Dashlane Passwort Manager 2020 im Test

Bei Dashlane handelt es sich um einen äußerst beliebten Passwort Manager, der nicht nur für das Betriebssystem Windows 10 gedacht ist, sondern auch auf iOS und Android seine Funktion voll und ganz erfüllt. Folglich kann dieser kleine Helfer nicht nur auf Desktop-Rechnern, sondern auch auf mobilen Geräten wie dem iPhone erfüllen.

Ähnlich wie vergleichbare Programme speichert das Programm neben Account-Namen sowie den zugehörigen Passwörtern auch weitere Daten. Dazu gehören Bankverbindungen und Adressen, die der Anwender – falls notwendig – schnell und unkompliziert in Online-Formulare eintragen kann. Und auch das Anmelden in mobilen Apps macht Dashlane einfacher und bequemer.

Will der User Dashlane auf nur einem Gerät installieren, ist die Software kostenlos. Will der User das Programm auf mehreren Geräten nutzen, muss er dafür eine Gebühr bezahlen. Selbstverständlich werden die Passwörter dann aber automatisch synchronisiert, sodass die Daten auf allen Geräten stets auf dem neuesten Stand sind.

Inhalt

     

    Dashlane – was ist das?

    Dashlane ist sehr viel mehr als „nur“ ein Passwort-Manager. So erfüllt das Programm auch die Funktion einer allgemeinen Sicherheits-App und einer digitalen Geldbörse. Genutzt werden kann die Software von verschiedenen Browsern aus. Dafür sorgt das Chrome-Plugin und die entsprechenden Erweiterungen für Edge, Safari, den Internet Explorer und Firefox.

    • Dashlane 6, die jüngste Version, wurde um verschiedene Funktionen wie beispielsweise ein VPN erweitert. Diese Vielfalt macht Dashlane zu einem wahren Alleskönner in der Welt der Passwort-Manager.
    User, die sich für das Programm interessieren, sollten deshalb zunächst einmal eine Anleitung lesen und gegebenenfalls auch einen Test zu Rate ziehen, um zu erfahren, wie benutzerfreundlich die zahlreichen Funktionen gelöst wurden.

     

    Der Bedienkomfort und die Benutzeroberfläche

    Unterschiede gibt es bei Dashlane zwischen der Desktop-App und der Browser-Erweiterung. Diese reicht beim Surfen für alltägliche Funktionen voll und ganz aus und lässt sich denkbar einfach konfigurieren. Will der User hingegen kompliziertere Einstellungen vornehmen oder eine Feinjustierung der Einstellungen vornehmen, muss er dies in der Desktop-App machen.

     

    Die Desktop-App von Dashlane

    Die Desktop-App von Dashlane untergliedert sich in folgende drei Bereiche:

    1. Den Tresor, in welchem die Accounts, Passwörter, Ausweise, Belege, sonstige Daten und Zahlungsmittel verwahrt werden.
    2. Sein persönliches Identitäts-Dashboard findet der User im Bereich Sicherheit. Dort wird er auch darüber informiert, falls Sicherheitsrisiken bestehen sollten. Wie sicher die gewählten Passwörter insgesamt sind, erfährt der User unter der sogenannten „Passwortintegrität“.
    3. Des Weiteren gibt es einen Bereich „Kontakte“. Dort befindet sich ein „Sharing Center“, wo es möglich ist, Notizen und Passwörter mit anderen Nutzern des Programms zu teilen.

    Die Verwaltung der Browser-Erweiterungen erledigt der User dagegen in der Menüleiste. Dort ist es auch möglich, ausführlichere Einstellungen festzulegen. Eine 2-Faktor-Authentisierung befindet sich im Unterpunkt „Sicherheit“.

     

    Die Browser-Erweiterung von Dashlane

    Zwar ist die Browser-Erweiterung im Vergleich zur Desktop-App vereinfacht, aber auch hier findet der User eine intuitive Auflistung der Hauptfunktionen. Im Tresor werden alle Webseiten aufgelistet, die der User mit Dashlane verknüpft hat. Die Seiten kann er nun nach Kategorie oder Verwendungsdatum einordnen.

    Des Weiteren gibt es einen Punkt „Diese Webseite“, wo auf derselben Webseite unterschiedliche Accounts verwaltet werden können. Darüber hinaus ist es auch möglich, einzustellen, wie sich das Programm auf bestimmte Webseiten verhalten soll und Probleme zu melden. Abgerundet wird die Browser-Erweiterung durch einen Passwort-Generator.

    Allerdings müssen die User strikt darauf achten, ihr Passwort nicht zu vergessen oder zu verlegen Der Grund: Es gibt keine bequeme Recovery-Methode, wie bei Bitwarden oder Lastpass, um das Master-Passwort wiederherzustellen. Die Programmierer haben sich in diesem Fall also für ein Mehr an Sicherheit statt für den Benutzerkomfort entschieden.

    Hat der User sein Passwort vergessen und existiert kein Notfall-Kontakt, muss er den Account also von Hand zurücksetzen. Allerdings verliert er dadurch sämtliche Daten.

     

    Dashlane mobil nutzen

    Erhältlich sind Dashlane-Apps sowohl für iOS als auch für Android-Geräte. Die mobilen Apps zeichnen sich dadurch aus, dass sie der Desktop-Version sehr stark ähneln, sodass auch hier eine intuitive Bedienung möglich ist.

    Die Passwörter, die der User für verschiedene Apps festgelegt hat, merkt sich Dashlane dank der Auto-Login-Funktion.

    Darüber hinaus gibt es einen eigenen Browser für die mobile App und es ist möglich, sie bei einer 2FA-Sicherung als Authenticator-App zu nutzen.

    Wer nicht ständig das Master-Passwort eingeben möchte, kann den Login per Fingerabdruck wählen. Auch das Einloggen via Gesichtserkennung ist möglich, allerdings nur mit dem iPhone X.

     

    Dashlane auf dem Endgerät einrichten

    Weil Dashlane die User Schritt für Schritt durch die Einrichtung begleitet, stellt diese auch für Nutzer, die nur wenig Erfahrungen mit Passwort-Managern und ähnlichen Tools haben, kein Problem dar. Will der User lediglich die Basis-Funktionen nutzen, kann er also in kürzester Zeit loslegen.

    Schritt 1: Zuerst muss der Nutzer Dashlane von der Webseite des Anbieters downloaden und installieren.

    Schritt 2: Zunächst einmal müssen sie ein Master-Passwort erstellen, welches natürlich auch ausreichend sicher sein soll. Hierfür gibt Dashlane eine gute Hilfestellung. Anschließend muss sich der User lediglich noch dieses Passwort merken, so lange er Dashlane nutzt.

    Schritt 3: Hat sich ein User erstmals angemeldet, fordert ihn Dashlane auf, nun auch die entsprechende Erweiterung für den Browser, den er nutzen möchte, zu installieren. Auch die anschließende Einrichtung dauert nicht allzu lange. Sobald sich der User künftig auf neuen Seiten einloggt, ploppt automatisch ein Fenster auf, in welchem er auf die Dashlane-Speicherung hingewiesen wird.

    Für Anwender, die noch keinerlei Erfahrung mit einem Passwort-Manager haben, fällt der Einstieg in das Programm nicht allzu schwer. Denn sobald sie sich angemeldet haben, öffnet sich ein Tutorial, in dem alle grundlegenden Funktionen des Programms erklärt werden. Unter anderem erfährt der User, wie er das Auto-Login nutzen kann, um seine Online-Accounts, die durch ein Passwort geschützt werden, zu verwalten.

    Die Features von Dashlane

    Dashlane besitzt sämtliche Features, die sich der User von einem Passwort-Manager erwarten darf. Dazu gehören unter anderem die Passwortverwaltung, die Einstellungen für die Autofill-Funktion sowie die Möglichkeit, verschlüsselte Funktionen zu machen.

    Allerdings bietet die Software dem Anwender sehr viel mehr als nur die Basis-Funktionen. So wurden einige Features besonders praktisch gestaltet und einige der Funktionen von Dashlane sucht man bei anderen Passwort-Managern vergeblich.

    Passwort ChangerPasswort-GeneratorIdentitäts-DashboardVPN

    Der Password Changer

    Zu den herausragenden Funktionen von Dashlane gehört etwa der Password Changer. Hierbei handelt es sich um eine Funktion, die User mit Premium kostenlos nutzen können: Es ist ihnen möglich, zahlreiche Passwörter, die gespeichert sind, in einem Schritt mit nur wenigen Klicks zu ändern. User, die aus Gründen der Bequemlichkeit auf vielen verschiedenen Webseiten das selbe Passwort benutzen, können dank dieser Funktion diese Sicherheitslücke ohne allzu großen Aufwand schließen.

    Ferner hat der User die Möglichkeit, stets im Blick zu haben, wie wirksam seine Passwörter sind und kann bei Bedarf jederzeit nachbessern.

    Der Passwort-Generator

    Der Passwort-Generator ist ein Feature, das jeden Passwort-Manager erst richtig komplett macht. Diese Funktion, die zum Standard für derartige Programme zählt, befindet sich in der Browser-Erweiterung. Je nach Vorgabe des Users lassen sich damit sichere Zeichenkombinationen konfigurieren und erstellen.

    Positiv sticht im Test ins Auge, dass diese Funktion äußerst schnell arbeitet und sich intuitiv bedienen lässt.

    Das Identitäts-Dashboard

    Hierbei handelt es sich gewissermaßen um das Schwarze Brett der Passwörter eines Users. Eine Punktezahl, die in großen Ziffern angezeigt wird, zeigt dem User an, wie es um die Sicherheit seiner Passwörter bestellt ist. Diese Zahl errechnet sich aus verschiedenen Faktoren, beispielsweise, wie komplex die gewählten Passwörter sind oder wie oft ein User die selben Passwörter verwendet.

    Darüber hinaus gibt es für Premium-Kunden ein Feature namens „Dark-Web-Überwachung“. Die Sicherheitsexperten von Dashlane überprüfen hier, ob die Passwörter oder die Daten eines Users missbräuchlich im Internet benutzt werden.

    Das VPN

    Ab der Version Dashlane 6 gibt es in diesem Passwort-Manager für Premium-Kunden eine VPN-Funktion. Diese Funktion erweist sich insbesondere beim Surfen in öffentlichen WLAN-Netzwerken als praktisch, weil die persönlichen Daten dadurch zusätzlich abgesichert werden.

    Das VPN von Dashlane ist im Vergleich zu Tools, die speziell für diesen Zweck gedacht sind, allerdings eher einfach. Beispielsweise wird der User einfach mit dem nächstgelegenen Server verbunden, ohne ihm hier eine Auswahlmöglichkeit zu bieten. Diese Funktion eignet sich also weniger gut für User, die es nutzen möchten um ortsunabhängige Services zu umgehen. Vielmehr sollte diese Funktion als zusätzliches Feature für mehr Sicherheit betrachtet werden.

    Dashlane verfügt insgesamt über eine Vielzahl von Funktionen, die sich als äußerst praktisch erweisen, sodass das Feature-Paket von Dashlane aktuell zu den besten gehört. Zahlreiche dieser Tools befinden sich allerdings hinter der Bezahlschranke.

     

    Die Sicherheit von Dashlane

    Passwörter werden von Dashlane nach dem Standard der AES 256-bit Verschlüsselung gespeichert, die als äußerst sicher gilt. Dafür, wie sicher das Master-Passwort ist, ist jeder User aber selbst verantwortlich. Weil es im Fall des Falles keine Möglichkeit gibt, dieses Passwort wiederherzustellen, kann kein Außenstehender diese Funktion missbrauchen, um das Master-Passwort anderer User zu knacken. Allein diese Tatsache macht Dashlane sicherer als andere Passwort-Manager.

    Bei der mobilen App allerdings besteht das Risiko, dass eine Sicherheitslücke entsteht. Hier ist der Login nämlich nicht nur mit dem Master-Passwort, sondern auch mittels Fingerabdruck möglich. Ob sich ein User für diese Möglichkeit entscheidet, hängt natürlich stark davon ab, welchen Stellenwert die Sicherheit für ihn hat.

    • Zusätzlich stärken kann der User seinen Dashlane-Login mit Hilfe der 2-Faktor-Authentisierung. Hier stellt er ein, ob diese jedes Mal greifen soll, wenn er sich einloggt oder nur, wenn er sich mit einem neuen Gerät anmeldet.

     

    Der Support bei Dashlane

    Die Support-Mitarbeiter können die User bei Fragen und Problemen auf zweierlei Arten erreichen.

    1. Für Anwender aus dem deutschsprachigen Raum steht lediglich ein E-Mail Kontaktformular zur Verfügung. Anfragen, die auf diesem Weg eingehen, werden binnen weniger Stunden beantwortet.
    2. Darüber hinaus gibt es auch einen Support-Chat, der allerdings ausschließlich englischsprachig ist. Dieser hat allerdings den Vorteil, dass es bei eventuellen Rückfragen nicht zu unnötigen Verzögerungen kommt.

     

    Der Preis von Dashlane

    Erhältlich ist Dashlane in drei verschiedenen Paketen:

    1. Bei der free Version ist die Zahl der Passwörter, die gespeichert werden können, auf 50 beschränkt. Ferner darf die kostenlose Version lediglich auf einem Endgerät genutzt werden. Zwar ist es möglich, zugleich auch mit dem selben Konto die mobile Version zu verwenden, in diesem Fall werden die Passwörter aber nicht synchronisiert.
    2. 3,33 Euro pro Monat werden bei jährlicher Abrechnung für das Premium-Paket fällig. Dafür ist die Zahl der Passwörter hier nicht begrenzt, die Daten werden auf allen Endgeräten synchronisiert und dem User stehen zahlreiche Features wie beispielsweise VPN zur Verfügung.
    3. Des Weiteren gibt es auch einen Business Tarif für User, die Dashlane geschäftlich nutzen. Dieser kostet monatlich vier Euro.
    In den USA wurden die Preise mit der Einführung von Dashlane 6 auch die Preise erhöht. So kostet das Premium-Paket hier nunmehr 60 US-Dollar pro Jahr statt 40 wie zuvor. Für den US-amerikanischen Markt gibt es zudem ein Premium-Plus-Paket mit weiteren Überwachungsmöglichkeiten und Versicherungen. Zumindest in Europa zählt Dashlane noch zu den günstigsten Passwort-Managern.

     

    Was sind die Vor- und Nachteile von Dashlane?

    Die Vorteile

    • die Bedienung ist komfortabel gelöst
    • Online-Formulare werden gut erkannt
    • die Daten auf mehreren Endgeräten werden automatisch synchronisiert
    • die Benutzeroberfläche ist in Deutsch
    • für die Nutzung auf einem Gerät ist das Programm kostenlos.

    Die Nachteile

    • Der Preis ist etwas höher als der vergleichbarer Programme.
    • Viele Features können nur von Premium-Kunden genutzt werden.

     

    Das Fazit zu Dashlane

    Dashlane hat sich mit Fug und Recht in verschiedenen Rankings an die Spitze gesetzt. Denn es gibt kaum einen Passwort-Manager, bei dem das Gesamtpaket derart stimmig ist. So funktionieren alle wichtigen Basis-Funktionen problemlos und lassen sich völlig intuitiv bedienen. Weitere nützliche Features für mehr Sicherheit gibt es für Premium-Kunden, die sie für einen absolut gerechtfertigten Preis nutzen können.

    • Allerdings könnte beim Support nachgebessert werden. Denn die Kontaktmöglichkeiten sind sehr eingeschränkt und der User muss mit erheblichen Wartezeiten rechnen. Möglicherweise müssen außerdem Kunden aus Europa mit einer Preiserhöhung für das Premium-Paket rechnen, die in den USA bereits erfolgt ist und mit Sicherheit auch über den großen Teich kommen wird.
    Wer mehr Preisstabilität und Sicherheit zu einem ähnlichen Preis möchte ist bei LastPass bedeutend besser aufgehoben und profitiert zudem von einem bekannten Namen und einem hervorragenden Kundensupport, der niemanden lange warten lässt.

    Über Kevin

    Kevin Seeberger ist studierter Wirtschaftswissenschaftler mit Schwerpunkt E-Commerce & Marketing. Er kümmert sich um verschiedenste Themen rund um Computer Sicherheit, Kryptowährungen und Reviews.