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Auch Core-2-Prozessoren betroffen

Meltdown und Spectre: Intel bestätigt weitere betroffene Prozessoren

Prozessoren | HT4U.net
Intel hat ein PDF veröffentlicht, in dem der Chipriese seine Fortschritte hinsichtlich der Microcode-Updates für Prozessoren, welche von den Meltdown- und Spectre-Angriffen bedroht sind, beschreibt. Und dieses Dokument führt erstmals auch die Core-2-Prozessoren der Baureihen Penryn, Wolfdale und Yorkfield als betroffen auf.

Schwachstellen in CPUs von 2006 bis 2008

Der Intel Core 2 markiert den Übergang von der Mikroarchitektur NetBurst (Pentium 4, Pentium Extreme) zu den heutigen Core-i-Prozessoren. Er basiert auf der Core-Mikroarchitektur des mobilen Pentium-M, welche die Effizienz im Vergleich zu NetBurst deutlich gesteigert hatte. Die Desktop-Variante teilte sich den Sockel LGA-775 mit ihren Pentium-Vorgängern und wurde im Jahr 2006 mit einer Strukturgröße von 65 nm eingeführt. Zu dieser ersten Generation gehören die Baureihen Allendale, Conroe, Merom und Kentsfield, für die Intel bisher noch keine Microcode-Updates geplant hat. Ende 2007 folgte dann ein DIE-Shrink auf 45 nm in Form der Baureihen Penryn, Wolfdale und Yorkfield.

Übersicht der neu hinzugekommenen Prozessoren:
  • Core 2 Extreme QX9300, QX9650, QX9770, QX9775, X9000, X9100
  • Core 2 Quad Q8200, Q8200S, Q8300, Q8400, Q8400S, Q9300, Q9400, Q9400S, Q9450, Q9500, Q9505, Q9505S, Q9550, Q9550S, Q9650, Q9000, Q9100
  • Core 2 Duo E7200, E7300, E7400, E7500, E7600, E8190, E8200, E8300, E8400, E8500, E8600, T6400, T6500, T6670, T8100, T8300, T9300, T9400, T9500, T9550, T9600, T9800, T9900, SU9300, SU9400, SU9600, SP9300, SP9400, SP9600, SL9380, SL9400, SL9600, SL9300, P7350, P7370, P7450, P7550, P7570, P8400, P8600, P8700, P8800, P9500, P9600, P9700
  • Core 2 Solo SU3500, ULV SU3500, ULV SU3300
  • Pentium E5200, E5300, E5400, E5500, E5700, E5800, E6300, E6500, E6500K, E6600, E6700, E6800, T4200, T4300, T4400, T4500
  • Celeron 900, 925, E3200, E3300, E3400, E3500, SU2300, T3100, T3300, T3500, ULV 763
  • Celeron M ULV 722, ULV 723, ULV 74
  • Xeon 5200 (Baureihe)
  • Xeon X, E, L (Baureihe)

Fertige Microcode-Updates:

Nachdem Intel seine ersten Microcode-Updates für die Core-i-Bauereihen aufgrund massiver Probleme zurückziehen musste, beschränken sich die produktionsreifen Updates größtenteils auf die unterschiedlichen Abkömmlinge der Atom-Familie. Fertige Microcode-Updates gibt es beispielsweise für Atom-SoCs der Baureihen Anniedale, Apollo Lake, Avoton, Baytrail, Braswell, Broxton, Cherry Trail, Denverton (GLM), Gemini Lake, Granite 4, Rangeley, SoFIA 3G ES2.1, Tangier (SLM) und Valleyview. Weitere Atom-Chips dürften in Kürze folgen.

Von den weit verbreiteten Core-i-CPUs wird bisher nur der Skylake in den Varianten H, S, U, Y und U23e bedient. Die Microcode-Updates für die übrigen Core-i-Prozessoren befinden sich größtenteils im Betatest (Coffee Lake, Kaby Lake, Broadwell) oder der Pre-Beta-Phase (Haswell, Ivy Bridge, Sandy Bridge) ihrer Entwicklung. Bei älteren Core-i-Modellen (Lynnfield, Clarksfield, Bloomfield und Nehalem), aber auch den Haswell-Varianten E3 und E Halo steckt Intel noch in der Planungsphase. Dies gilt auch für die oben genannten Core-2-Prozessoren.

Bereits versorgt werden hingegen einige Exoten wie der Koprozessor Xeon Phi (Knights Landing, Knights Mill) sowie Spezialchips wie der Cougar Mountain (AMT) im Puma-7-Home-Gateway oder der Gold 7272 im XMM-7272-Modem.

Autor: mid
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