Was ist VPN? Eine umfassende Anleitung für mehr Sicherheit & Anonymität im Netz

Was ist VPNAls Internetuser hast du sicherlich schon VPNs gehört. Gerade in Zeiten, wo die eigene Privatsphäre und der Datenschutz eine immer größere Rolle spielen, sind sich viele über die Gefahren des Internets bewusst geworden. Und wir werden auch immer wieder in den Medien und sozialen Netzwerken darauf aufmerksam gemacht. Ob das nun Angriffe von Cyberkriminellen sind, Malware, die dem Computer erheblichen Schaden zufügen kann oder die Veröffentlichung und Weitergabe der eigenen Daten an Dritte. Das Internet ist mittlerweile kein sicherer Ort mehr. Umso wichtiger ist es, sich genau mit diesem Thema zu beschäftigen – somit fragt man sich in erster Linie: Was ist VPN?

Ein VPN scheint anfänglich kompliziert zu sein, wenn man sich zuvor mit diesem Thema noch nicht auseinandergesetzt hat. Tatsache ist jedoch, dass VPNs ganz einfach zu installieren und zu nutzen sind. Wenn es um die eigene Sicherheit und Anonymität im Internet geht, sollte ein VPN zur Standardausrüstung deines Computers oder Handys gehören. Aber was ist eigentlich ein VPN? Wie funktioniert es? Warum benötigt man ein VPN? Genau mit diesen Fragen beschäftigen wir uns in dieser Anleitung.

Inhalt

    Bester VPN Anbieter  
    NordVPN logo
    • Umfangreiche Serverauswahl: 5800 VPN-Server in 59 Ländern
    • Unterstützung der gängigsten Betriebssysteme: Windows, MacOS, iOS, Android, Linux
    • Hohe Sicherheit & Anonymität: No-Log-Policy, Kill-Switch, Double VPN uvm.
    • Vielfältige Funktionen: Streaming-Tools, P2P-Sharing uvm.

    Was ist VPN?

    Ein VPN, oder Virtual Private Network, erlaubt es dir, eine sichere Verbindung über ein anderes Netzwerk mit dem Internet herzustellen. VPNs werden hauptsächlich dazu verwendet, die eigene Privatsphäre zu schützen und anonym im Internet zu surfen, ohne dabei Spuren zu hinterlassen. Des Weiteren kann man ein VPN dazu verwenden, eingeschränkte oder blockierte Webseiten zu besuchen, länderübergreifende Streamingservices zu nutzen, oder das eigene Surf- und Kaufverhalten anonym zu halten.

    VPNs werden heutzutage für Internetnutzer beliebter, aber nicht aus dem Grund, für den sie ursprünglich erschaffen wurden. Die ersten VPNs wurden dazu genutzt, um Firmen sicher miteinander zu verbinden oder über eine sichere Verbindung von zu Hause aus sich mit dem Firmennetzwerk herzustellen. Dies ist nach wie vor eine großartige Funktion von VPNs, jedoch benutzen immer mehr Endverbraucher VPNs, um deren Privatsphäre zu schützen.

    Was ist ein VPN

    Jeder Internet-User bekommt über seinen ISP (Internet Service Provider) eine IP-Adresse zugeordnet, an der er im Normalfall identifiziert und wiedererkannt werden kann. Ein VPN Server agiert quasi als Mittelsmann zwischen deinem PC und dem Internet, deine IP-Adresse wird versteckt. Zudem werden Daten, die womöglich im Übermittlungsprozess abgefangen werden, unlesbar und unkontrollierbar, bis sie zum Bestimmungsort gefunden haben.

    Kurz gesagt werden all deine Internetverbindungen über einen VPN Tunnel durch ein sicheres Netzwerk geleitet – und das ist der größte Vorteil. So kann man auf Inhalte im lokalen Netzwerk aus der Ferne zugreifen und Zensur im Internet umgehen.

    Vorteile eines VPNs

    Die Nutzung eines VPNs hat mehrere Vorteile und wird bei Endverbrauchern immer populärer, speziell wenn es um Datenschutz und die Privatsphäre geht.

    Absolute Anonymität und Schutz deiner Privatsphäre

    Sobald du dich ohne VPN mit dem Internet verbindest, legst du deine Daten für Dritte offen. Mithilfe deiner IP-Adresse kannst du für andere Dienste, Webseiten oder auch Internetkriminelle eindeutig identifiziert werden. Des Weiteren kann dein Internet Provider jederzeit nachverfolgen, auf welchen Webseiten du dich befunden hast. Auch andere Webseiten können anhand von Cookies deine Internetaktivitäten auslesen und diese verwenden oder an Dritte verkaufen (um dir zum Beispiel mit lästiger Werbung auf die Nerven zu gehen).

    Mit einer VPN Verbindung bleibst du anonym und sicher. Wichtig ist dabei, einen Anbieter zu wählen, der nicht nur deine IP-Adresse verschleiert, sondern auch eine strikte No-Log-Policy mit sich bringt. Sprich, nicht einmal dein VPN-Anbieter speichert deine Daten, Surf- oder Kaufverhalten.

    Umgehung von Ländersperren („geoblocking“)

    Einige Webseiten sind nur durch IP-Adressen aus dem jeweiligen Land zugänglich. Dabei handelt es sich meistens um Streamingdienste, gewisst YouTube Videos, oder auch Inhalte von internationalen Nachrichtenagenturen. Durch Auswahl eines bestimmten Standortes kannst du auf Webseiten zugreifen, die in deinem Land möglicherweise blockiert sind. Wichtig ist dabei, einen Anbieter zu wählen, der auch Server im gewünschten Zielland anbietet. Dank einer VPN Verbindung hast du auch die Möglichkeit, Streaming Anbieter zu nutzen, die nur in anderen Ländern verfügbar sind. Wie du zum Beispiel ein VPN für Netflix benutzt, kannst du hier nachlesen.

    Schutz deiner sensiblen Daten

    Ein VPN garantiert dir den Schutz deiner Passwörter, Login-Daten und Bankinformationen. Diese bleiben nach dem Aufbau einer VPN-Verbindung verschlüsselt und geheim. Wenn du keine verschlüsselte Verbindung benutzt und Einkäufe tätigst, dich in soziale Netzwerke einloggst oder Formulare ausfüllst, können all diese Informationen von Hackern abgefangen werden.

    Wenn du dich in öffentliche WLAN Netzwerke einloggst, solltest du unbedingt ein VPN benutzen – denn diese Netzwerke sind oft unsicher und nur darauf aus, deine Daten in die Hände zu bekommen.

    VPN Vorteile

    Nachteile eines VPNs

    Eine VPN Verbindung kann auch Nachteile haben. Dank der ständigen Aktualisierungen der VPN Softwares werden Sicherheitslücken, Bugs und generelle Fehler oftmals sehr schnell beseitigt. Es können jedoch folgende Probleme auftreten:

    Langsame Geschwindigkeit

    Dies kann entweder daran liegen, dass der Server, den du ausgewählt hast, zu viele Verbindungen hat oder zu weit entfernt ist. Prüfe auch deine reguläre Internetverbindung und teste deine Internetgeschwindigkeit ohne VPN. Sollte diese langsamer als gewohnt sein, wird auch die Geschwindigkeit mit VPN langsam sein. Oftmals hilft hier das Neustarten deines Routers und das Bereinigen deines Computers (durch Löschen deines Internetverlaufs, Caches und Cookies).

    Nicht alle Geräte unterstützen VPN

    Bevor du dich für ein VPN Service entscheidest, prüfe, ob deine Endgeräte VPN unterstützen. Wenn du Geräte besitzt, die kein VPN unterstützen, so kannst du immer noch einen VPN Dienst auf deinen Router einrichten oder dir einen VPN-Router zulegen. Wie du das machst, haben wir hier für dich genauer unter die Lupe genommen.

    VPN Services kosten Geld

    Wenn du in Sachen Geschwindigkeit und Sicherheit keine Einbußen haben möchtest, solltest du auf einen kostenpflichtigen Anbieter zurückgreifen. Kostenlose VPN Services drosseln oft die Geschwindigkeit und das Datenvolumen. Des Weiteren verwenden kostenlose VPN Anbieter oft unsichere Protokolle. Solltest du jedoch Interesse an einem kostenlosen VPN Anbieter haben, haben wir hier die besten Anbieter für dich getestet.

    • Die meisten Premium VPN-Anbieter bieten mittlerweile eine große Auswahl an Servern, hohe Geschwindigkeiten und hochgradige Sicherheitsprotokolle an. Dementsprechend genießt du bei Anbietern wie UltraVPN, NordVPN, oder CyberGhost alle Vorteile, die ein VPN mit sich bringt.

    Was funktioniert eine VPN Verbindung?

    Um eine VPN Verbindung zu erstellen, musst du dich zuerst für einen VPN Anbieter entscheiden. Welcher Anbieter deinen Anforderungen entspricht, liegt ganz bei dir. Wir haben für dich die besten VPN Anbieter getestet, mehr dazu kannst du hier lesen.

    Damit du dir das bildlich vorstellen kannst: So sieht deine Verbindung zum Internet aus, wenn du keinen VPN benutzt:Verbindung ohne VPN

    All deine Daten, inklusive IP-Adresse, Standort, Surf- und Kaufverhalten sind somit für deinen ISP (Internet Service Provider) und Drittanbieter sichtbar. Viele Webseiten speichern deine Daten und verkaufen sie an andere Webseiten und Dienste weiter. Je nachdem welche Webseite du besuchst, die meisten hinterlassen Cookies, und diese werden mit anderen Servern ausgetauscht. Somit erhältst du z.B. Werbung über Produkte, die dich interessieren, oder nach denen du gesucht hast. Das klingt zwar toll, ist aber ein Eingriff in deine Privatsphäre. Auch bei Online-Banking, E-Mails und sensiblen Daten kann eine Verbindung ohne VPN heikel sein – und im schlimmsten Fall dazu führen, dass Cyberkriminelle an deine Daten gelangen.

    Um also deine Privatsphäre sowie deine Daten zu schützen, solltest du unbedingt auf ein VPN zurückgreifen. Deine Verbindung mit einem VPN Dienst würde dann so aussehen:

    Verbindung mit VPN

    Wenn du einen VPN Service benutzt, werden all deine Daten verschlüsselt deinem ISP übermittelt und anschließend an einen VPN Server. Und dieser VPN Server verbindet dich dann mit dem Internet. Damit schützt du dich und deine Daten, denn:

    • Webseiten sehen nur noch den VPN Server und die IP-Adresse, die dein VPN Server dir vergeben hat – und nicht deine tatsächliche IP-Adresse
    • Dritte können dich nicht (einfach) identifizieren oder sehen, was du genau machst (welche Webseiten du besucht hast, welche Daten du übertragen hast, etc.)
    • Deine Verbindung zum VPN Server ist verschlüsselt – sollte also jemand deine Datenübertragungen und dein Surfverhalten sehen, so sehen sei diese nur in verschlüsselter Form

    Wie du siehst, ist eine VPN Verbindung viel sicherer, als wenn du dich ohne VPN ins Internet einsteigen würdest.

    Wie sicher ist ein VPN?

    Eines der wichtigsten Faktoren für ein VPN ist natürlich dessen Sicherheit. Wie bereits erwähnt, muss bei einer VPN Verbindung die Verschlüsselung funktionieren. Zwar verschlüsseln alle VPN Anbieter die Daten ihrer Nutzer, jedoch verwenden sie dazu verschiedene Protokolle:

    PPTP L2TP/IPSecSSTPIKEv2OpenVPN

    Dieses Protokoll ist eines der ältesten Protokolle, die es gibt und wurde ursprünglich für Microsoft entwickelt. Dieses Protokoll ist vor allem unter Windows Nutzern beliebt, bietet aber nach heutigem Standard weniger Sicherheit. VPN Dienste, die nur dieses Protokoll verwenden, sollten deswegen vermieden werden.

    Das ist eine Kombination von PPTP und Cisco’s L2F Protokoll. Die Ausführung ist zwar solide, da an beiden Endknoten die Daten verschlüsselt werden, jedoch ist die Ausführung des Protokolls nicht sicher genug.

    Dies ist ein weiteres für Microsoft entwickeltes Protokoll. Die Verbindung wird mit einer SSL/TLS Verschlüsselung aufgebaut (welches heutzutage die Standardverschlüsselung von Webseiten ohnehin ist). Dieses Protokoll ist vor allem bei Firmen mit Microsoft Geräten nützlich, da es auch den Remote-Zugriff auf das Firmennetzwerk zulässt.

    Ein weiteres Microsoft Protokoll, welches weitaus sicherer ist, als seine Vorgänger. Es ist eines der neuesten Protokolle, die die beste Sicherheit bieten – jedoch zu einem sehr hohen Preis.

    OpenVPN mit TCP und UDP ist das beste Protokoll, wenn es um Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Da dieses Protokoll Open Source ist, wird es ständig weiterentwickelt, und kann höchste Sicherheit bei bester Geschwindigkeit bieten.

    Wenn es also um die Sicherheit eines VPN geht, sollte man immer darauf achten, sich für einen Anbieter zu entscheiden, der SSTP und OpenVPN unterstützt.

    Wie richte ich ein VPN ein?

    Hier hast du zwei Möglichkeiten: Entweder die Installation einer Software/App oder die Einrichtung eines Browser-Plugins.

    VPN Software installieren

    Die Einrichtung eines VPN ist bei den meisten Anbietern einfach und schnell. Wenn du dich für einen Anbieter entschieden hast, registrierst du dich und lädst dann die jeweilige Software herunter. Nach dem Einloggen kannst du dich dann für einen Server entscheiden und dich verbinden. Wie du ein VPN einrichtest, erklären wir dir in diesem Artikel. Die meisten VPN Anbieter unterstützen auch die Verwendung mit einem Router. Wenn du über ein macOS Gerät besitzt, kannst du hier eine genaue Anleitung finden. Du hast auch die Möglichkeit, dein Smartphone oder Tablet mit einem VPN auszustatten, unabhängig davon, ob du Android oder iOS benutzt.

    VPN Browser Plugins

    Eine weitere recht gängige Lösung ist es, ein VPN Service über ein eigenes Browser-Plugin zu verwenden. Die meisten Anbieter unterstützen hier Chrome oder Mozilla Firefox. Diese Plugins können ebenfalls über die Webseite des VPN Anbieters installiert werden, einmal muss eine Anmeldung mit den persönlichen Nutzerdaten erfolgen. Wie du dir ein Plugin installierst, haben wir in dieser Anleitung genau beschrieben.

    Welche VPN Software ist für mich die Beste?

    Für welchen VPN Dienst man sich letzten Endes entscheidet, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem:

    • Geschwindigkeit
    • Anzahl und Standort der Server
    • Sicherheit & Datenschutz
    • Unterstützte Geräte & Betriebssysteme
    • Streaming- und Peer-to-Peer Funktionen
    • Preis-Leistungs-Verhältnis

    Wir haben für dich bereits die gängigsten VPN Anbieter getestet und haben obgleich des Gerätes oder Betriebssystem einen klaren Testsieger gefunden: UltraVPN. Dies ist ein solider, schneller und sicherer Anbieter, mit dem du nichts falsch machen kannst. UltraVPN bietet dir eine große Anzahl an Servern an, einen hohen Grad an Sicherheit und das zu einem sehr fairen Preis. In unserem Test haben wir jedoch auch andere Anbieter auf den Prüfstand gestellt. Hier siehst die besten VPN Anbieter im Vergleich.

    Fazit

    Wer heutzutage sicher im Internet surfen möchte, ohne seine Daten preiszugeben, kommt um ein VPN nicht herum. So kann man verhindern, dass man seine Identität im Internet preisgibt und dass sensible Daten in die falschen Hände gelangen. Man sollte sich jedoch im Vorfeld schlau machen, welcher VPN Dienst am besten für die eigenen Bedürfnisse ist. Wenn man einen rund-um-Schutz genießen zu einem fairen Preis genießen möchte, so empfehlen wir UltraVPN. Dieser Anbieter hat uns für alle Betriebssysteme auf vollster Länge überzeugt. Aber auch andere Anbieter können wir wärmstens empfehlen.

    FAQs

    Bin ich mit einem VPN zu 100% anonym?

    Trotz der sich ständig verbessernden Technologien, kann man trotz eines VPNs keine 100% Anonymität gewährleisten. Sicherheit und Datenschutz sind bei einem VPN jedoch garantiert. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, kann ein VPN mit Tor gemeinsam nutzen.

    Kann ich auch als Anfänger ein VPN einrichten?

    Ja! Egal ob du Anfänger oder Experte in Sachen Netzwerksicherheit bist - die Einrichtung eines VPNs ist einfach und unkompliziert. Du musst Profi sein, um ein VPN zu installieren. Befolge einfach die Anweisungen des gewünschten Anbieters.

    Ist ein VPN legal?

    In Ländern wie zum Beispiel Nordkorea oder dem Irak sind VPNs als illegal eingestuft, um die Zensur zu umgehen. In anderen Ländern wie zum Beispiel Russland oder China darfst Du sie benutzen, wenn der VPN-Anbieter eine Lizenz von der Regierung hat. In allen anderen Ländern, einschließlich Deutschland, ist die Verwendung eines VPNs jedoch rechtlich vollkommen legal.

    Über Jasmin Fuchs

    Jasmin Fuchs ist studierte Sprachwissenschaftlerin mit einer Ausbildung in Informationstechnologie und IT-Management.