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Nintendo lässt die Pokémon-Blase platzen

Spiele | HT4U.net
Der Hype um die Smartphone-App "Pokémon GO" hat nicht nur Millionen von Stubenhockern ins Freie getrieben, sondern auch die Investoren aufgescheucht. Wie die Bekloppten stürzten sich Anleger auf die Wertpapiere des zuvor weitgehend ignorieren Konsolenherstellers Nintendo und verdoppelten dessen Börsenwert. Jetzt gab es ein böses Erwachen.

Abermillionen an aktiven Spielern bedeuten nämlich keinesfalls Abermilliarden an zusätzlichen Einnahmen – insbesondere wenn das Spiel nicht von Nintendo selbst stammt und die Rechte bei The Pokémon Company liegen. Die App wurde nämlich vom US-Studio Niantic entwickelt, und Nintendo hält auch nur 32 Prozent der Stimmrechte von The Pokémon Company. Da die Einnahmen von The Pokémon Company in Form der Equity-Methode bilanziert werden, wird "Pokémon GO" auf Nintendos Jahresergebnis nur einen geringen Einfluss haben. Schlimmer noch: Die zu erwartenden Gewinne aus den Lizenzen und dem Verkauf des geplanten Peripheriegeräts "Pokémon GO Plus" hatte Nintendo bereits in seiner Prognose vom 27. April 2016 berücksichtigt.

Die Börse in Tokio reagierte heute prompt: Nintendos Pokémon-Blase ist zerplatzt und der Kurs um 17,71 Prozent eingebrochen. Mit 28.220 Yen war das Papier ins Wochenende gegangen, heute zur Eröffnung lag der Kurs nur noch bei 23.720 Yen, und jetzt sind es gerade einmal 23.220 Yen.

Autor: mid
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