Notwendigkeit oder unnütze Bürokratie?

Geoblocking und Ländersperren

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Die Welt ist vernetzter geworden und damit auch die Medien. Insbesondere über das Internet werden auch über Ländergrenzen hinaus Bücher, Filme, Serien oder Videospiele bekannt und finden Fans. Nicht immer allerdings sind all diese Medienerzeugnisse auch problemlos zu bekommen. Sehr deutlich wird das unter anderem bei der bekannten Videoplattform YouTube, bei der Nutzer häufig anstatt des gewünschten Videos nur einen Hinweis eingeblendet bekommen, dass die Inhalte in diesem Land nicht verfügbar sind. Geoblocking – Notwendigkeit oder nutzlose Bürokratie?

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Bild: Geoblocking und Ländersperren

Fans japanischer Videospiele erleben beispielsweise häufig in der internationalen Berichterstattung die Ankündigung eines neuen interessanten Titels, der dann allerdings außerhalb Japans nicht verfügbar ist. Viele Nutzer ärgert das, und gerade innerhalb der EU sind Restriktionen wie Geoblocking oftmals nicht ganz nachvollziehbar. "Geoblocking" und "Ländersperre" bezeichnen letztlich dasselbe Phänomen, nämlich die auf geografische Grenzen beschränkte Verfügbarkeit von Inhalten.

Möglich wird dies durch die Informationen, die in der IP des jeweiligen Nutzers enthalten sind. Der Provider kann an der IP-Adresse erkennen, aus welchem Land der Nutzer auf die Inhalte zugreifen will und diese entsprechend verweigern. Ein Grund dafür ist vor allem das Urheberrecht, das in den jeweiligen Ländern unterschiedlich gehandhabt wird. Diese territoriale Aufteilung liegt vornehmlich in der Wirtschaft begründet, denn Produzenten von audiovisuellen Inhalten möchten ihre Lizenzen an möglichst viele verschiedene Rundfunkanstalten verkaufen. Zwar wurden bereits 2001 einheitliche Standards innerhalb der EU verabschiedet, bei der Umsetzung gibt es allerdings nach wie vor Schwierigkeiten.