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Mobile Payment: Bislang keine Akzeptanz in Deutschland

Mobile | HT4U.net
Während in Ländern wie Großbritannien, China und den USA Mobile Payment längst Alltag geworden ist, tun sich die Deutschen noch schwer mit der neuen Art des Bezahlens. Erst rund zwei Millionen Bürger nutzen laut einer Analyse des Fachportals Statista Mobile Payment. Die Tendenz ist allerdings steigend, und Anbieter wie Mastercard mit Masterpass bewerben ihre Lösungen für das Mobile Payment aktuell intensiv. Was muss man zu diesem Thema also wissen?

Virtuelle Geldbörse vereinfacht Bezahlvorgänge

Die Grundidee hinter Mobile Payment ist stets dieselbe: Der Käufer beziehungsweise Kunde verknüpft Bankkonten oder Kreditkarten mit seinem Profil bei einem der Anbieter von Mobile Payment. Anschließend kann er dieses Profil dazu nutzen, durch Eingabe von Benutzername und Passwort oder einen in das Smartphone eingebauten NFC-Chip Waren und Dienstleistungen dort zu bezahlen, wo Mobile Payment akzeptiert wird. Der große Vorteil: Die Zahlungen funktionieren unmittelbar, und dem Verkäufer werden dabei nicht die sensiblen Kreditkarten- oder Kontoinformationen übermittelt.

Mobile Payment aus Sicht von Unternehmen

Was für den Kunden einfach und bequem ist, stellt aber die Anbieter von Lösungen für das Mobile Payment und Händler vor Herausforderungen. Hierzu gibt es beispielweise ITSM-Lösungen von Ivanti, ein Unternehmen, welches sich darauf spezialisiert hat, IT-Prozesse in Sachen Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit zu optimieren. Mit solchen Partnern ist es auch für mittelständische Firmen möglich, Mobile Payment in Onlineshops zu integrieren oder in stationären Filialen anzubieten. Schließlich ist es ja das Ziel, möglichst jedem Kunden die individuell beste Bezahlmöglichkeit zu eröffnen.

Mobile Payment: Welche Anbieter sind führend?

Laut einer Umfrage von 2017 ist in Deutschland PayPal bereits 82 Prozent der Deutschen als Anbieter von Mobile Payment ein Begriff. paydirect als Angebot der Sparkassen kennen immerhin schon 27 Prozent der Bürger, das noch gar nicht in Deutschland angebotene Apple Pay 17 Prozent. Gut ein Dutzend unterschiedlicher Systeme konkurrieren weltweit untereinander darum, als virtuelles Portemonnaie zu dienen. Sie sehen die Chance, durch Provisionszahlungen die Gewinne einzustreichen, die bislang Kreditkartenunternehmen unter sich aufteilen. Dabei sind die Unternehmen aktuell recht aktiv, um ihre Dienste in Umlauf zu bringen. So laufen diverse Werbespots der Sparkasse für ihre Apps. Mastercard pusht hingegen seinen Masterpass mit Rabattaktionen beim Einkauf in unterschiedlichen Online-Bereichen.

Deutschland bleibt zurück

Die Deutschen zeigen sich weiterhin zugeknöpft, was das mobile Bezahlen angeht. Laut einer Umfrage haben lediglich 7 Prozent der Deutschen eine Zahlung über das Smartphone vorgenommen, und nur 33 Prozent könnten sich vorstellen, in Zukunft einen solchen Dienst zu nutzen. Laut der Umfrage biete das mobile Bezahlen bislang keinen Mehrwert und sei zu unkomfortabel. Möglicherweise könnten neue Techniken Abhilfe schaffen. Doch bis diese da sind und das etablierte Kartenzahlen an den Kassen der Supermärkte abgelöst wird, wird wohl noch etwas Zeit vergehen.

Positive Perspektiven für das Mobile Payment

Beruhigend für den Verbraucher: Bislang sind beim Mobile Payment keine Datenlecks oder Sicherheitsprobleme bekannt geworden. Da Befürchtungen in diese Richtung als wichtigster Grund dafür gelten, dass sich Mobile Payment in Deutschland nur langsam durchsetzt, sind die Aussichten nach Ansicht von Experten positiv. Händler sollten zudem bedenken: Die Gruppe der Kunden, die bereits jetzt Mobile Payment nutzt, verdient überdurchschnittlich gut und konsumiert gern online. Solche Kunden deshalb zu verlieren, weil ihr bevorzugtes Bezahlsystem nicht angeboten wird, wäre fahrlässig. Der Blick in die USA, aber auch in europäische Länder wie Frankreich oder Italien zeigt schon jetzt, dass Mobile Payment in naher Zukunft zur Normalität wird.

Autor: Tino
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