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Einigung zwischen Rambus und der EU-Kommission in Sicht

Wirtschaft | HT4U.net
Seit nunmehr zwei Jahren prüft die EU-Kommission ob das kalifornische Unternehmen Rambus sein marktbeherrschendes Wissen ausgenutzt hat und so deutlich höhere Lizenzgebühren eingefordert hat. Schon die Federal Trade Commission (FTC) hatte ähnliche Vorwürfe erhoben, jedoch letztlich das Verfahren eingestellt. Auch vor der EU-Kommission beteuerte Rambus bisher sich absolut korrekt verhalten zu haben.

Dennoch, so berichtet Heise online, will man sich nun mit der EU-Kommission auf einen Kompromiss einigen. So bietet Rambus der Kommission an, die Lizenzgebühren für die nächsten fünf Jahre verbindlich festzusetzen. So heisst es, dass Rambus 1,5 Prozent für die SDRAM-Typen DDR2, DDR3, GDDR3 und GDDR4 verlangen will, es sei denn das Unternehmen erwirtschaftet weniger als 10 Prozent mit den DDR- und SDR-SDRAMs. Zudem sollen 1,5 Prozent für Speicher-Controller die SDR-SDRAM anbinden fällig werden, sowie 2,65 Prozent für die Speicher-Controller die DDR, DDR2, DDR3, GDDR3 und GDDR4 anbinden. Dieser Prozentsatz soll ab April 2010 auf zwei Prozent gesenkt werden.

Die EU-Kommission entgegnete bisher nur, dass man den Vorschlag prüfen will. Wesentlich interessanter ist jedoch die Frage, weshalb Rambus plötzlich einlenkt. Doch die Kalifornier schweigen sich zu den Hintergründen aus. Ein Grund könnte sicherlich die Angst vor eventuellen Konsequenzen sein, denn die Europäische Kommission hatte in der Vergangenheit nicht selten gezeigt, dass sie recht hohe Strafen verhängt. Dies könnte gerade die Aktien-Anleger des recht kleinen Unternehmen verunsichern.
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