Gaming-Hardware im Wandel der Zeit

Spiel und Spaß ist heute ohne gute Hardware kaum vorstellbar. Und tatsächlich fand die Zusammenführung des Spiels und der Maschine bereits im 19. Jahrhundert statt. Mit dem Auftakt der Digitalen Revolution begann eine rasante Entwicklung in der Gaming-Technologie. Die Hardware vervielfältigte sich, während die Leistungsstärke der Geräte kontinuierlich zunahm. Heute haben Spieler zahlreiche Optionen bezüglich der Hardware, wobei sich das Smartphone zum Lieblingsplattform der heutigen Zeit entwickelt.

Die Zusammenführung des Spiels und der Maschine

Auch wenn es heute unvorstellbar wirkt, wurden die ersten Geräte für das Gaming bereits im späten 19. Jahrhundert natürlich in der USA, das Mutterland von Las Vegas, entwickelt. Der erste Slot namens Caille Black Cat wurde von den Brüdern Adolphe und Arthur Caille erfunden. Der Spieler setzte auf eine Farbe und drehte dann an einem Hebel. Traf er auf die richtige Farbe, hatte er gewonnen. Dem Black Cat folgte die Erfindung der Maschinenbauer Sittmann und Pitt. Das Duo entwickelte ein Apparat, dessen Basis das Pokerspiel war. Der Mechaniker Charles Fey dagegen brachte Liberty Bell, den ersten Slot mit Auszahlmöglichkeit, auf den Markt.

Die Zusammenführung des Spiels und der Maschine wurde von den Menschen mit Begeisterung angenommen. Diese sogenannten einarmigen Banditen genossen bald auch jenseits der amerikanischen Grenzen hohe Popularität. Aus der technischen Perspektive stockte lange Zeit die Weiterentwicklung der Slots. Die mechanische Arbeitsweise mit Hebel, Walzen und perforierten Scheiben sollte einige Jahrzehnte unverändert bleiben.

Neue Hardware zum Auftakt der Digitalen Revolution

In den 1950ern begann die technische Revolution und brachte der Gaming-Branche im Verlauf der Jahre neue Hardware. Zuerst wurde der Computer eingeführt. 1952 entwickelte der Informatiker A. S. Douglas OXO, das erste grafische Computerspiel. Dem folgte Spacewar!, das für den Minicomputer des Massachusetts Institute of Technology geschrieben wurde. Der Name Minicomputer wirkt heute tatsächlich irreführend. Damals meinte man damit die ersten Computer, die nicht mehr ganze Säle, sondern nur noch Schränke füllten. Natürlich waren diese Geräte aufgrund ihrer Größe nicht verbraucherfreundlich. Erst zwanzig Jahr später, als Steve Wozniak und Steve Jobs Apple I der Öffentlichkeit vorstellten, wurde der Computer reif für den persönlichen Gebrauch und folglich eine lohnende Investition für Gamer.

Parallel zu diesen Entwicklungen fand die Elektronisierung der Slots statt. Den Einstieg in die Öffentlichkeit wurde mit Periscope, einen Unterseebot-Simulator, gemacht. Wenige Jahre später folgte der zweite revolutionäre Schritt. Die Geräte wurden mit der Fernsehtechnologie ausgerüstet. Die Gaming-Industrie war nun in der Lage Spiele in Form von Videos auszustrahlen. Atari-Gründer Nolan Bushnells Computer Space war das erste für kommerzielle Zwecke produzierte Videospiel.

Weitere nennenswerte Hardware, die für das Abspielen von Videospielen entwickelt wurden, sind das LCD-Spiel und die Spielekonsole. Ersteres war der Vorläufer des Game Boys, das 1989 von Nintendo auf den Markt gebracht und innerhalb kurzerster Zeit zum Verkaufsschlager der Gaming-Branche wurde. Heute ist das Game Boy leider nur noch ein Retroprodukt. Die Spielekonsole ist dagegen bis heute eine populäre Plattform für Gamer. Das erste Exemplar aus dem Jahr 1972 nannte sich Magnavox Odyssey und konnte bereits damals dem Fernseher angeschlossen werden.

Die 90er: Die Hardware wird leistungsstärker

Die 1990er starteten mit drei neuen Geräten, die das Gaming in das Alltagsleben der Massen katapultierte: der Computer, die Spielekonsole und das Game Boy. Nun setzten die Informationstechnologie nicht auf die Entwicklung neuer Geräte, sondern auf die Verbesserung der Leistung der bereits vorhandenen Hardware. Der Anstieg der Prozessorleistung sorgte für bessere Grafiken und besseren Sound. Die wichtigste Innovation für Gaming-Fans war der Wechsel von 2D- auf 3D-Welten. Des Weiteren verbreitete sich die Internetnutzung und bereicherte das Gaming mit dem der vielfältigen Online-Welt. Die Folge der Leistungssteigerung war, dass komplexe Video- und Computerspiele für jeden Geschmack und Geldbeutel den Markt überfluteten. Von Ego-Shooter-Games wie Half-Live bis hin zu Echtzeit-Strategiespiele wie Age of Empires war alles für Gaming-Fans zu finden.

Smartphone: die neue Hardware für das Gaming

Mit der Lancierung des iPhones des IT-Giganten Apple wurde 2007 für die Spieleindustrie eine neue Ära eingeleitet. Technisch auf dem höchsten Niveau, haben sich Smartphones als neue Gaming-Plattform erfolgreich durchgesetzt. Die einfache Handhabung und die mobilen Eigenschaften haben zudem dazu verholfen, dass immer mehr Menschen das Gaming für sich entdeckt haben. Heute machen Mobile Games über die Hälfte des Gewinns in der Spielebranche aus. Der Rest wird zwischen Computer- und Videospiele aufgeteilt. Experten erwarten, dass sich dieser Trend in den folgenden Jahren fortsetzen wird.

Die Zusammenführung des Spiels mit der Maschine erfolgte im 19. Jahrhundert. Mit der Einleitung der technischen Revolution begann der Aufstieg der Gaming-Industrie. Zahlreiche Geräte wurden veröffentlicht, die sich als Spieleplattformen durchsetzen. Diese wurden in den 90ern technisch auf ein höheres Niveau katapultiert, wodurch Developer zahlreiche Spiele verschiedenem Genre auf den Markt brachten. Heute hat das Smartphone das Sagen im Geschäft. Es scheint die konventionelle Gaming-Hardware vom Thron gestoßen zu haben.

 

Über David Maul

David Maul ist studierter Wirtschaftsinformatiker mit einer Leidenschaft für Hardware

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