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AMD Fury X - Besserung beim Pumpenfiepen

Grafik | HT4U.net
Mit der Vorstellung der Radeon R9 Fury X präsentierte AMD eine neue High-End-Grafikkarte mit Stärken und Schwächen. Neben einer guten Performance auf der Habenseite war auf der Sollseite vorrangig das Geräusch der Wasserpumpe des AiO-Kühlers zu bemängeln. AMD kündigte Besserung bei den Modellen für die Endkunden an. Ein solches Modell haben wir uns nun besorgt und neu vermessen.

Es war schon höchst verwunderlich, dass AMD Fury X der Presse mit einem solchen Manko als Testmuster vorlegte, schließlich sollte die Vorstellung ein voller Erfolg werden. Stattdessen erhielt man praktisch überall Schelte, ging es um die Bewertung der Geräuschkulisse. Dieses Mal galt die Kritik aber nicht einem zu lauten Lüfter – ganz im Gegenteil, denn dieser erhielt sogar Lob –, sondern vielmehr auf einen hochfrequenten Fiepton. Mittels unserer Spektralanalyse ist dieser sehr genau im 2-kHz-Bereich nachzuweisen und geht ganz offensichtlich von der Wasserpumpe selbst aus.

Die eigentlichen Gründe für dieses Verhalten hat dann gar ein mutiger Anwender herausgefunden, welcher in aufwendiger Bastelarbeit den Kühleraufbau und die Pumpeneinheit zerlegte und zwei nicht gut vergossene Drosseln vorfand.

AMD hat sich zu den Problemen bislang mehr oder minder bedeckt gehalten. Man teilte lediglich mit, dass der Umstand bei Karten für die Endkunden nicht mehr vorliegen werde. Das ist nun knapp einen Monat her. Die Radeon R9 Fury X leidet immer noch unter einer relativ schlechten Verfügbarkeit und ist bei den Händlern häufig ausverkauft. Wir haben ein aktuelles Modell geordert, um zu prüfen, wie es heute um die Geräuschkulisse bestellt ist.

Nach unseren neuen Messungen mit einem PowerColor-Fury-X-Modell können wir leichte Entwarnung geben.

Bild: AMD Fury X – Besserung beim Pumpenfiepen
Bild: AMD Fury X – Besserung beim Pumpenfiepen
Spektralanalyse erste Charge Spektralanalyse zweite Charge


Das Fiepgeräusch ist zwar prinzipiell noch vorhanden, allerdings in deutlich abgeschwächter Form. Auf dem offenen Teststand können wir das Geräusch weiter problemlos ausmachen, in einem sehr leisen, geschlossenen Gehäuse geht der Ton mittlerweile aber unter. Ob AMD aktuell an neuen Pumpenversionen arbeiten lässt, welche gänzlich ohne Fiepton daherkommen, ist uns bis dato nicht bekannt.

Beim eigentlichen Schalldruck beziehungsweise der Lautheit hat sich hingegen nichts geändert. Im Idle-Betrieb und unter Spielen bewegt man sich in den meisten Fällen um 20 dB(A) beziehungsweise 1,3 sone. Bei absoluten Worst-Case-Szenarien trafen wir auch schon etwa 22 dB(A) beziehungsweise 1,8 sone an. Im Ergebnis also sehr gute Werte für eine High-End-Grafikkarte.

AMDs Radeon R9 Fury X wurde mit einem offiziellen Verkaufspreis von 699 Euro ausgelobt. Die günstigsten verfügbaren Modelle liegen aktuell im Preisbereich von rund 725 Euro.
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