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Coffee Lake rüttelt an den Toren

Erste Benchmarks zeigen starke Leistung für Intel Core i7-8700K und i5-8600K

Prozessoren | HT4U.net
Nach bisherigen Informationen wird Intel seine neue CPU-Familie Coffee Lake alias Core ix-8000 in der kommenden Woche vorstellen. Vereinzelte Benchmarks sind bereits vor Tagen durchgesickert, dieses Mal finden sich dann aber gleich drei komplette Reviews im Web ein, welche den neuen Core i5-8600K und Core i7-8700K betrachten und erhebliche Mehrleistung bescheinigen.

Die eigentliche Antwort auf AMDs Ryzen-Prozessoren sollte Intels Skylake X und dort eben der Core i7-7800X darstellen. Doch die Leistung passte genauso wenig wie die Preisgestaltung inklusive der neuen Plattform. Was vor einigen Wochen nicht gelang, will Intel nun im Consumer-Segment mit der neuen Coffee-Lake-Generation erreichen, und die ersten Benchmarks seitens Expreview, Lab501 und PCOnline deuten darauf hin, dass dies auch gelingt. Festhalten muss man allerdings, dass man sich in allen Fällen stark an synthetischen Applikationen oder Benchmarks orientierte, welche von Mehrkernern profitieren, und hier liegt eben auch die Änderung, denn Intels Core i7-8700K und Core i5-8600K treten im Consumer-Bereich nun erstmals mit sechs CPU-Kernen an. Damit ist nur logisch, dass ein Intel Core i7-7700K mit vier Kernen aus dem bisherigen Consumer-Segment das Nachsehen hat.

Der Core i5-8600K schlägt bei Lab501 den i7-7700K gar um knappe 3 Prozent, bei PCOnline unterliegt er um rund 9 Prozentpunkte. Der i5-7600K liegt allerdings bei Lab501 satte 30 Prozent zurück. Der i7-8700K zeigt sich bei Expreview um 29 Prozent schneller als der i7-7700K, bei Lab501 um 41 Prozent, und bei PCOnline sind es sogar 49 Prozent Mehr-Performance. In diesen Betrachtungen wird dann auch AMDs Ryzen 7 1800X knapp geschlagen, welcher mit acht CPU-Kernen antritt. Aber auch der relativ neue Intel Core i7-7800X hat im Vergleich nicht viel zu lachen und wird ebenfalls klar geschlagen, trotz sechs CPU-Kernen. Expreview hat sich auch der Pro-MHz-Leistung von i7-7700K, i7-7800K und i7-8700K angenommen. Die Prozessoren wurden dabei auf 4,5 GHz übertaktet, und der i7-7800X zeigte sich 31 Prozent schneller als der i7-7700K, der i7-8700K gar 34 Prozent schneller.

Spannend bleibt die Preisgestaltung der kommenden Coffee-Lake-Modelle, da die Zugewinne gegenüber dem Ryzen R7 1800X* und dem Ryzen R5-1600X* nicht so enorm sind bzw. der Core i5-8600K dort gar knapp unterliegt. Somit müsste sich Intel durchaus preislich attraktiv aufstellen, zumal erneut ein neues Mainboard benötigt wird, welches einen umgelabelten Z270-Chipsatz trägt und praktisch keine Neuerungen bietet – den Preis also unnütz in die Höhe treibt. Bislang ist AMD mit den Ryzen-Modellen gelungen, was man versprach: Man hat den Markt umgekrempelt. So sind wir sehr auf die Vorstellung der neuen Intel-Modelle gespannt.
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