Roundup: PCI-Express-SSDs mit NVMe

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Preisbetrachtungen und Fazit



In den Tests wird die Nützlichkeit der PCI-Express-Schnittstelle sichtbar, sowohl in den sequenziellen Benchmarks als auch in Kopiertests und den Trace-Benchmarks liegen die getesteten Modelle vorne. Dabei setzen sich die Samsung Evo 960 und das Toshiba-Modell in den meisten Fällen vor das Intel-Produkt. Betrachtet man die Preisunterschiede, ist das aber auch verständlich.

Modell Preisvergleich von 500-/512-GB-PCIe-SSDs auf Geizhals (März 2017)
Intel 600p 512 GB 175 €
Samsung 960 Evo 500 GB 239 €
Samsung SSD 960 Pro 512GB 321 €
Toshiba OCZ RD400 512 GB (ohne PCIe-Adapter) 274 €
Toshiba OCZ RD400A 512 GB (mit PCIe-Adapter) 329 € (momentan kaum lieferbar)
WD Black 500 GB 217 €

Anmerkung:
Aufgrund mangelnder Lieferbarkeit ist der Preis der OCZ RD400A momentan deutlich höher. Im Geizhals-Preisvergleich lag der bisherige niedrigste Preis für dieses Produkt mit ca. 290 € etwa 40 € niedriger als der aktuelle Preis. Sollten Verfügbarkeit und Preis der A-Version sich nicht stabilisieren, ist es empfehlenswerter, die RD400 (ohne A) zu holen und die PCI-Express-Erweiterungskarte selbst zu beschaffen. Wer die SSD direkt in einem M.2-Slot auf dem Mainboard einsetzen möchte, benötigt die Erweiterungskarte ohnehin nicht.

Bild: Roundup: PCI-Express-SSDs mit NVMe

Betrachtet man einfach die Kosten pro Gigabyte, liegt die Intel 600p vorne. Dafür kann ihre Lese- und vor allem auch ihre kontinuierliche Schreibleistung nicht mit der Konkurrenz mithalten. Sie ist ein Einstiegsmodell, welches aber für die Anforderungen der meisten Nutzer (Betriebssystem und Anwendungen hosten, Spieledaten lesen, Multimedia-Dateien abspielen) ausreichend ist.

Wer allerdings Wert auf eine höchstmögliche Leseleistung legt, muss schon etwas mehr Geld in die Hand nehmen und kann zum Beispiel zur Samsung Evo greifen. Lesetechnisch rangiert diese im Performance-Segment, und auch die Schreibleistung ist gut, zumindest so lange der SLC-Cache ausreicht.

Benötigt man jedoch auch eine hohe kontinuierliche Schreibleistung (z. B. für 4K-Videobearbeitung), sollte man sich auf jeden Fall im Performance-Segment umsehen. Toshibas OCZ RD400 kostet (ohne Erweiterungskarte) zwar etwas mehr als die Samsung Evo und liest nicht ganz so schnell große Dateien wie diese. Dafür besitzt sie aber eine deutlich bessere kontinuierliche Schreibleistung und kann vor allem durch die deutlich besseren Garantiebedingungen punkten. Mit fünf Jahren ist diese zwei Jahre länger als die der Evo und wird zudem über einen kostenlosen Vorabtausch des defekten Gerätes abgewickelt.

Samsungs Antwort im Performance-Segment ist zweifelsohne die 960 Pro. Diese liest und schreibt nochmals etwas schneller, ist wiederum aber auch noch mal 50 € teurer, während die WD Black den Datenblättern nach noch hinter der Evo einzuordnen ist.

Testwertung Intel 600p Samsung 960 Evo Toshiba OCZ RD400A
Leseleistung + ++ ++
Schreibleistung o + ++
Endurance + o +
Leistungsaufnahme ? * + +
Garantie + o ++
Lieferumfang o o RD400: o /RD400A: +
Preis pro GB (Preisvergleich 20. März 2017) 0,34 €/GB (512 GB) 0,47 €/GB (500 GB) RD400: 0,53 €/GB
RD400A: 0,64 €/GB
(512 GB)
Hersteller-Produktseite Hersteller-Produktseite Hersteller-Produktseite
*) keine konkrete Verbrauchsangabe unter Last vorhanden
Wertungsmöglichkeiten: ++ [sehr gut] / + [gut] / o [befriedigend] / – [schlecht] / -- [sehr schlecht]


[ri], 20. März 2017