Das sollte man über Antiviren-Software wissen

Man liest immer wieder von Internetbetrügern, Viren und Malware, die Daten ausspionieren und den eigenen Computer angreifen, um Passwörter und sonstige sensible Daten zu stehlen. Unterschiedliche Antivirensoftware, bei der eine besser als die andere sein soll, werden hier als Lösung für den Verbraucher angeboten. Dabei spielt der Kostenfaktor natürlich auch immer eine Rolle. Doch muss man sich als Verbraucher heutzutage wirklich noch einen Virenschutz besorgen, der womöglich auch noch kostenpflichtig ist? Ist die Bedrohung wirklich so groß, dass man in Angst und Schrecken leben muss, wenn man seinen Computer einschaltet und online geht oder kann man bedenkenlos Online Banking betreiben, Blackjack online um Geld spielen und sorgenfrei auf YouTube und Co. surfen? Letztendlich muss man für so manchen Virenschutz mehrere Hundert Euro auf den Tisch legen. Ist das gerechtfertigt?

Warum der Win10 Defender ausreicht

Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten. Nein, das ist nicht gerechtfertigt. Mit ganz wenigen Ausnahmen ist man als normaler Endverbraucher gut damit beraten sich von niemandem zu fürchten und seinen Geldbeutel geschlossen zu lassen. Ein solider Schutz gegen Angriffe ist nämlich bereits in Windows 10 integriert.

Wenn Sie Windows 10 verwenden, ist bereits eine sehr robuste Antiviren- und Anti-Malware-App vorinstalliert und standardmäßig aktiviert, nämlich der so genannte Windows Defender. Er kümmert sich selbstständig darum Angriffe von außerhalb abzuwehren. Unabhängige Tests zeigen, dass der Windows Defender eine optimale Performance bietet. Da der Windows Defender als Standardprogramm in Windows 10 inkludiert und somit von derselben Firma ist, die das Betriebssystem herstellt, muss man sich zudem auch nicht mit Zertifikaten, Abonnements und sonstigen Bindungen herumärgern. Zusätzliche Kosten entstehen ebenso nicht.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Es gibt zwei Situationen in denen der Windows Defender jedoch möglicherweise nicht ausreichen könnte.

  • Geschäftliche Nutzung des Computers
  • Schutz von tatsächlich sensiblen Daten

Wenn Sie einen Computer nutzen, der von Ihrem Arbeitsplatz oder einer bestimmten Organisation zur Verfügung gestellt wird, so sollten Sie die darauf installierten Sicherheitstools auf keinen Fall deinstallieren. Unternehmen haben systemweite Sicherheitsanforderungen, die durch die einheitlich auf allen Geräten installierte und nicht veränderbare Software im Firmennetzwerk sichergestellt wird. Entfernen Sie derartige Tools von einem Businesscomputer, so könnte dies im Ernstfall auch negative Konsequenzen für Sie haben.

Auf der anderen Seite können zu schützende sensible medizinische oder finanzielle Daten einen zusätzlichen Virenschutz rechtfertigen. Überlegen Sie jedoch für welche Zwecke Sie Ihren Computer nutzen, denn selbst bei regulärem Online Banking und Co. Ist man nicht automatisch einer größeren Gefahr ausgesetzt. Erfolgreiche Betrugsmaschen bauen in der Regel auf mangelndem Wissen der Nutzer auf und nicht auf komplizierte technische Hackertricks. Wie Sie im Internet surfen hat weitaus größere Auswirkungen auf die Sicherheit.

Surfgewohnheiten als wichtigster Faktor

Im Normalfall reicht es aus, wenn Sie die Grundregeln für den Umgang mit dem Internet befolgen, um sich bestmöglich zu schützen.

  • Schützen Sie Ihre persönlichen Informationen / Aktivieren Sie alle Privacy-Einstellungen
  • Lernen Sie sicher im Internet zu surfen und verwenden Sie sichere Internetverbindungen
  • Achten Sie darauf welche Dateien Sie herunterladen
  • Wählen Sie starke Passwörter und verwenden Sie Passwörter nur einmal

Letztendlich hilft nämlich auch der weltbeste Virenschutz nichts gegen unachtsames Verhalten während dem Umgang mit dem Computer und dem Internet.

In der Regel ist ein zusätzlicher Virenschutz bei Verwendung von Windows 10 durch den Windows Defender nicht notwendig, um recht solide vor Viren und Angriffen im Internet geschützt zu sein. Selbstverständlich gibt es nie den 100%igen Schutz, aber die Investition in einen kostenpflichtigen Virenschutz lohnt sich nur für die wenigsten Privatanwender. Dies gilt natürlich nicht, falls Sie ein anderes Betriebssystem oder aber auch ein älteres Windows Betriebssystem verwenden oder Windows 10 nicht mit den regelmäßigen Updates des Herstellers versorgen. Regelmäßige Updates sind jedoch auch für jeden Virenschutz erforderlich, um zuverlässig funktionieren zu können.

Über David Maul

David Maul ist studierter Wirtschaftsinformatiker mit einer Leidenschaft für Hardware

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