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Nur noch Frankfurt und Kiew bleiben erhalten

Crytek will sich neu ausrichten und Standorte schließen

Wirtschaft | HT4U.net
Die letzten Woche hörte man vom Spiele-Spezialisten Crytek leider keine guten Nachrichten. Erneut war die Rede von ausstehenden Gehältern bei den Angestellten und zwar Standortübergreifend. Nun meldet sich der Hersteller erstmals öffentlich zu Wort und erklärt, dass sich das Unternehmen neu ausrichten wird. Aber auch vom Wegfall von Standorten ist die Rede.

In einer Pressemitteilung, in welcher das Unternehmen Crytek allerdings nicht auf die finanzielle Situation näher eingeht, spricht man eine Neuausrichtung der Firma an. Man möchte sich auf Kernkompetenzen konzentrieren, allen voran auf die hauseigene Cryengine. Das soll allerings nur noch mittels zwei Standorten erfolgen und zwar der Hauptniederlassung in Frankfurt/Main und einer weiteren Zweigniederlassung in Kiew. Die Pressemitteilung gibt unterdessen keine Auskünfte darüber, was mit den weiteren sechs Niederlassungen geschehen wird, sondern spricht darüber, dass man Dinge in Gang gesetzt habe um Arbeitsplätze zu erhalten.

Der Fokus liege nun ausschließlich auf den Kernkompetenzen, worunter der Firmenchef qualitativ hochwertige Mitarbeiter, innovative Spieleentwicklung und Techniken auf höchstem internationalen Niveau versteht. Auf Details geht man aber auch hier nicht weiter ein und bleibt insgesamt schwammig.

Doch irgendwas muss in den vergangenen Tagen geschehen sein, denn laut manchen Berichten seien Zwischenzeitlich wieder Gehälter ausgezahlt worden. Kotaku will unterdessen in Erfahrung gebracht haben, dass Crytek den in der Entwicklung befindlichen Nachfolger des Free-to-Play-Shooter Warface, inklusive des Markennamens an Mail.ru verkauft habe. Möglicherweise stammt aus diesen Quellen frisches Kapital. Schon einmal hatte sich Crytek neu ausrichten wollen und seinerzeit seinen Fokus auf Free-to-Play-Spiele gelegt. Sonderlich erfolgreich war man dann hiermit allerdings nicht.

Man darf gespannt sein, wie es nach der erneuten Fokussierung mit dem Unternehmen weitergehen wird.
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