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Details zu Intels Panther Point für das Desktop-Segment

Mainboards | HT4U.net
Der Nachfolger der Sandy Bridge schlägt schon seit einigen Wochen deutliche Wellen und bringt stetig neue Informationen an das Licht. Nun zeichnet man weitere Details zu den kommenden Chipsätzen für die Ivy Bridge, auch bekannt unter dem Codenamen Panther Point.

Für die Ivy Bridge wird Intel insgesamt sechs Chipsätze zur Verfügung stellen, wobei drei im Business-Markt angesiedelt und drei für den Normalverbraucher gedacht sind. Als HighEnd-Chipsätze für den Desktop-Markt setzt Intel die Varianten Z77 und Z55 ein, mehr für die breite Masse soll der H77 sein. Dazu kommen noch die Chipsätze Q77, Q75 und B75 für den Business-Markt.

Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich zu den vorherigen Modellen ist die native Unterstützung von USB 3.0. Bislang war dies für die Intel Chipsätze im Mainstream-Bereich nicht vorgesehen, so dass die Mainboard-Hersteller zu eigenen Lösungen griffen. Neben vier USB-3.0-Ports werden die Chipsätze auch noch zehn USB-2.0-Ports unterstützen. Einzige Ausnahme bildet der B75, welcher zusätzlich lediglich acht USB-2.0-Ports bietet.

Bei der Unterstützung von SATA 6Gbps gibt es keine wirklichen Neuerungen. So werden grundsätzlich alle Chipsätze über sechs SATA-Ports verfügen, wobei jeweils zwei SATA-6Gbps-Schnittstellen sind. Ausnahme bilden hier die Chipsätze B75 und Q75, welche nur einen SATA-6Gbps-Port bieten.

Alle Chipsätze werden die volle Unterstützung für die 16 PCIe-3.0-Leitungen der Ivy-Bridge-Prozessoren bieten, so dass bei allen Varianten ein PCIe-x16-Gerät zum Einsatz kommen kann. Der Z75-Chipstatz wird darüber hinaus auch die Verwendung von zwei PCIe-Geräte mit x8 unterstützen und der Z77-Chipsatz kann ein Gerät mit x8 unterstützen und zwei mit x4.

Mit Panther Point wird Intel auch flächendeckend die Unterstützung ihrer Wireless Display Technologie einführen und damit die kabellose Schnittstelle weiter durchsetzen. Zudem unterstützt man die Bildausgänge DVI, DisplayPort, eDP, HDMI und VGA. Ferner wird Intel die Rapid Start Technologie und die Smart Connect Technologie in die Chipsätze integrieren.

Neben Intels Rapid Storage Technologie, welche RAID 0, 1, 5 und 10 bieten, unterstützen auch alle Chipsätze Audio über HDMI oder DisplayPort. Zudem wird Intel wohl den SSD-Cache, bekannt unter dem Namen Larsen Creek, in alle Varianten mit integrieren. Für die Business-Varianten stellt Intel zusätzlich noch einige Sicherheits- und Management-Features bereit.

Nicht genannt wird hingegen ein etwaiger P77-Chipsatz. Dies ist allerdings nicht wirklich verwunderlich, denn bereits im April diesen Jahres gab es entsprechende Andeutungen, dass Intel sich von Chipsätzen trennen wird, welche nicht die integrierte Grafikeinheit unterstützten.
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