Roundup: PCI-Express-SSDs mit NVMe

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Leistungsaufnahme



Leider können wir die Leistung einer PCI-Express-SSD an der SSD-Teststation nicht gesondert messen. Ebenso ist auch der Gesamtverbrauch des Systems wenig aussagekrätig, da sich während des Lasttests der Mehrverbrauch der CPU von der SSD nicht sauber trennen lässt. Daher werfen wir einen Blick auf die Angaben der Hersteller. Diese stellen sich aber ebenso lückenhaft dar.

Herstellerangaben Intel 600p 512GB Samsung 960 Evo 512 GB Toshiba OCZ RD400A
Idle (Energiesparmodi) 40 mW 40 mW 6 mW
Aktiv 100 mW (typ.)* 5,3 W (250 GB)
5,4 W (500GB)
5,7W (1TB)
6 W (128 -512 GB)
6,4 W (1 TB)


*) Intel gibt 100 Milliwatt als "typische" Leistungsaufnahme an. Dies ist in jeder Hinsicht weniger, als eine SSD unter Lese- oder Schreiblast verbraucht. Intels typische Leistungsaufnahme scheint also den üblichen hohen Idle-Anteil bei SSDs schon mitzuberücksichtigen.

Technologisch bedingt ist Schreibarbeit am leistungshungrigsten, da dann die Zellen ge- und entladen werden müssen und der Controller am meisten Rechenaufwand hat. 5 Watt Verbrauch klingt viel für SSDs, aber man sollte nicht die Tatsache aus den Augen verlieren, dass diese in den meisten Fällen vor sich hinidlen, und wenn mal etwas zu tun ist, sind es überwiegend Lesezugriffe. Man sollte diese Ergebnisse daher immer in Relation zur eigenen Nutzung der SSD sehen.

Da PCI-Express-SSDs die Daten deutlich schneller lesen können und damit für eine kürzere Zeit aktiv sind, ist trotz höherer Leistungsaufnahme unter Last insgesamt ein geringerer Stromverbrauch möglich.