels bevorzugte Plattform für die Core-Prozessoren der Generation 7 der Z270-Chipsatz ist, so fühlen sie sich genauso zu Hause in einem Z170-Mainboard.

Patzer im heutigen Test leistete sich das Z270 Tomahawk keine. Der nicht geschaffte Test beim G.Skill-Kit mit DDR4-3600-Takt ist zu verschmerzen, den schaffte das Z170a Gaming M7 ebenfalls nicht. Darüber hinaus sind wir auf keine Fehler getroffen. Optisch ist die Platine ansprechend und für das Gros der Spieler mit ausreichenden Optionen ausgestattet. Die Umsetzung der integrierten Audiolösung ist insgesamt als okay zu bezeichnen, wenngleich der Realtek-Codec auf den meisten Mainboards mit diesen Chipsätzen zum Einsatz kommt und Ähnliches zu leisten vermag.

Mit einem Preis von rund 150 Euro ist das Z270 Tomahawk in üblichen Regionen für vernünftig ausgestatte Gaming-Mainboards mit Z270-Chipsatz unterwegs. Schwer macht das Leben eben aktuell der Abverkauf der Z170-Motherboards, denn ein MSI Z170 Tomahawk gibt es derzeit schon für rund 130 Euro. Doch das ist auch nichts Neues in der Hardware-Szene.