Roundup: PCI-Express-SSDs mit NVMe

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Sequenzielles Schreiben im Zeitverlauf


Hier prüfen wir, wie sich die sequenzielle Schreibgeschwindigkeit über die Zeit entwickelt. Vor allem bei SSDs, die mit SLC-Cache ausgerüstet sind, ist es interessant zu erfahren, wie sich die Geschwindigkeit entwickelt, wenn der Cache voll ausgereizt ist. Wir führen diesen Test durch, wenn im Adressbereich der SSD nur noch 10 GB frei sind.

Bild: Roundup: PCI-Express-SSDs mit NVMe

Für etwas über eine halbe Minute schreibt die Intel 600p mit der im Datenblatt beworbenen Schreibrate in den 17 GB großen SLC-Cache. Danach beginnt die Schreibgeschwindigkeit stark zu fluktuieren. Während die meisten SSDs in einem solchen Fall direkt in den TLC-Flash schreiben und den SLC-Cache erst leeren, wenn die SSD wieder im Leerlauf ist, scheint die 600p noch während des Schreibvorganges Teile des SLC-Caches in den TLC-Flash zu schreiben, so dass zwischendurch immer mal wieder im Cache Platz ist und für einen kurzen Moment wieder eine hohe Schreibrate erreicht werden kann. Dafür gibt es unmittelbar vorher immer kurze Einbrüche auf sogar unter 20 MB/s. Da die SSD vom TLC-Flash ausgebremst wird, gab es beim Schreiben auch keine thermischen Probleme, die zum Throttling führen würden.

Bild: Roundup: PCI-Express-SSDs mit NVMe

Der MLC-Speicher der RD400 kann hier seine Stärken ausspielen und liefert kontinuierliche Leistung. Trotz der hohen Datenraten gelangt die SSD auch nach längeren Durchläufen nicht in ein kritisches Temperaturfenster. Das Wärmeleitpad zwischen der Einsteckkarte und dem SSD-Modul zeigte hier seine Wirkung.

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Die Evo 960 schreibt für wenige Sekunden auf dem Niveau der RD400, danach ist der SLC-Cache voll. Da dieser Test mit fast gefüllten Laufwerken durchgeführt wurde und die Evo 960 den SLC-Cache dynamisch verkleinert, standen hier nur noch 4 GB für den Cache zur Verfügung. Mit einer Schreibrate von 1.600 MB/s beim hier getesteten 500-GB-Modell waren diese natürlich sehr schnell ausgereizt. Die anschließende Schreibleistung in den TLC-Flash liegt aber auf einem deutlich höheren Niveau als die der Intel 600p.