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IntroBereits im November vergangen Jahres durfte sich NVIDIA mit der Auslieferung der ersten diskreten DirectX10-Grafikkarten rühmen. Allerdings beschränkten man sich auf die Highend-Kolosse der GeForce-8800-Serie, deren enorme Leistung sich nach wie vor ebenso deutlich im Preis bemerkbar macht. Mit günstigeren Ablegern für das Mittelklasse-Segment lies sich der Hersteller indes deutlich mehr Zeit, womit dem preisbewussten Anwender die DirectX10-Welt vorerst verschlossen blieb. Dieser Problematik möchte die kalifornische Grafikschmiede nun endgültig entgegentreten.
Ein Grund für die gemächliche Herangehensweise im Mainstream-Bereich seitens NVIDIA dürfte wohl schlichtweg der fehlende Druck durch die Konkurrenz aus dem Hause AMD sein, welche derzeit lediglich durch immer wieder erneute Verschiebungen derer erster Grafikkartengeneration mit DirectX10-Unterstützung in die Schlagzeilen geraten. Generell dürfte die Lage für AMD mit fortschreitender Zeit alles andere als angenehmer werden. Zum Einen setzt die direkte Konkurrenz das marketing-effektive Stichwort DirectX10 bereits gekonnt in Bares um und zum anderen wird man mit zunehmender Verzögerung des R600 sicherlich nicht weniger von dem Chip und seinen Ablegern erwarten. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt würde wohl alles andere als ein deutlicher Sieg des prestigeträchtigen R600 in den Benchmark-Parcours als eine Enttäuschung gewertet werden. Aber zurück zu unserem eigentlichem Thema, denn mit dem heutigen Tag bereitet der kalifornische Grafikkartenspezialist dem Warten auf DirectX10-Beschleuniger zum kleineren Preis mit der Präsentation der GeForce 8600 GTS, GeForce 8600 GT und GeForce 8500 GT ein Ende. Mit der GeForce 8600 GTS vom Hersteller MSI haben wir pünktlich zum Launch auch einen der Kandidaten direkt im Test und wollen herausstellen, ob auch die kleineren Varianten aus der GeForce-8-Familie mit ordentlicher Leistung aufwarten können und wie MSI mit dem eigenen Modell NX8600 GTS zu punkten versucht. Technik - Architektur
Wie bereits im Vorfeld vermutet wurde, taktet die GeForce 8600 GTS mit 675 MHz Chip- und 1000 MHz Speichertakt und verfügt über ein 128 bit breites Speicherinterface. Bei einem näheren Blick auf obige Tabelle tut sich dann allerdings doch eine Überraschung auf – denn sowohl GeForce 8600 GTS als auch GeForce 8600 GT verfügen über lediglich 32 Unified Shader Einheiten – gerade einmal ein Viertel dessen, was das aktuelle Flaggschiff in Form der GeForce 8800 GTX zu bieten hat. Der grundlegende architektonische Aufbau des G84-Chips, welcher bei den GeForce 8600 Modellen zum Einsatz kommt, ist laut NVIDIA, bis auf eine Änderung an den Texturierungseinheiten, der gleiche wie er bereits vom G80 bekannt ist. Neben der Fertigung im kleineren 80-nm-Prozess wurde lediglich die Anzahl der Einheiten beim G84 deutlich gekürzt, wie das nachfolgende Schaubild verdeutlichen soll.
Wie bereits angedeutet, wurden bei der GeForce-8600-Serie noch eine Veränderung an den Texturierungseinheiten vorgenommen. Während der G80 noch mit halb so vielen Texture-Adress-Units wie Texture Fetch Units (32 TAs; 64 TFs) auskommen musste, verspricht sich NVIDIA durch ein 1:1-Verhältnis dieser Einheiten beim G84 eine höhere Effizienz. Insgesamt stehen somit beim G84 sowohl 16 Texture-Adress-Units als auch 16 Texture-Fetch-Units zur Verfügung. Die Framebuffer sind wie beim G80 mit jeweils 64 bit angebunden. Dies resultiert durch die zwei Framebuffer des G84 in einem insgesamt 128 bit breiten Speicherinterface. Bei der GeForce 8600 GTS (256 MB) setzt sich ein solcher Framebuffer aus zwei 512-Mbit-Speicherchips zusammen. Aus diesem Umstand folgt letztendlich die Größe des Gesamtspeichers von 256 MB. (512 Mbit [Speicherchip-Größe] * 2 [Chips pro Framebuffer] * 2 [Anzahl Framebuffer] = 2048 Mbit = 2048/8 MB = 256 MB) |
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