Nachrichten

Möglicher Zusammenschluss der PC-Sparten von Fujitsu, Toshiba und Vaio

Wirtschaft | HT4U.net
Der PC-Absatz ist im Jahr 2015 weiter gefallen. Dies trifft insbesondere die japanischen Hersteller, die darüber hinaus mit einer schwachen Binnenkonjunktur sowie mit hausgemachten Problemen wie umfangreichen Bilanzmanipulationen zu kämpfen haben. Für Vaio, Toshiba und Fujitsu scheint der letzte Ausweg eine Zusammenlegung des PC-Geschäfts zu sein.

Fujitsu hat 2009 das Joint-Venture Fujitsu Siemens Computers (FSC) übernommen und verfügt somit bereits über Erfahrungen bezüglich der Zusammenarbeit mit einem anderen PC-Hersteller. FSC hat sich über zehn Jahre auf dem Markt gehalten, war Siemens am Ende aber nicht mehr lukrativ genug. Sony verkaufte seine PC-Sparte im Jahr 2014 an die Investment-Firma "Japan Industrial Partners Inc." (JIP), hieraus ging Vaio hervor. Bisher ist dieses Unternehmen aber fast nur auf dem japanischen Markt präsent. Toshiba hat seine Geschäftszahlen in den Jahren 2008 bis 2014 mit umfangreichen Bilanzmanipulationen geschönt. Als diese Praxis dann aufflog, bescherte sie dem Unternehmen tiefrote Zahlen.

Laut DigiTimes mehren sich nun die Zeichen für eine Zusammenarbeit der drei Firmen im PC-Bereich. So soll Toshiba den Auftragsfertiger Pegatron angewiesen haben, die Produktion von 300.000 bereits bestellten Notebooks anzuhalten. Toshiba hat 2015 gut die Hälfte seiner Notebooks bei Pegatron fertigen lassen, während Vaio und Fujitsu primär auf den Mitbewerber Quanta setzen. DigiTimes schließt hieraus, dass die Verhandlungen zwischen den drei Firmen weit fortgeschritten sind und Toshibas PC-Sparte vermutlich abgestoßen wird. Zusammen halten Vaio, Toshiba und Fujitsu knapp ein Drittel des japanischen Notebook-Marktes.

Autor: mid
[]







Stichworte zur Meldung: Toshiba Fujitsu Von Pc-sparten Der Zusammenschluss Und Vaio