Autor Thema: Test Antec Three Hundred Midi-Tower  (Gelesen 19838 mal)

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Offline Warmmilchtrinker

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Test Antec Three Hundred Midi-Tower
« am: 01. MĂ€rz 2009, 19:46:36 »
Test Antec Three Hundred von Warmmilchtrinker :)

Da ich bei der Auswahl eines passendes GehĂ€uses so meine Schwierigkeiten hatte, den besten Kompromiss aus allen Eigenschaften zu bekommen und ich mich letzten Endes fĂŒr das Antec Three Hundred entschieden habe, möchte ich dieses nun gerne etwas genauer vorstellen:


Das Antec Three Hundred kommt in einer fĂŒr die Preisklasse edlen Verpackung in tiefem schwarz mit Aufdruck des GehĂ€uses und macht einiges her. Nichts wirkt hier billig, obwohl das GehĂ€use mit ca. 50€ relativ gĂŒnstig gekauft wurde. Das GehĂ€use ist ordentlich verpackt mit Folie um das GehĂ€use und Styropor oben und unten.


Verpackung

Nach dem Auspacken macht das GehĂ€use direkt einen guten Eindruck. Schlicht und wertig kommt es mit seinem tiefen, matten Schwarz daher, ohne ĂŒberflĂŒssigen Schnörkel. Die Frontbleche sind gelocht und fĂŒgen sich gut in das Gesamtbild ein. Klappern oder scheppern? Fehlanzeige. Lediglich der Kunststoff der Front hebt sich farblich etwas vom Schwarz des restlichen Metalls ab, hier könnte man etwas nachbessern. Die Lackierung des GehĂ€uses hat eine gepunktete Struktur, die Antec nach meinem Geschmack lieber weggelassen hĂ€tte. Das Gewicht geht mit 7,2kg in Ordnung.



GehÀuse nach dem Auspacken

Hinter der gelochten Front befinden sich 2 PlĂ€tze fĂŒr 120mm LĂŒfter. Die Löcher sind ausreichend groß, um ordentliche Mengen Luft durchzulassen.



Frontansicht

In der Front befinden sich Power-Schalter, 2 USB-AnschlĂŒsse sowie Mirofon- und Audio-Ausgang.



FrontanschlĂŒsse

Betrachten wir nun die RĂŒckseite des GehĂ€uses. AuffĂ€llig ist, dass das Netzteil nicht oben im GehĂ€use, sondern unten eingebaut wird. Dass das nicht von Vorteil sein muss, werden wir spĂ€ter sehen. Desweiteren befinden sich ein 140mm auf der Oberseite und ein 120mm LĂŒfter auf der RĂŒckseite, die werksseitig bereits montiert sind und mit einer 3-stufigen Regelung ausgestattet sind. Auf diese werde ich inclusive der LautstĂ€rke spĂ€ter noch eingehen. Die LĂŒftergitter sind stabil und schĂŒtzen die LĂŒfter zuverlĂ€ssig. Sie sind ebenso wie die Schrauben schwarz und fĂŒgen sich damit nahtlos in das Design ein.



Werksseitig verbaute LĂŒfter und Steuerung

Kommen wir nun zu den inneren Werten. Die GehĂ€usewand ist mit 2 RĂ€ndelschrauben befestigt, die sich sehr gut drehen lassen, die GehĂ€usewand lĂ€sst sich leicht abnehmen. Der erste QualitĂ€tseindruck ist auch hier gut, es finden sich keine scharfen Kanten, an denen man sich blutige Finger holen könnte. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck, besonders gemessen an der Preisklasse. Allerdings machen sich hier Zweifel breit, ob der Platz fĂŒr unsere 2 grĂ¶ĂŸten Komponenten, den EKL Alpenföhn Groß-Glockner und den Arctic Cooling Accelero S1 Rev. 2 ausreicht. Dazu spĂ€ter mehr. Ebenfalls auffĂ€llig ist, dass es nur 3 Slots fĂŒr optische Laufwerke gibt, was fĂŒr manche Nutzer zu wenig sein könnte. Die LĂŒfter werden direkt vor die Festplatten gehĂ€ngt und sorgen fĂŒr eine gute BelĂŒftung der bis zu 6 Magnetschreiber. Leider sind die Festplatten nicht entkoppelt, sodass es je nach Modell und Anzahl der Festplatten zu störendem und pulsierendem Brummen oder Dröhnen kommen kann. Die Slotbleche sind mit herkömmlichen Schrauben befestigt, es empfiehlt sich aber, diese gegen die beiliegenden RĂ€ndelschrauben zu tauschen, was spĂ€tere Änderungen erleichtert.



Blick ins Innere des GehÀuses

Der von mir zusĂ€tzlich gekaufte 120mm LĂŒfter lĂ€sst sich leicht montieren, die Halterungen lassen sich aufklappen. Durch die beiliegenden RĂ€ndelschrauben kann man diese leicht ohne Werkzeug befestigen. Dabei fiel die Befestigung fĂŒr die Kabel auf, die allerdings nicht immer gut nutzbar ist, weil es im GehĂ€use teils recht eng zugeht.



LĂŒftermontage


Negativ fallen wĂ€hrend der Montage die sehr dĂŒnnen Kabel fĂŒr die FrontanschlĂŒsse, bei denen man schnell an einer Kante die dĂŒnne Isolierung durchwetzen kann. Außerdem sind die Kabel zwar ausreichend lang, kann man die Kabel aber nicht direkt zum Anschluss verlegen, kann es knapp werden. Bei mir gab es dabei aber keine Probleme.



Filgrane Verkabelung

Kommen wir nun zur Montage des Netzteils. Wie bereits erwĂ€hnt, wird dieses unten im GehĂ€use platziert. Erst einmal ist diese Position gĂŒnstig, da das Netzteil hier nicht mit unnötig viel AbwĂ€rme der Komponenten belastet wird und somit mit geringeren Drehzahlen auskommt. Allerdings liegen die StromanschlĂŒsse auf dem Mainboard weit oben, sodass die Entfernung weit ist und zusĂ€tzlich durch Hardware blockiert werden kann. Dieses Problem trat auch bei mir auf. Um den Anschluss fĂŒr das 12V 4-pin Kabel zu erreichen, muss dieses aufgrund der LĂ€nge ĂŒber die Grafik- und TV-Karte hinweg oder an ihnen vorbei gelegt werden. Da die Grafikkarte aber einen großen KĂŒhler erhalten hat, bleibt nur, das Kabel daran vorbei zu legen, und zwar zwischen Slotblech und Karte, allerdings war hier die Grenze bezĂŒglich der LĂ€nge definitiv erreicht, eine VerlĂ€ngerung kann hier Abhilfe schaffen, ist aber meist nicht in greifbarer NĂ€he.



Netzteil-Position und seine TĂŒcken

Der Einbau der Grafik- und TV-Karte verlief dadurch etwas fummelig, aber letzten Endes funktionierte dies dann auch. Die Breite des GehĂ€uses ist gerade ausreichend fĂŒr den Alpenföhn Groß-Glockner, viel höher dĂŒrfte er nicht sein, sonst wĂŒrde sich die Seitenwand nicht mehr schließen lassen. Hier sollte man sich die DatenblĂ€tter der Hersteller vorher gut durchlesen. Das Sortieren der Kabel zeigte sich recht schwierig aufgrund des jetzt erst recht knappen Platzes.



Fertiges System

Nach dem Einbau der Hardware fiel noch auf, dass die Lackierung des GehĂ€uses recht anfĂ€llig fĂŒr FingerabdrĂŒcke ist. Wer diese nicht entfernt, hat schnell recht viele dieser unschönen Freunde auf seinem GehĂ€use.



Empfindliche Lackierung des Three Hundred

Als letzten Punkt kommen wir noch zur LautstĂ€rke. Die mitgelieferten LĂŒfter lassen sich ĂŒber einen Poti regeln auf „Low, Medium und High“. Leider stellte sich heraus, dass die LĂŒfter in keiner einzigen dieser 3 Modi als leise bezeichnet werden konnte. Selbst die Stufe „Low“ ist bereits gut hörbar, dĂŒrfte fĂŒr den durchschnittlichen PC-Nutzer aber noch nicht störend sein. Auf „Medium“ sind die LĂŒfter bereits störend laut, und auf „High“ entlarven sie sich als wahre RadaubrĂŒder, womit sie in dieser Stellung höchstens fĂŒr das Spielen mit gut abgeschirmten Kopfhörern oder die LAN-Party taugen. Allerdings sei gesagt, dass bereits die Stellung „Low“ recht viel Luft befördert, sodass diese Einstellung bei vernĂŒnftigen KĂŒhlern auch fĂŒr die Sommermonate ausreichen sollte.


Fazit:

Das Antec Three Hundred zeigt Licht und Schatten. Positiv zu Buche stehen hier die Verarbeitung und der QualitĂ€tseindruck sowie die stabile Konstruktion aller Teile des GehĂ€uses sowie die gute LuftfĂŒhrung mit vielen PlĂ€tzen fĂŒr große LĂŒfter. Das Design wirkt wertig. 2 LĂŒfter sind bereits ab Werk verbaut. Bei Nutzung der mitgelieferten RĂ€ndelschrauben ist die Montage ohne Werkzeug möglich. Ebenfallls erfreulich sind die Möglichkeiten, die Kabel unauffĂ€llig zu verstauen sowie der angemessene Preis von ca. 50€.

Zu bemĂ€ngeln ist die zwar thermisch sinnvolle, aber unpraktische Position des Netzteils. FĂŒr voluminöse Hardware kann der Platz schnell knapp werden, und die Festplatten sind nicht entkoppelt. Die LĂŒfter sind selbst bei langsamster Stufe schon hörbar, ab mittlerer Drehzahl laut und störend.

Insgesamt ist das Antec Three Hundred ein empfehlenswertes GehĂ€use, die mitgelieferten LĂŒfter sind zwar fĂŒr Silent-PCs zu laut und bei Netzteil-Positionierung und den Kabeln gibt es Verbesserungsbedarf, aber die gute Verarbeitung, das wertige, zeitlose Design, die hohe StabilitĂ€t, der meist ausreichende Platz und der angemessene Preis entschĂ€digen dafĂŒr. Gesamtnote: 2

Fragen und VerbesserungsvorschlÀge bitte an mich senden :)

Die Diskussion zu diesem Artikel findet <<<HIER>>> statt.
« Letzte Änderung: 02. MĂ€rz 2009, 15:41:58 von Daniel »
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Offline Daniel

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Diskussion zu Test Antec Three Hundred von WMT
« Antwort #1 am: 02. MĂ€rz 2009, 08:55:19 »
Hier kann fleißig ĂŒber den Artikel "Test Antec Three Hundred Midi-Tower" von Warmmilchtrinker diskutiert werden.

Viel Spaß!

http://ht4u.net/forum/index.php/topic,48337.0.html
mfg
Daniel
All suspects are guilty, period. Otherwise they wouldnÂŽt be suspects, would they?
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Offline Philipp

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Re: Diskussion zu Test Antec Three Hundred von WMT
« Antwort #2 am: 02. MĂ€rz 2009, 12:24:00 »
Schöner Artikel!  [thumbup] Muss ich mir die Tage nochmal genauer ansehen!

Du hattest fĂŒr die Fotos wohl noch eine helfende Hand?  ;)
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Wie konfiguriert man ein Linux? ==> Geri: From textfiles and mythical codelines of cthulhu

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Offline Warmmilchtrinker

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Re: Diskussion zu Test Antec Three Hundred von WMT
« Antwort #3 am: 02. MĂ€rz 2009, 15:13:19 »
Danke schon mal fĂŒr das Lob. Die helfende Hand war freundlicherweise mein Bruder, sonst hĂ€tte ich die Fotos wohl kaum so gut hinbekommen :)
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Offline Rico

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Re: Diskussion zu Test Antec Three Hundred von WMT
« Antwort #4 am: 02. MĂ€rz 2009, 21:47:44 »
gratuliere! solche Artikel liest man doch gern :) und die fotos sind auch gut gelungen. [doubletumbup]
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Offline Pimok

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Re: Diskussion zu Test Antec Three Hundred von WMT
« Antwort #5 am: 03. MĂ€rz 2009, 15:29:31 »
Ich hab das New Solutions von Antec (welches seit Monaten leer steht...), bin echt ĂŒberascht wie die es hinbekommen, fĂŒr doch verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig Geld so anstĂ€ndige GehĂ€use zu fertigen. Schöner Artikel :) Und schöner Fußboden, was ist das?

Keyboard Error or no Keyboard present.
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Offline Warmmilchtrinker

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Re: Diskussion zu Test Antec Three Hundred von WMT
« Antwort #6 am: 03. MĂ€rz 2009, 18:56:03 »
Ich hab das New Solutions von Antec (welches seit Monaten leer steht...), bin echt ĂŒberascht wie die es hinbekommen, fĂŒr doch verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig Geld so anstĂ€ndige GehĂ€use zu fertigen.

Das dachte ich mir beim Test auch. FĂŒr 50€ klappern andere GehĂ€use, sind billig verarbeitet oder sind nicht durchdacht. Beim Antec hatte ich das GefĂŒhl nicht.

Ach ja, der Fußboden ist Kork, aber die Farbe ist nicht natur. Das ist ein neuen Lack, weil die Naturfarbe durch die starke Sonne bei mir zwischen hellbraun und dunkelbraun schwankte ;)
« Letzte Änderung: 07. Juni 2009, 18:03:08 von Warmmilchtrinker »
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Re: Diskussion zu Test Antec Three Hundred von WMT
« Antwort #7 am: 21. Juli 2010, 15:23:58 »
Vielen Dank  fĂŒr bereits 2155 Klicks  :)
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Re: Test Antec Three Hundred Midi-Tower
« Antwort #8 am: 06. September 2011, 18:32:07 »
Schon 5467 Klicks. Da freue ich mich doch :)
Ist sogar der 3. Treffer bei Google geworden ^^
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Re: Test Antec Three Hundred Midi-Tower
« Antwort #9 am: 06. September 2011, 18:52:31 »
GlĂŒckwunsch  :D

Es kann sogar noch höher hinaus gehen ;) Manche Leute haben es gar geschafft sechs stellige Zahlen einzufahren, wird gemunkelt.  ;D

Gruß

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Re: Test Antec Three Hundred Midi-Tower
« Antwort #10 am: 06. September 2011, 19:37:36 »
Ich glaube, bis dahin gehört das Three Hundred schon lĂ€ngst zum alten Eisen  ;D
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Re: Test Antec Three Hundred Midi-Tower
« Antwort #11 am: 20. April 2014, 19:01:27 »
Wie witzig: Nach fast 3 Jahren klickt man mal wieder in den alten Artikel rein und sieht, dass er bereits ĂŒber 11.200 Mal angeklickt wurde.
Nach dieser langen Zeit sieht man erst, wie viele Leute sich wirklich fĂŒr das GehĂ€use interessiert haben.
Vielen Dank dafĂŒr  ;D [clap] [doubletumbup]
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Offline Peter

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Re: Test Antec Three Hundred Midi-Tower
« Antwort #12 am: 20. April 2014, 21:04:44 »
:)

Du weißt, dass man solche GefĂŒhle hĂ€ufiger haben kann ;D
Gruß

Peter

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Re: Test Antec Three Hundred Midi-Tower
« Antwort #13 am: 20. April 2014, 22:51:51 »
:)

Du weißt, dass man solche GefĂŒhle hĂ€ufiger haben kann ;D

Kommt genug Zeit, kommt Artikel, kommt gutÂŽ GefĂŒhl :D
Aber gerne immer wieder, wenn ich mal wieder was neues kaufen sollte. Vielleicht bei der nĂ€chsten Grafikkarte? Da könnte man eventuell mal wieder eine alternative KĂŒhlmethode mit dem StandardkĂŒhler vergleichen, etwa den Accelero S1 :)
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