Autor Thema: [HT4U Test] ASUS ROG GLADIUS II Gaming Mouse im Test  (Gelesen 1204 mal)

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ASUS ROG GLADIUS II Gaming Mouse im Test
                 



                 

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Offline Drohne

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Re: [HT4U Test] ASUS ROG GLADIUS II Gaming Mouse im Test
« Antwort #1 am: 24. Oktober 2017, 20:10:45 »
Kurz nachdem HT4U den VorgĂ€nger, das Modell ASUS ROG Gladius, getestet hatte, wollte ich meine bis dahin tadellos funktionierende Logitech G9x LASER in rente schicken, weil sich deren Griffschalen (beide!) leider trotz der außerordentlich schweren, haptisch guten Mechanik des Restssystems abgegriffen hatten.

Die Tests auf HT4U verstehen sich, wenn es um Graphikkarten geht, auf besonderem Niveau. So war es fĂŒr mich kein Thema, mich auch in Fragen einer vernĂŒnftigen Maus auf das Urteil der Tester zu verlassen. Ich benutze meine Maus tĂ€glich mehrere Stunden - die Arbeit an Tastatur, Bildschirm und Maus ist mein tĂ€glich Brot. BĂŒromĂ€use und -tastaturen, die als solche explizit angeboten und verkauft werden, sind die Luft nicht wert, die man zum Nennen dieses Neu-MĂŒlls benötigt - also verlagere ich seit den Zeiten der IBM M Tastaturen den Blick auf Profukte dieser QualitĂ€tskategorie, egal in welchem Bereich sie angeboten werden. Es ist bezeichnend fĂŒr den Zeitgeist, daß qualitativ hochwertige EingabegerĂ€te heutzutage im Spielzeugsektor angeboten werden - und nicht mehr dort, wo ernsthaft fĂŒr das tĂ€glich Brot und Produktion gesorgt wird.

Ich will es nicht zu lange machen. Ich bin von dem bei HT4U gemachten QualitĂ€tsurteil nicht nur enttĂ€uscht, ich bin regelrecht schockiert. Eine Maus, die mit rund 80 EUR angeboten wird, deren besonderen Merkmale, "Omron" Taster, gute Verarbeitung und hochwertige Haptik, mit höchster Auszeichnung ErwĂ€hnung finden, muß doch etwas besonderes sein. Oder doch nicht?

Nebeneinander ist die ROG Gladius I, die sich in Gewicht, Haptik und VerarbeitungsqualitĂ€t in nichts von der ROG Gladius II unterscheidet,  im Vergleich zur Logitech G9x LASER eine EnttĂ€uschung. Die plastikhafte Haptik und die geringe Masse sind ebenso negativ zu bewerten, wie die "billig" anmutenden seitlichen Taster und das fĂŒr mich so wichtige Mittelrad. FĂŒr prĂ€zise Positionierungen ist eine hohe Masse - möglichst gerastert (und zudem ungerastert) - notwendig. Hier mutet die ROG Gladius I wie auch die II geradezu billig an, wenn man die G9x Laser zum Vergleich hat.

Den Bock aber schießt ASUS mit der VerarbeitungsqualitĂ€t ab - und diesen Mangel hat man offenbar seither nicht behoben. Die ROG Gladius war bereits einige Zeit auf dem Markt, als HT4U sie testete und ich sie mir dann vor 1 1/2 Jahren kaufte. Meine Logitech war zu dem Zeitpunkt bereits ĂŒber 4 Jahre im harten Dauereinsatz! Auf Amazon waren Kundenbewertungen zu lesen, die bereits nach wenigen Wochen Einsatz das Lösen der seitlichen GummiflĂ€chen bemĂ€ngelten. Das hat sich bei mir auch nach Ablauf der Garantie- und GewĂ€hrleistungszeit eingestellt!

Die Gummimatten sind festgeklebt. Der Kleber scheint nach einer Weile an der Luft einer Auflösungsprozedur zu unterliegen und preßt sich seitlich unter den Gummimatten heraus, so daß man irgendwann mit einem warmen, klebrigen Überzug an den Fingern konfrontiert wird. Die Maus ist nicht mehr benutzbar, wenn der Klebstoff das GehĂ€use benetzt hat und ist scheinbar widerstandsfĂ€hig gegen Spiritus und Seifen.

War ich von den abgegriffenen Griffmulden und -schalen der Logitech enttĂ€uscht, die beide (es sind zwei in der Lieferung gewesen) nach harter Beanspruchung litten, so ist das, was sich ASUS hier gegen viel Geld leistet schlichtweg eine Frechheit und mir ist völlig unverstĂ€ndlich, wie diese Maus (ROG Gladius I) die hohe Bewertung in der Verarbeitung erhalten konnte! Die Gladius II hatte ich jetzt ebenfalls auf dem Tisch. Ein erster Blick zeigte, daß sich am grundsĂ€tzlichen Aufbau nichts geĂ€ndert hat. Und schlimmer noch, die seitlichen Gummimatten/Griffmatten sind scheinbar mit dem selben, zĂ€hen Klebstoff angebracht wie beim VorgĂ€nger. Das gleiche Schicksal kann also diesem Produkt vorausgesagt werden, welches die Variante I nach Einsatz de facto ereilte. Und weil die Foren/Produktbewertungen voll sind von eben diesem klebrigen Mangel ist es fĂŒr mich nicht mehr nachvollziehbar, warum die ROG Gladius II ebenfalls hier die hohe Bewertung fĂŒr die Verarbeitung erhalten hat.

MĂ€use wie eine Logitech 9xLaser oder eine Gladius I liegen auch in GroßstĂ€dten wie Berlin oder hamburg nicht in jeder Auslage mal eben so zum Probieren - weshalb ich mehr noch auf eine sachkundige Bewertung durch Tests verlassen möchte. Aber genau das scheint immer schwieriger zu werden ...
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Offline Peter

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Re: [HT4U Test] ASUS ROG GLADIUS II Gaming Mouse im Test
« Antwort #2 am: 25. Oktober 2017, 19:05:56 »
Also prinzipiell sind MÀuse sicherlich auch etwas vom subjektiven Empfinden abhÀngig, gerade wenn du Dinge wie das Gewicht ansprichst. Darum gibt es ja auch Angaben zum Gewicht selbst.

Die von dir angesprochenen VerarbeitungsmĂ€ngel haben sich hier bislang nicht eingestellt. Die Gladius I ist seit dem Test noch immer tĂ€glich im Betrieb und zeigt diese Ab-/Aufllösungserscheinungen nicht. Ich könnte mir möglicherweise noch einen Reim darauf machen, wenn die Gummierungen regelmĂ€ĂŸig deutlicher UV-Einwirkung ausgesetzt sind. Das kann sich auf die Gummis und den Kleber auswirken und weißt auf MĂ€ngel bei den Materialien hinsichtlich Lichtechtheit auf Dauer hin.

Ich kann dir allerdings sagen, dass ich hier drei Logitech-Bluetooth-MĂ€use der 120 Euro Preisklasse hatte - bei allen drei sind nach 13 bis 18 Monate die Taster ĂŒber den Jordan gegangen. Ein einfacher Klick wurde zum Doppelklick. Eine der MĂ€use litt nach 21 Monaten unter Auflösung der seitlichen Gummis - dabei spreche ich nicht vom Kleber, sondern von den Gummis selbst. Die Gummierungen wurden weich und lösten sich auf.

Damit sind wir am grundlegend angesprochenen Kritikpunkt: Langzeiterfahrung. Dazu kann ein Testmagazin leider keine verlĂ€sslichen Angaben machen, was auch fĂŒr Grafikkarten gilt. Ich denke, du verstehst auf was ich hinaus möchte. Aber in jedem Fall danke fĂŒr diese RĂŒckmeldung. Kann deinen Ärger durchaus nachvollziehen.

Zu den "Kleber-Problemen": kannst du mit Spiritus nie auflösen, du musst Aceton nehmen, damit bekommst du die KleberrĂŒckstĂ€nde weg. Das aber nur ein Tipp am Rande, falls man so etwas retten möchte.
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2017, 19:08:04 von Peter »
Gruß

Peter

 

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