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Deutsche Behörden zeigen weiterhin Interesse an Nutzerdaten von Google

Sonstiges | HT4U.net
Im Rahmen des Transparenzberichts hat Google nun die jüngsten Zahlen vorgelegt und damit auch veröffentlicht, dass die Behörden weiterhin ein hohes Interesse an den Daten der Nutzer haben. Erstmals offenbarte das Unternehmen auch, welche rechtliche Grundlage für das jeweilige Auskunftsersuchen genutzt wurde.

Weiterhin bleibt die USA mit 8438 Fällen absoluter Spitzenreiter bei den Anfragen. Dabei wurde in 88 Prozent der Fälle zumindest ein Teil der Daten weiter gegeben. Danach folgt Indien mit 2431 Anfragen, Frankreich mit 1693 Anfragen und Deutschland mit 1550 Anfragen. Den deutschen Behörden wurden allerdings in lediglich 42 Prozent der Fälle eine Auskunft erteilt. In der zweiten Jahreshälfte 2012 waren es insgesamt 21.389 Anfragen, im ersten Halbjahr waren es mit 20.938 Anfragen etwas weniger.

Doch die gestiegene Anzahl der Anfragen, was auch für deutsche Behörden gilt, ist nach Ansicht der Experten von Google vor allem dem wachsenden Zuspruch der Dienste geschuldet. So heißt es, dass die Dienste immer häufiger genutzt werden, was auch automatisch dazu führt, dass das Interesse der Behörden nach entsprechenden Nutzerdaten steigt.

Weiterhin zeigt der aktuelle Bericht auch die Rechtsgrundlage für die Anfragen, zumindest für die USA. Hier wurde die Anfrage in 5784 Fällen auf behördliche Anordnung nach dem Electronic Communications Privacy Act (ECPA) gestellt. Dies bietet sich für die Verfolgungsbehörden in den USA an, da hier kein Richter der Anordnung eine Kontrolle unterzieht. Die richterlicher Anordnung im Rahmen eines Durchsuchungsbefehls erfolgte lediglich in 1896 Fällen. In 758 Fällen wurde die Auskunft durch einen Gerichtsbeschluss oder insbesondere auch durch richterliche Anordnung in einem Verfahren verlangt.
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