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Betrugsvorwürfe gegen TV-Hersteller - Angaben zum Energieverbrauch werden geschönt

Multimedia | HT4U.net
Nach dem VW-Skandal zu geschönten Abgaswerten kommen nun Vorwürfe gegen eine andere Branche auf. Angeblich sollen manche TV-Hersteller mit Erkennungsroutinen zum Standardtestfilm antreten, um so bessere Testwerte beim Energieverbrauch erreichen zu können.

Berichten des Magazins The Guardian zufolge will die EU-Kommission Ermittlungen gegen TV-Hersteller anstellen, welche zeigen sollen, ob diese Testbetrug bei der Ermittlung des Energieverbrauchs ihrer Gerätschaften betreiben. Laut dem Bericht hätten sich Geräte in einem späteren Labortest anders verhalten, als zum Zeitpunkt offizieller Messungen.

ComplianTV habe hier Labortests angestellt und die Vermutung ausgesprochen, dass die TV-Geräte eine Standardtestprozedur erkennen können und durch gewisse Mechanismen das Verhalten (Absenkung der Bildschirmhelligkeit) für den Stromverbrauch dann anpassen. Die Laboruntersuchungen wurden bislang aber weder veröffentlicht noch sei die Vermutung bis dato zu beweisen.

Bei den offiziellen Messungen der IEC (International Electronic Commission) kommt ein Standardfilm der IEC zum Einsatz, welchen die Gerätschaften möglicherweise als Test erkennen. Obgleich wohl keine Namen im Bericht genannt wurden, bezieht Samsung in einem Blogeintrag zu Motion Lightning Stellung und weist (nicht erhobene) Vorwürfe zurück.

Süffisant: ZDNet berichtet zudem von einem Vorfall in Australien, in welchem ein Kühlschrank unter Testbedingungen in einen Stromsparmodus gewechselt sein soll. Es scheinen also durchaus einige Sparten verschiedenster Industriezweige darauf bedacht zu sein, sich bei Werten zu ihrem Energieverhalten besser darzustellen, als dies im Alltag der Fall ist.
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