Android 12 – Alles was wir über Googles Update wissen

Android ist das weltweit beliebteste Smartphone Betriebssystem und läuft auf Milliarden von Smartphones weltweit. Infolgedessen können selbst kleinste Änderungen am Betriebssystem Millionen von Benutzern betreffen. Aufgrund der Art und Weise, wie Android-Updates bereitgestellt werden, ist es jedoch fraglich, ob diese Änderungen tatsächlich einen großen Unterschied bewirken. Trotzdem freuen wir uns immer auf das nächste große Android-Update in der Hoffnung, dass es bedeutende Veränderungen bringt. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was wir bisher über Android 12 wissen.

Wann wird Android 12 veröffentlicht? 

Google hat das offizielle Veröffentlichungsdatum zu diesem Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht. Was wir allerdings wissen, ist das Android 12 zunächst als Developer Preview-Version veröffentlicht wird. Die Entwicklervorschau für Android 11 begann im Februar 2020, einige Wochen vor der üblichen Veröffentlichung im März. Wie der Name schon sagt, können Entwickler durch die Android 12 Developer Previews mit der Plattformmigration beginnen und den Anpassungsprozess für ihre Apps starten. Es wird erwartet, dass Google die meisten wichtigen Plattformänderungen in den Voransichten detailliert beschreibt, um das gesamte Android-Ökosystem über die kommenden Entwicklungen zu informieren.

Entwicklervorschauen sind weitgehend instabil und nicht für durchschnittliche Benutzer gedacht. Google behält sich außerdem das Recht vor, Funktionen zu jedem Zeitpunkt hinzuzufügen oder zu entfernen.

Start der Android 12 Beta

Nach einigen Developer Preview-Versionen wird die Android 12 Beta beginnen. Diese ist normalerweise für Mai oder Juni dieses Jahres erwartet. Die Android 12 Beta Release wird gegenüber der Developer Preview-Version etwas ausgefeilter sein und uns eine gute Vorstellung davon geben, wie das endgültige OS-Release aussehen wird.

Ungefähr zu dieser Zeit werden wir auch Releases für Geräte außerhalb der unterstützten Google Pixel-Reihe sehen. OEMs werden mit der Migration ihrer UX-Skins auf die Beta-Version von Android 12 beginnen und mit der Rekrutierung für ihre eigenen „Preview“ -Programme beginnen. Auch in der Android 12 Beta sind weiterhin Fehler zu erwarten, und als solche werden sie nur Entwicklern und fortgeschrittenen Benutzern empfohlen.

Android 12 Beta mit Plattformstabilität

Nach ein oder zwei Beta-Versionen erreichen die Versionen den Status der Plattformstabilität. Dies wird voraussichtlich zwischen Juli und August dieses Jahres geschehen. Plattformstabilität bedeutet, dass das Android 12 SDK, NDK-APIs, App-zugewandte Oberflächen, Plattformverhalten und sogar Einschränkungen für Nicht-SDK-Schnittstellen abgeschlossen wurden. Es wird keine weiteren Änderungen hinsichtlich des Verhaltens von Android 12 oder der Funktionsweise von APIs in den folgenden Betas geben. Ab diesem Zeitpunkt können Entwickler damit beginnen, ihre Apps auf Android 12 zu aktualisieren, ohne sich über unerwartete Änderungen Gedanken machen zu müssen, die ihr App-Verhalten beeinträchtigen.

Stabile Android 12 Version

Nach ein oder zwei Beta-Versionen mit dem Plattformstabilität können wir davon ausgehen, dass Google die erste stabile Version für Android 12 herausbringt. Dies wird voraussichtlich Ende August oder September geschehen. Wie es der Fall ist, werden die Pixel-Geräte von Google voraussichtlich die ersten sein, welche die stabile Versionen für Android 12 erhalten.

Wir erwarten, dass es zu diesem Zeitpunkt breitere öffentliche Betas gibt. Der genaue Zeitplan hängt allerdings von Ihrem Handy und den Plänen des OEM ab. Eine gute Faustregel ist, dass Flaggschiffe für das Update priorisiert werden. Wenn Sie also ein Telefon haben, das in der unteren Preisspanne liegt, können Sie davon ausgehen, dass Sie das Update einige Wochen oder Monate später erhalten.

Bekommt mein Handy Android 12?

Google wird das Update für diese Geräte offiziell bereitstellen:

  • Pixel 5
  • Pixel 4a 5G
  • Pixel 4a
  • Pixel 4
  • Pixel 4 XL
  • Pixel 3a
  • Pixel 3a XL
  • Pixel 3
  • Pixel 3 XL

Wann und welche Geräte außerhalb der Google Pixel Reihe das Android 12 Upgrade bekommen, ist ein wenig komplizierter. Nicht Pixel Geräte erhalten das Android 12 Upgrade nicht direkt von Google. Ein Nicht-Pixel-Gerät liegt daher ganz in der Gnade des OEM. Es ist anzunehmen, dass leichtere UX-Skins wie die Zen-Benutzeroberfläche von ASUS als Erstes ihre Flaggschiffe auf Android 12 aufrüsten werden. Im Vergleich dazu benötigen schwerere UX-Skins wie Samsung One UI und Xiaomis MIUI in der Regel länger. Dies ist jedoch nicht immer der Fall, da auch leichtere UX-Skins bei der Einführung in Vergangenheit ebenso langsam, wenn nicht sogar langsamer waren.

Was ist neu bei Android 12?

Die Änderungen bei Android waren in den letzten Jahren weniger radikal als die tief greifenden Änderungen in früheren Versionen von Android, was ein Zeichen dafür ist, dass die Plattform im Laufe der Jahre gereift ist. Trotzdem können wir in diesem neuen Update ein paar gute Dinge erwarten. Da das erste Update noch nicht live ist, basieren alle folgenden Informationen auf durchgesickerten Informationen.

Neue UI in Android 12

Wir haben uns die neuen Funktionen und Änderungen angesehen, welche Android 12 aufgrund der neusten Informationen mit sich bringen könnte. So scheint es so, als das mit Android 12 eine Aktualisierung der Benutzeroberfläche durchgeführt wird. Dabei handelt es sich scheinbar um eine allgemeine Verschiebung von der weißen Ui, wie sie aktuell existiert, zu einem eher beigen Ton. Auch die Benutzeroberfläche des Benachrichtigungsfelds wird angeblich überarbeitet. Benachrichtigungen haben möglicherweise stärker abgerundete Ecken.

Widget Änderungen

Als Apple kürzlich Widgets zu iOS hinzufügte, argumentierten wir, dass diese in gewisser Weise besser sind als die Implementierung von Android. Wir wissen zwar nicht, ob Google eine umfassende Überarbeitung der Widgets plant, aber es sieht so aus, als würden sie zumindest einige Änderungen planen.

Längere Screenshots – Scrollende Screenshots

Eines der am meisten erwarteten neuen Funktionen ist das Scrollen bei Screenshots. Mit dieser Funktion können Sie kinderleicht einen Screenshot einer langen Seite erstellen, ohne mehrere Screenshots manuell zusammenfügen zu müssen. Diese Funktion war ursprünglich für Android 11 geplant, wurde jedoch nicht geliefert. Wir erwarten jedoch, dass diese Funktion endlich in Android 12 erscheint.

Anti-Tracking-Funktionen

Google hat die Absicht bekundet, eine „weniger strenge“ Version der App Tracking Transparency-Funktion von Apple zu erstellen. Google ist bestrebt, den Datenschutz mit einem werbefinanzierten Ökosystem in Einklang zu bringen. Daher ist die Google-Version der Funktion wahrscheinlich weniger streng und erfordert möglicherweise nicht, dass Entwickler die Erlaubnis von Nutzern einholen, ihre Daten zu verfolgen.

Der Ansatz, den Google für Android verfolgen könnte, ähnelt möglicherweise dem für den Chrome-Webbrowser geplanten. Google hatte bereits angekündigt, Cookies von Drittanbietern in Chrome innerhalb von zwei Jahren auslaufen zu lassen. Stattdessen verwendet der Browser eine Alternative, die eine Anzeigenausrichtung mit weniger spezifischer Datenerfassung ermöglicht. Werbetreibende können in Zukunft nur noch Gruppen von Personen mit ähnlichen Interessen ansprechen, jedoch keine Einzelpersonen mehr.

Ruhezustand für wenig benutzte Apps

Eine der im Vorfeld der Android 12 Developer Preview festgestellten Commits weist darauf hin, dass Google möglicherweise eine neue Funktion für den Ruhezustand von Apps hinzufügt. Der App-Ruhezustand-Systemdienst „verwaltet den App-Ruhezustand“. Dabei handelt es sich scheinbar um einen Status, in den Apps eintreten können, wenn sie nicht aktiv verwendet werden.

Wir kennen die Parameter nicht, welche zum Klassifizieren des Ruhezustands einer App verwendet werden. Aus Commits wissen wir allerdings, dass die App-Ruhezustandsfunktion die Cache-Dateien einer App sowie ihre Kompilierungsartefaktdateien automatisch löscht. Der Speicherplatz, der durch das Löschen dieser Dateien frei wird, wird wahrscheinlich nicht viel sein, insbesondere im Vergleich zu den Dateigrößen zwischengespeicherter Bilder oder Videos. Aber zumindest auf Geräten der unteren Preisklasse mit geringem internem Speicherplatz wird durch das Einsparen Platz für ein paar zusätzliche Fotos frei.

Entkoppelte Emojis

Android 12 behebt eines der kleineren Probleme in Android. Immer wenn Unicode neue Emojis erhält, müssen wir auf ein Betriebssystem-Update warten, damit diese Emojis unsere Handys erreichen. Google erleichtert das Empfangen neuer Emojis, indem es sie von Android-Systemupdates entkoppelt. Dies bedeutet, dass neue Emojis zu Telefonen hinzugefügt werden können, indem einfach eine aktualisierte Schriftartdatei gespeichert wird, anstatt nur für diese Änderung ein vollständiges Systemupdate zu erfordern.

Das Teilen von Wi-Fi-Passwörtern

Das Teilen Ihres Wi-Fi-Passworts kann eine umständliche Angelegenheit sein. Auch ist die Offenlegung Ihres Passworts oft keine gute Option, und die Eingabe für Ihre Mitmenschen durchzuführen ist ebenfalls umständlich. Auf Handys mit Android 10 und neuer können Sie Ihre gespeicherten WLAN-Passwörter problemlos über QR-Codes freigeben. Dies kann eine praktikable Lösung sein, ist aber auch in Situationen unpraktisch, in denen einfach zu viele Benutzer das WLAN Passwort benötigen.

Google verbessert dies in Android 12, indem Sie den generierten QR-Code mithilfe der Funktion „In der Nähe teilen“ für andere Nutzer freigeben können. Da für die Freigabe in der Nähe kein physischer Kontakt oder das Scannen von Codes erforderlich ist, kann das Kennwort bei Bedarf einfacher in einem kompletten Raum geteilt werden.

 

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Über David Maul

David Maul ist studierter Wirtschaftsinformatiker mit einer Leidenschaft für Hardware

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