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Aktuelle Prozessoren sollen Windows 10 nutzen

Zwangs-Update: Microsoft verhängt Update-Sperre für Windows 7 und 8.1 bei neuen CPUs

Prozessoren | HT4U.net
Microsoft will Windows 10 mit aller Macht in den Markt drücken, doch noch scheuen viele Benutzer den Umstieg. Das gewohnte Windows 7 läuft schnell genug, kommt auch mit älteren Geräten gut zurecht und wird noch bis 2020 mit Sicherheits-Updates versorgt. Letzteres gilt allerdings nur, wenn man auf aktuelle Prozessoren wie AMDs "Bristol Ridge" und Intels "Kaby Lake" verzichtet.

Eigentlich soll Windows 7 noch bis zum 14. Januar 2020 mit Sicherheits-Updates versorgt werden, und für Windows 8.1 enden die monatlichen Patchdays sogar erst am 10. Januar 2023. Eigentlich, denn neben der Software muss auch die Hardware so lange durchhalten. Wer mit dem Wechsel auf eine aktuelle CPU-Generation liebäugelt, wird beim Update indes mit einer Fehlermeldung konfrontiert:
    "Nicht unterstützte Hardware
    Ihr PC verwendet einen unter dieser Windows-Version nicht unterstützten Prozessor, weshalb Sie keine Updates erhalten."

Wie Microsoft in einem Support-Dokument vom 13. März 2017 erklärt, benötigen neue Prozessorgenerationen auch die neueste Windows-Version. So werden Intels Core-Prozessoren der siebten Generation (Kaby Lake), AMDs APU-Baureihe "Bristol Ridge" und Qualcomms 8996 ausschließlich von Windows 10 unterstützt. AMDs Ryzen wird zwar nicht genannt, teilt sich die Plattform aber mit "Bristol Ridge" und wird vermutlich ebenfalls betroffen sein. Und das bedeutet keineswegs, dass der Benutzer lediglich auf etwas Leistung verzichten muss, sondern dass er auch von weiteren Sicherheits-Updates ausgeschlossen wird:
    "Aufgrund der Art und Weise, wie diese Supportrichtlinie implementiert wird, können Geräte unter Windows 8.1 oder Windows 7 mit einem Prozessor der siebten Generation (oder neuer) möglicherweise nicht mehr Updates über Windows Update oder Microsoft Update suchen bzw. herunterladen."

Der einzige Ausweg besteht laut Microsoft in einem Upgrade auf Windows 10. Ob das Einspielen von Offline-Updates eine Alternative darstellen könnte, lässt Microsoft offen.

Bereits im Januar 2016 hatte Microsoft diesen Schritt für Systeme auf Basis der sechsten Core-Generation (Skylake) angekündigt. Einzig jene Computermodelle, bei denen der OEM-Hersteller bei der Validierung neuer Updates mitwirkt und entsprechende Treiber für Windows 7 und 8.1 bereitstellt, sollten noch bis zum 17. Juli 2017 mit Aktualisierungen versorgt werden. Im August 2016 verlängerte Microsoft die Update-Versorgung der Skylake-Systeme bis zum 17. Juli 2018. Zugleich stellten die Redmonder klar, dass die Skylake-PCs auch danach noch kritische Flicken erhalten werden, und zwar bis zum offiziellen Support-Ende von Windows 7 bzw. Windows 8.1. Warum diese Strategie für die neuesten CPU-Generationen gekippt wurde, bleibt indes Microsofts Geheimnis.

Autor: mid
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