Thermalright True Spirit 120 Direct im Test

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Hardware: Besonderheiten



Messgeräte



Wir setzen in unseren Tests sehr gern auf hochwertige Messgeräte. Dabei kommen Lautstärke-Messstationen, Thermografiekameras, Infrarotthermometer, Zangenamperemeter oder schlicht nur Spannungsmessgerätschaften (Voltmeter) zum Einsatz.

Je nach Bereich und Zweck setzen wir hierbei mal auf bekannte Hersteller wie Fluke oder Tenma, in anderen Fällen auch mal auf die Conrad-Hausmarke Voltcraft. Bei den Geräuschemissionen kommen Spezialgeräte von ulteeaudiotechnik zum Einsatz, welche uns in die Lage versetzen, neben dB(A)-Messungen auch sone-Messungen vorzunehmen. Weitere Details zu der von uns eingesetzten Messtechnik finden sich hier.

Bild: 50 DirectX-11-Grafikkarten im Test
Bild: 50 DirectX-11-Grafikkarten im Test
Bild: 50 DirectX-11-Grafikkarten im Test




Aufzeichnung der Geräuschkulisse



Neben dem Kühlverhalten ist die Geräuschkulisse aus der Kombination von Kühler und Lüfter ein wesentliches Kriterium zur Beurteilung eines solchen Produktes. Dass wir uns gerade auf dieses Segment spezialisiert haben, sollte den Stammlesern bekannt sein. Unsere Messungen sind dabei in aller Regel kaum mit den Resultaten der meisten anderen Publikationen zu vergleichen, denn dort bedient man sich überwiegend günstiger Handmessgeräte im 100-bis-200-Euro-Preisbereich, deren Mikrofon-Eigenrauschen bereits bei ca. 30 dB(A) einsetzt. Insofern ist es wenig verwunderlich, warum in solchen Gegenüberstellungen leise Werte mit 30 dB(A) angegeben werden, obgleich ein normierter 30-dB(A)-Wert alles andere als leise ist.

Zudem fehlen in solchen Messungen, damit sie der Norm entsprechen oder zumindest nahekommen, ein reflektionsarmer Raum und nur allzu oft Angaben zur Distanz. Ein dB(A)-Wert ohne Angabe der Entfernung zum Testprobanden muss als Normwert verstanden werden, und dies entspricht einem Meter Abstand.

Unser aktuelles Gerät DAASUSB aus dem Hause ulteeaudiotechnik liegt in einem sehr viel höheren Preissegment und bietet uns dabei die Möglichkeit, deutlich präzisere Messungen vorzunehmen.

Bild: Enigma DAASUSB
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Das kalibrierte Gerät erlaubt es uns, Messungen im Bereich dB(A) und sone vorzunehmen, und die Messresultate geben wir, wie üblich, normiert an, was einem Meter Abstand entspricht. Zudem werden die Testprobanden in einer Art schalltotem Raum vermessen.

Die Spektralanalysen erlauben zudem einen Eindruck der spektralen Verteilung des Pegels eines Lüfters in Kombination mit dem Radiator der einzelnen Testkandidaten und zeigen auf, wie die Kombinationen sich in den verschiedenen Frequenzbereichen verhalten.

Bild: CPU-Kühler Reboot

Spektralanalyse eines Testkandidaten


Um bei der Spektralanalyse schnell die wesentlichen Werte einsehen zu können, haben wir die Detail-Feldinformationen hier mit roten Pfeilen gekennzeichnet. Dabei zeigen sich oben rechts der Messwert in dB(A) und sone und ganz unten – mittig angeordnet – die Angabe zum Lastzustand. Rechts daneben führen wir die Lüfterdrehzahl des Testprobanden an.

Darüber hinaus liefert natürlich der eigentliche Graph eingefleischten Kennern deutliche Anhaltspunkte. Stochastische Signale (Zufallssignale laut Definition im akustischen Bereich) im Bereich bis ca. 700 Hz werden von den meisten Menschen weniger missempfunden als im höher sensitiven Bereich (ca. 1.000 bis 4.000 Hz). Zudem können tonhaltige Signale im Bereich ab etwa 200 Hz aufwärts das subjektive Empfinden deutlich beeinträchtigen und als unangenehm empfunden werden (ein sogenannter Pfeifton als Beispiel).

Die Erfahrungen auf diesem Sektor in den vergangenen Jahren haben uns allerdings gelehrt, dass größere CPU-Lüfter eben in jenen Bereichen deutlich schonender mit unserem Gehör umgehen. Das Zeitalter der dröhnenden 40-, 60- und 80-mm-Lüfter ist zu Ende. Unter einem Durchmesser von 92 mm fängt heute kaum noch ein Kühlerhersteller mit der Entwicklung an.