MSI Z370 Gaming Pro Carbon im Test

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Benchmarks



In aller Regel sollten sich Mainboards mit dem gleichen Chipsatz in der Performance nur marginal voneinander unterscheiden. Deutliche Unterschiede stellen sich nur dann ein, wenn irgendwelche automatischen Übertaktungsoptionen für CPU und/oder Speicher hinzugeschaltet sind, ansonsten sollten die Abweichungen eher gering sein oder im Bereich der Messtoleranz liegen. Das gilt ebenfalls für die Festplatten-/SSD-Leistung, sofern die gleichen Chipvoraussetzungen gelten. Unterschiede können sich durchaus durch zusätzliche Controller-Chips oder die Anbindung einer SSD (SATA- oder PCI-Express, insbesondere M.2-SSDs) ergeben.

Zur Beurteilung der Performance greifen wir auf den PCMark 8 aus dem Hause Futuremark zurück und setzen dabei auf dessen Testsuites Creative, Home, Work und Storage.

Creative



Bild: MSI Z270 Tomahawk im Test
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In der Creative-Suite greift Futuremark zur Performance-Bewertung auf Websurfen, Videokonferenzen als Playback und Encoding, Bildbearbeitung und Videobearbeitung sowie Musikkonvertierung zurück. Hierbei kommen unterschiedliche Szenarien zum Einsatz, welche Futuremark auch unterschiedlich wertet und gewichtet. Zusätzlich im Creative-Bereich siedelt Futuremark den Bereich Spiele an, und zwei der Tests umfassen dann auch "Mainstream-Gaming" in unterschiedlichen Auflösungen.

Um ein brauchbares Mittel zu erreichen, absolviert der PCMark 8 diese Testbereiche insgesamt drei Mal. Der Durchlauf auf einem Core i7-7700K benötigt hierfür knapp eine Stunde.

Problematisch bleibt der Umstand, dass es mit der neuen Z370-Plattform schlicht keine Vergleichbarkeit untereinander mehr gibt. Die Prozessoren der sechsten und siebten Core-CPU-Generation von Intel können im neuen Sockel LGA1151 V2 nicht mehr verwendet werden. Darum haben wir auf das kleinere Modell der achten Generation in Form des i5-8400 zurückgegriffen. Doch die Futuremark-Tests zeigen deutlich, dass mehr CPU-Kerne hier gegenüber höherem Takt keinen Profit erarbeiten können.

PCMark 8 – Suite
Creation Suite
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
[i7-8700K]
5766
MSI Z270 Tomahawk
[i7-7700K]
5661
MSI Z170a Gaming M7
[i7-7700K]
5552
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
[i5-8400]
5482
Punkte (Höhere Werte sind besser)


Home



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Bei der Home-Suite orientiert sich Futuremark – wie der Name schon andeutet – auf einen durchschnittlichen heimischen Einsatz. Abermals wirft man darum Internetsurfen und ein geringes Maß an Bildbearbeitung in die Waagschale. Etwas Videobearbeitung und Office-Tätigkeiten sind mit von der Partie, und beim Spielen sieht man hier eher den Gelegenheitsspieler.

Auch diese Tests werden alle drei Mal wiederholt, bevor ein Mittel gebildet wird. Die Testsuite benötigt aufgrund der geringeren Anforderungen allerdings auch weniger Zeit und ist in circa 30 Minuten absolviert.

Die Berurteilung der Resultate bleibt. Das Mittel der absolvierten Tests kann dem Mehr an Kernen des neuen Prozessors auf dieser Plattform nichts abgewinnen und richtet sich mehr nach dem Takt des Prozessors selbst. So braucht es letztlich den i7-8700K, damit die Fahne des neuen Chipsatzes im Wind hängt – ein fairer Vergleich ist nicht möglich.

PCMark 8 – Suite
Home Suite
MSI Z170a Gaming M7
[i7-7700K]
4644
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
[i7-8700K]
4625
MSI Z270 Tomahawk
[i7-7700K]
4535
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
[i5-8400]
4133
Punkte (Höhere Werte sind besser)


Work



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Futuremarks Work-Suite darf als typischer Büro-Einsatz in der Firma verstanden werden. Tabellenkalkulation und Textverarbeitung stehen hier neben Internetnutzung und Videokonferenzen im Vordergrund. Damit sind die hier gestellten Anforderungen praktisch die geringsten aus den drei PCMark-8-Testsuites.

Das Mittel wird von Futuremark auch hier aus drei kompletten Benchmark-Durchläufen gezogen. Auch diese Testsuite ist in etwa 30 Minuten absolviert.

Die Berurteilung der Resultate bleibt. Das Mittel der absolvierten Tests kann dem Mehr an Kernen des neuen Prozessors auf dieser Plattform nichts abgewinnen und richtet sich mehr nach dem Takt des Prozessors selbst. So braucht es letztlich den i7-8700K, damit die Fahne des neuen Chipsatzes im Wind hängt – ein fairer Vergleich ist nicht möglich.

PCMark 8 – Suite
Work Suite
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
[i7-8700K]
3866
MSI Z170a Gaming M7
[i7-7700K]
3809
MSI Z270 Tomahawk
[i7-7700K]
3790
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
[i5-8400]
3431
Punkte (Höhere Werte sind besser)


Storage



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Auch Futuremarks Storage-Suite versucht sich praxisnah zu orientieren und greift dabei weniger auf synthetische Applikationen als vielmehr auf bekannte Applikationen zurück. Deren Start-, Lade- und Speicherzeiten stehen dabei im Vordergrund. Zurate gezogen werden Spiele wie World of Warcraft oder Battlefield 3, Adobe-Profi-Programme wie Photoshop, After Effects oder Illustrator und natürlich Microsoft-Office-Programme wie Word, Excel und PowerPoint.

Auch hier gilt, dass Futuremark die Testdurchläufe alle drei Mal absolviert, bevor ein Mittel gebildet wird. Vorrangig sind die Performance-Werte natürlich einmal von dem zum Einsatz kommenden Speichermedium (SSD oder HDD) abhängig, und natürlich von der Art und Weise, wie das Medium ins System eingebunden ist. Die Testdurchläufe benötigen circa 45 Minuten in unserem System mit SSD an SATA III (6 Gb/s).

In diesem Bereich ist es Futuremark eher gleich, mit welchem CPU-Takt man es zu tun hat. Wichtiger sind eben die zum Einsatz kommenden Speicherlaufwerke und deren Controller. Von daher fallen die Resultate auch kaum aus der Reihe.

PCMark 8 – Suite
Storage Suite
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
[i5-8400]
4976
MSI Z270 Tomahawk
[i7-7700K]
4967
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
[i7-8700K]
4958
MSI Z170a Gaming M7
[i7-7700K]
4951
Punkte (Höhere Werte sind besser)