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Neue APUs von Ryzen 3 bis Ryzen 7

AMDs Raven-Ridge-Prozessoren mit integrierter Grafik für Desktop und Notebooks

Prozessoren | HT4U.net
Nicht nur Intel will mit AMDs Vega-Grafik punkten, auch AMD selber hat auf der CES entsprechende APUs angekündigt. Der Hersteller setzt hierbei auf vollständig integrierte Grafikeinheiten, die wesentlich weniger Strom verbrauchen, dafür aber weniger Recheneinheiten bieten und auch keinen dedizierten Grafikspeicher besitzen.

Raven Ridge für den Sockel AM4

Mit "Raven Ridge" wird AMDs APU-Konzept wieder interessanter, denn diese Chips vereinen die schnellen Zen-Kerne des Ryzen mit einer modernen Vega-GPU. Bisher gab es allerdings nur zwei Raven-Ridge-APUs für Notebooks, während auf dem Desktop weiterhin die Bristol-Ridge-APUs auf Basis der veralteten Excavator-Kerne in den Sockel AM4 wanderten. Dies soll sich ab dem 12. Februar 2018 ändern, denn dann starten die Modelle Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G. AMD verspricht Full-HD-Gaming, FreeSync sowie Treiberfunktionen wie Radeon Chill, Enhanced Sync und Radeon ReLive. Dazu kommen sehr attraktive Preise von 169 bzw. 99 US-Dollar:
  • Ryzen 5 2400G (CPU: 4 Kerne/8 Threads @ 3,6 bis 3,9 GHz, 2+4 MiB Cache; GPU: 11 Compute-Einheiten @ 1,25 GHz; 45 bis 65 Watt): 169 US-Dollar
  • Ryzen 3 2200G (CPU: 4 Kerne/4 Threads @ 3,5 bis 3,7 GHz, 2+4 MiB Cache; GPU: 8 Compute-Einheiten @ 1,10 GHz; 45 bis 65 Watt): 99 US-Dollar

Mit Intels G-Klasse, die einen Vierkern-Prozessor mit einer Vega-GPU von AMD auf einer Platine vereint, werden diese APUs aber nicht mithalten können. Einerseits bietet Intel 20 bis 24 Compute-Einheiten, andererseits stehen diesen 4 GiB dedizierter HBM2-Speicher zur Seite. Das macht sich allerdings auch bei der Abwärme bemerkbar, welche Intel auf 65 bis 100 Watt beziffert. Und während man Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G einfach in den Sockel AM4 steckt (in der Regel nach einem UEFI-Update), muss Intels Doppelpack auf der Hauptplatine verlötet werden, weshalb man diese Lösung vermutlich nur in Komplettsystemen finden wird.

Raven Ridge für Notebooks
Im Notebook-Segment rundet AMD sein Raven-Ridge-Angebot mit zwei Ryzen-3-Modellen nach unten hin ab. Während der Ryzen 3 2300U über vier Zen-Kerne verfügt, aber kein SMT bietet, kann der Ryzen 3 2200U dank SMT auf nur zwei Kernen vier Threads parallel ausführen. Die maximale Taktrate der Rechenkerne wurde auf 3,4 GHz reduziert, und auch die Vega-GPU wurde kräftig zusammengestrichen. Beim Ryzen 3 2300U besitzt diese immerhin noch sechs Compute-Einheiten, beim Ryzen 3 2200U sind es hingegen nur drei. Zum Spielen dürfte das viel zu wenig sein, zum Arbeiten sind diese Grafikkerne hingegen völlig ausreichend dimensioniert.
  • Ryzen 7 2700U (CPU: 4 Kerne/8 Threads @ 2,2 bis 3,8 GHz, 2+4 MiB Cache; GPU: 10 Compute-Einheiten @ 1,30 GHz; 15 Watt)
  • Ryzen 5 2500U (CPU: 4 Kerne/8 Threads @ 2,0 bis 3,6 GHz, 2+4 MiB Cache; GPU: 8 Compute-Einheiten @ 1,10 GHz; 15 Watt)
  • Ryzen 3 2300U (CPU: 4 Kerne/4 Threads @ 2,0 bis 3,4 GHz, 2+4 MiB Cache; GPU: 6 Compute-Einheiten @ 1,10 GHz; 15 Watt)
  • Ryzen 3 2200U (CPU: 2 Kerne/4 Threads @ 2,5 bis 3,4 GHz, 1+4 MiB Cache; GPU: 3 Compute-Einheiten @ 1,00 GHz; 15 Watt)


Während AMD der GPU des Ryzen 3 2200U in seiner Pressemitteilung und Präsentation 1,00 GHz zugesteht, nennt die Produktseite 1,1 GHz. Abgesehen vom Ryzen 3 2200U gibt es die übrigen Mobil-APUs auch in einer PRO-Variante für den Einsatz in Unternehmen. Während die mobilen Raven-Ridge-APUs grundsätzlich zwei Speicherkanäle für DDR4-2400 bieten, hat sich AMD noch nicht zur Speicherkonfiguration der Desktop-APUs geäußert. Da es bei "Raven Ridge" keinen dedizierten Grafikspeicher gibt, entscheidet letztendlich die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers über die Grafikleistung.

Autor: mid
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