Nachrichten

Deutsche Organisation als Richter:

Facebook gegen Fake News

Internet | HT4U.net
Besonders in den vergangenen Wochen waren Fake News auf Facebook ein großes Thema. Hauptsächlich Politikern wurden ganze Sätze im Mund herum gedreht oder aus dem Zusammenhang gerissen. Zu den beliebtesten Themen der Falschmeldungen in Deutschland zählt, laut einer Analyse des Medienkonzerns Buzzfeed , Angela Merkel. Da Facebook bisher nahezu nichts gegen Falschnachrichten unternahm, konnten sich diese dort ungehindert ausbreiten. Damit soll jetzt Schluss sein.

Facebook will nun einen Knopf einfügen, welcher es Nutzern erlaubt, vermeintlich falsche Nachrichten zu melden. Ab einer gewissen Anzahl an Meldungen soll sich dann eine Jury des Beitrags annehmen und ein Urteil fällen. Kommt man zu dem Schluss, dass es sich um eine Falschmeldung handelt, wird diese entsprechend gekennzeichnet mit einem Verweis auf Berichte mit tatsächlichen Fakten. Aber wer entscheidet nun letztendlich über die Echtheit von Beiträgen?

Im deutschsprachigen Raum widmet sich (hoffentlich mit deutscher Gründlichkeit) die Organisation Correctiv aus Essen dieser Aufgabe. Doch warum ausgerechnet eine junge, kleine Organisation? Correctiv berichtet frei und unabhängig. Die Finanzierung läuft rein über Spenden und Mitgliedsbeiträge. Laut eigenen Angaben fließt ein Großteil der finanziellen Mittel in "aufwendige und investigative Recherchen, die sich viele Medien heute kaum noch leisten können".

Laut Geschäftsführer David Schraven sei man mit dem Anti-Fake-News-Konzept zurzeit in einem Betatest. Correctiv setzt aber auch noch, unabhängig von Facebook, auf einen anderen Bereich: Medienkompetenz. Man will erreichen, dass Nutzer zukünftig lernen, wie sie beim Sammeln von Informationen falsche von richtigen unterscheiden können. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Reporterforum.
[]







Stichworte zur Meldung: Recherchezentrum Correctiv News Fake Facebook