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SegFault-Bug seit März bekannt

Ryzen-CPU-Fehler unter Linux von AMD bestätigt

Prozessoren | HT4U.net
Schon Ende März wurde AMD ein Fehlverhalten der neuen Ryzen-Prozessoren unter Linux gemeldet. Unter hoher Prozessorlast können Kompilierungsversuche mit "Segmentations Faults" (SegFaults) scheitern. Nun wurde das Problem erstmals von AMD bestätigt, seitens Heise hat man die Fehler nachstellen können.

Der von einem AMD-Mitarbeiter inzwischen bestätigte Fehler taucht nur unter Linux auf, und betroffen sind bislang nur die Ryzen-Prozessoren auf AM4-Plattformen. Dabei soll das Auftreten des Fehlers Mainboard-unabhängig sein, also auf allen AM4-Plattformen zum Vorschein treten, während Windows von diesen Problemen nicht betroffen sei. Heise hat inzwischen die Probleme nachstellen und bestätigen können und stellt Linux-Anwendern ein passendes Skript zur Verfügung, um den Fehler reproduzieren zu können.

Unterdessen hat AMD allerdings auch darauf hingewiesen, dass die kommenden Prozessoren der Ryzen-Threadripper-Familie (in anderen Sockeln und Mainboards) nicht von dem Fehler betroffen seien. Das bestätigt Heise mehr oder minder in der Prüfung mittels der AMD-Server-CPUs (AMD EPYC), bei welchen das Problem nicht nachzustellen war.

AMD arbeitet aktuell mit einer Gruppe von betroffenen Anwendern zusammen, um das Problem beseitigen zu können, zeigt sich derzeit aber optimistisch, dass dies möglich sei. Kleinere Prozessorfehler traten in der Vergangenheit immer wieder bei allen CPU-Herstellern auf und werden meist mittels Microcode-Updates über neue Mainboard-BIOS-Versionen gelöst. Etwas traurig ist, dass die schon vor fünf Monaten gemeldeten Probleme erst jetzt angegangen werden.
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