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Computex: Rucksack-PCs für Virtual Reality

Grafik | HT4U.net
Die VR-Welle soll den PC wieder modern machen und die fallenden Absatzzahlen umkehren. Allerdings mangelt es in der virtuellen Realität an Bewegungsfreiheit, wenn die Brille über ein dickes Kabel mit dem Rechner verbunden sein muss. Dies hat Hersteller wie Gigabyte, HP, MSI und Zotac auf eine sonderbare Idee gebracht: den Rucksack-PC.

Hierbei handelt es sich nicht um ein Notebook, das in eine spezielle Tasche gezwängt wird, um dann im VR-Betrieb kurz vor sich hin zu köcheln, bevor nach wenigen Minuten der Akku schlapp macht, sondern um mobile Desktop-Systeme mit einer deutlich größeren Bauhöhe, welche eine effiziente Kühlung sowie die Unterbringung leistungsstarker Batterien ermöglicht. Besonders passend sind solche Rucksack-PCs für Weltraumsimulationen, denn der Rechner wirkt auf den ersten Blick wie die Sauerstoffversorgung eines Astronauten.

Bild: Computex: Rucksack-PCs für Virtual Reality
In MSIs Rucksack-PC stecken ein Intel Core i7 aus der Skylake-Familie, NVIDIAs GeForce GTX 980 sowie ausreichende Akkukapazität für 90 Minuten VR-Vergnügen. Danach ist eine Aufladepause für Rechner und Benutzer angesagt, denn ein Gewicht von 5 kg will bei bewegungsintensiven Spielen erst einmal gestemmt werden. Laut MSI lässt sich die Grafikeinheit austauschen – offenbar ist ein Upgrade auf NVIDIAs GeForce GTX 1080 in Vorbereitung -, und auch die Batterie kann man wechseln.

Es gibt auch einen Stromanschluss für die Breakoutbox der HTC Vive. Und wenn man gerade nicht in virtuellen Welten weilt, kann man den Rucksack-PC auch als normalen Desktop-Rechner verwenden. Die Markteinführung ist für Ende 2016 geplant, und der Preis ist noch ein großes Geheimnis. Insgesamt ein sehr skurriles Konzept, aber irgendwie auch ein heißes Teil!

Autor: mid
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