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WhatsApp will telefonieren - Nutzer werden skeptisch

Mobile | HT4U.net
Die Übernahme des Messaging-Dienstes WhatsApp durch das soziale Netzwerk Facebook beherrscht auch in der Woche des Mobile World Congress (MWC) die Medien. So nutzen die Verantwortlichen die Veranstaltung in Barcelona, um über neue Pläne zu berichten. Währenddessen äußern immer mehr Anwender ihre Zweifel zur Nutzung des Dienstes.

Bislang war WhatsApp vor allem ein Ersatz für SMS und konnte hier in den vergangenen Jahren immer weiter punkten, da auch das Versenden von Bildern und kurzen Sprachnachrichten möglich ist sowie Gruppenchats den Nutzern das Leben erleichtern. Mit der neuen Mutter Facebook im Rücken soll es jetzt auch um richtige Telefonie gehen.

Dies kündigte der Mitgründer Jan Koum im Rahmen der MWC in Barcelona an und erläuterte weiter, dass die Anwendung bis zum Ende dieses Jahres eine neue Sprachfunktion bekommen soll. Die Details dieses Vorhabens sind noch nicht bekannt, und damit bleibt auch die Frage offen, ob damit die klassische Telefonie über das Smartphone* anvisiert wird.

Nutzer sehen Übernahme skeptisch

Darüber hinaus betont Koum, dass bei WhatsApp alles so bleiben soll, wie es ist. Damit versucht der Manager, die Wogen zu glätten, welche die Übernahme durch Facebook ausgelöst hat. Doch die Nutzer sind skeptisch, und die Zweifel scheinen zu wachsen.

Dies zeigt beispielsweise eine Umfrage von Advise, welcher diese in Zusammenarbeit mit Respondi erstellt hat. Dabei wurden am 20. und 21. Februar 1.012 WhatsApp-Nutzer befragt, wie diese nach der Übernahme von WhatsApp durch Facebook zu dem Dienst stehen.

Dabei sprachen sich 5 Prozent der Befragten klar gegen die weitere Nutzung von WhatsApp aus, und weitere 25 Prozent ziehen einen Wechsel zu einem anderen Dienst in Erwägung. 19 Prozent der Befragten waren sich bei der Frage nicht ganz sicher, und rund 52 Prozent gaben an, dass sie WhatsApp in Zukunft wahrscheinlich oder sicherlich weiternutzen werden.

Bild: WhatsApp will telefonieren – Nutzer werden skeptisch

Deutlich mehr Kritik üben die Datenschützer und stoßen dabei vor allem auch den Hinweis auf die Frage nach der Finanzierung der Übernahme an. Die Alternativen sind da, doch noch nicht einmal eine Woche nach Bekanntgabe der Übernahme zeigt sich bereits, wie schwer die Etablierung anderer Dienste ist. Zu bequem zeigt sich der normale Nutzer und spielt Hinweise zum Datenschutz mit der Anmerkung "Ich schreib eh nichts Wichtiges über WhatsApp." herunter. Dennoch scheinen die Anwender sich immer mehr Gedanken zu machen, ob es nicht doch eine alternative Lösung gibt.
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