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Microsoft: Cloud und Surface stark, Windows und Smartphones schwach

Wirtschaft | HT4U.net
Für Microsoft endete am 31. März bereits das dritte Quartal des fiskalischen Jahres 2015. Während das Cloud-Geschäft massiv gewachsen ist, sorgt der einstige Umsatzgarant Windows für Ernüchterung. Deutliche Zuwächse verzeichnete zudem Xbox Live, und auch der Verkauf der neuen Surface-Modelle hat sich positiv entwickelt. Ein Sorgenkind bleiben die Smartphones, denn trotz attraktiver Einstiegsmodelle sind Verkaufszahlen und Umsatz in diesem Segment weiter rückläufig.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte Microsoft seinen Umsatz um 6,50 Prozent auf 21,729 Milliarden US-Dollar (Q3/2014: 20,403 Milliarden US-Dollar) ausbauen, doch der operative Gewinn (GAAP) ist um 5,45 Prozent auf 6,594 Milliarden US-Dollar (Q3/2014: 6,974 Milliarden US-Dollar) geschrumpft. Der Gewinn je Aktie (GAAP) rutschte sogar um 10,29 Prozent auf 0,61 US-Dollar (Q3/2014: 0,68 US-Dollar) ab. Hierbei macht Microsoft Restrukturierungskosten in Höhe von 190 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,01 US-Dollar je Anteil geltend, welche für die Integration von Nokias Gerätesparte aufgewendet wurden. Um die Investoren bei der Stange zu halten, investierten die Redmonder im vergangenen Quartal rund 7,5 Milliarden US-Dollar in Aktienrückkäufe und Dividenden.

Die Geräte- und Endkundensparte (Devices and Consumer) konnte ihren Umsatz um acht Prozent auf 9,0 Milliarden US-Dollar steigern. Zu den Zugpferden gehörten Office 365, das seine Benutzerzahlen sequenziell um 35 Prozent auf über 12,4 Millionen steigern konnte, und die Suchmaschine Bing, deren Werbeumsatz um 21 Prozent gewachsen ist. Für Xbox Live meldet Microsoft ein Wachstum von 30 Prozent, und die Surface-Tablets konnten ihren Umsatz um 44 Prozent auf 713 Millionen US-Dollar verbessern. Der mit Telefonen erzielte Umsatz lag nur noch bei 1,4 Milliarden US-Dollar nach 2,3 Milliarden und 2,6 Milliarden in den beiden vorausgegangenen Vierteljahren. Insgesamt konnte Microsoft im dritten Quartal lediglich 8,6 Millionen Lumias verkaufen. Windows schwächelt ebenfalls: Der Umsatz der OEM-Versionen ist um 19 (Pro) beziehungsweise 26 Prozent (Non-Pro) eingebrochen.

Mit Unternehmenskunden erzielte Microsoft einen Umsatz in Höhe von 12,8 Milliarden US-Dollar, ein Plus von lediglich 5 Prozent. Der Verkauf von Volumenlizenzen für Windows ist um 2 Prozent eingebrochen, und einen ebenso hohen Rückgang verzeichnen die Office-Produkte. Letzteres liegt auch an der Migration zu Office 365 und den Cloud-Diensten, welche ein Umsatzwachstum von 106 Prozent verzeichneten. Inzwischen generieren die Redmonder mit ihren Cloud-Angeboten einen Umsatz von rund 6,3 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Wichtig bleiben aber auch die Server-Produkte und -Dienste, welche ein Umsatzplus von 12 Prozent verbuchen konnten. Gefragt waren insbesondere die Premiumversionen der Windows Server, System Center Server und SQL Server, denn für diese vermeldet Microsoft eine Steigerung um 25 Prozent.

Autor: mid
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