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Preis bei 499 Euro, wie bei der Xbox One zum Start

Xbox One X startet in den Handel

Spiele | HT4U.net
Microsoft hat seiner Xbox One eine 4K-Frischzellenkur verpasst: Moderne Anschlüsse, mehr Rechenleistung, mehr Grafikleistung, mehr gemeinsamer Arbeits- und Grafikspeicher mit viel höheren Transferraten, dazu ein UHD-Blu-ray-Laufwerk. Das alles hat allerdings seinen Preis, nämlich 499 Euro. Zu diesem Kurs war 2013 allerdings auch die erste Xbox One gestartet.

Schnellere Prozessorkerne

Die APU (Scorpio-Engine) der Xbox One X nutzt wieder den 16-nm-Prozess von TSMC, welcher seit der 2016 eingeführten Xbox One S zum Einsatz kommt. Die erste Generation der Xbox One war 2013 mit einem 28-nm-Chip gestartet. Aus AMDs Jaguar-Design mit fünf Milliarden Transistoren ist allerdings ein "Jaguar Evolved" mit sieben Milliarden Schaltungen geworden. Abermals gibt es acht CPU-Kerne, doch deren Takt wurde um knapp ein Drittel von 1,75 auf 2,30 GHz angehoben.

Deutlich mehr Grafikleistung

Das ist schon ganz ordentlich, doch der Leistungssprung bei der Grafik ist noch viel deutlicher: Statt 12 gibt es nun 40 Radeon-Compute-Units, 32 statt 16 ROPs und 160 statt 48 TMUs. Der Takt der Compute-Units wurde auf 1.172 MHz angehoben, verglichen mit der ersten Xbox One bedeutet dies eine Steigerung um 37,4 Prozent sowie eine Verbesserung um 28,2 Prozent zur Xbox One S. Architektonisch springt die GPU von GCN 2 (Sea Islands) auf GCN 4 (Polaris).

Endlich GDDR5

Beim kombinierten Arbeits- und Grafikspeicher hat sich Microsoft von der mäßig schnellen Kombination aus 8 GiB DDR3-2133 und 32 MiB eSRAM verabschiedet und verbaut stattdessen 12 GiB GDDR5-Speicher mit 6,8 GHz (effektiv: 1,7 GHz) und einer 384 Bit breiten Anbindung. Hierdurch steigt die Speicherbandbreite von 68,3 auf 326 GB/s. Zuvor konnte lediglich der mit 32 MiB sehr klein geratene eSRAM-Speicher mit 204 bzw. 218 GB/s genutzt werden.

UHD-Blu-ray und HDMI 2.0b

Einen echten Mehrwert stellt das integrierte UHD-Blu-ray-Laufwerk dar. In Kombination mit dem HDMI-2.0b-Ausgang der Xbox One X lassen sich 4K-Blu-rays mit 2.160p bei 60 Hz abspielen. Hängt die Konsole an einem Full-HD-Bildschirm, wird das 4K-Bild heruntergerechnet, wobei zumindest eine Kantenglättung entsteht. HDR10 zur Darstellung von 10 Bit Farbtiefe im Farbraum Rec. 2020 und AMDs FreeSync-Technologie werden ebenfalls geboten.

Tonformate und HDMI-Eingang

Neben der PCM-Ausgabe auf 2.0-, 5.1- sowie 7.1-Kanälen beherrscht die Xbox One X die Tonformate DTS 5.1, Dolby Digital 5.1 und Dolby TrueHD mit Atmos. Der HDMI-Eingang zur Signal-Einspeisung von Drittgeräten erfüllt nur den Standard 1.4b und ist somit auf 2.160p mit 30 Hz limitiert. Damit könnte man unter Umständen noch leben, doch da dem Eingang auch der digitale Kopierschutz HDCP 2.2 fehlt, werden geschützte 4K-Inhalte auf Full HD gestutzt.

Festplatte, Abmessungen und Kühlung

Die 2,5-Zoll-Festplatte fasst nur 1 TB und stellt somit keine Verbesserung dar. Mit Abmessungen von 59,94 x 239,77 x 299,97 mm ist die dritte Auflage der Xbox One allerdings deutlich kompakter als die erste und unterbietet auch das Volumen der Xbox One S. Ein Flüssigkeitskühler mit einem "kompressorartigen Zentrifugalventilator" soll die Konsole leise und leistungsstark kühlen, was erste Tests auch bestätigen. Der Preis von 499 Euro scheint somit angemessen.

Autor: mid
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