Thermalright True Spirit 120 Direct im Test

Gehäuse & Kühlung | HT4U.net | Seite 7

Montage



Bild: Thermalright True Spirit 120 Direct im Test
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Alles in allem attestieren wir der Thermalright-Kühler-Fixierung eine recht gute, problemfreie Montage, allerdings mit gewissen Abstrichen beim Komfort. Die Backplate ist separat mit einer Schutzfolie zu versehen, um Kontakte mit Mainboard-Bauteilen auszuschließen. Die Schrauben, welche durch die Löcher der Backplate zu stecken sind, besitzen keine Arretierung. Stattdessen gibt es Gummiringe, welche nach dem Durchschieben durch die Mainboard-Öffnung von der Gegenseite über die Schrauben zu schieben sind, damit die Schrauben zur weiteren Montage nicht herausrutschen.

Die Installation sollte damit zumindest bei aus- oder auch eingebautem Mainbaord möglich sein.

Bild: Thermalright True Spirit 120 Direct im Test
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Im Anschluss werden Distanzhülsen auf die durchgesteckten Schrauben aufgedreht, sodass die Backplate final korrekt und sicher sitzt. Anschließend ist der Arretierungsrahmen für den Kühler aufzulegen und festzuschrauben, um danach den Kühler mittels zweier Schrauben auf den passenden Schraublöchern festzuziehen. Die zweite Montage-Passage zeigt sich damit deutlich angenehmer und durchdachter. Der erste Part macht etwas mehr Mühe.

Bild: Thermalright True Spirit 120 Direct im Test
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Um den Lüfter vom Kühlkörper entkoppeln und zudem genügend Anpressdruck über die Klammerbefestigung erreichen zu können, müssen die Kunststoffröhrchen im Lieferumfang in die passenden Aussparungen eingelegt werden. Aber Vorsicht, denn diese müssen definitiv über den Kühler hinaus eingelegt werden, damit die Entkopplung funktioniert und die Röhrchen vom Lüfter festgepresst werden und nicht verloren gehen. Die Lösung erscheint uns aufgrund der Lüfterumsetzung eher halbherzig, wenig elegant und kniffelig bei der Installation.

Eine Besonderheit gilt auch dem Auftrag der Wärmeleitpaste. Durch die Direct-Ausführung (Kontakt der Heatpipe-Rohre mit der Kühlfläche der CPU) ergeben sich Rillen. Der Auftrag der Wärmeleitpaste als Klecksmethode ist in diesem Fall weniger ratsam. Durch die vorhandenen Rillen wird eben die Wärmeleitpaste nicht ausreichend auf dem Heatspreader verpresst und verdrängt und damit nicht hinreichend auf der Kühlfläche verteilt. Im Fall einer solchen Kühlerbauform sollte man dann eher auf die Scheckkarten-Methode zur gleichmäßig dünnen Verteilung der WLP setzen.

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