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Gemittelte 50 Prozent Mehr-Performance für mehr als 80 Prozent Preiszuschlag

NVIDIA gibt ersten Performance-Ausblick auf GeForce RTX 2080 preis

Grafik | HT4U.net
NVIDIA hat auf der diesjährigen gamescom 2018 die Turing-basierte neue Grafikkarten-Reihe GeForce RTX 20 vorgestellt – allerdings mit teils sehr dürftigen Informationen. Übel stieß sofort die Preisgestaltung auf, denn Zuschläge von bis zu 85 Prozent waren bei den genannten neuen Modellen zu erkennen. Dafür gab es bei der Vorstellung keinerlei Augenmerk auf die Performance der neuen Reihe. Dazu hat NVIDIA nun weitere Informationen geliefert.

Was die reine Spiele-Performance ohne den Raytracing-Faktor betrifft, hat NVIDIA in einer Präsentation nun eigene Benchmarks in 4K-Auflösung präsentiert. Das ist nachvollziehbar, denn letzten Endes war es auch die Aufgabe der letzten High-End-Modelle, ausschließlich diese Hürden zu stemmen. Zur Gegenüberstellung der Performance zwischen GeForce GTX 1080* und GeForce RTX 2080 hat man zehn Spiele zurate gezogen, darunter ARK: Survival Evolved, Hitman 2 HDR, Shadow of War HDR, Shadow of the Tomb Raider, Wolfenstein II, aber auch eine Demo von Epic Infiltrator.

Im Resultat spricht NVIDIA auf einer weiteren Präsentationsfolie davon, dass man das Unmögliche nun möglich gemacht habe, nämlich 4K HDR bei 60 Bildern oder höher zu leisten. Dazu präsentiert man zehn weitere Titel wie Battlefield 1, Far Cry 5 oder auch Resident Evil 7, bei welchen man diese Framerraten erreicht oder überbietet. Punkt bleibt aber, dass man im Mittel der eigenen Benchmarks dieser zehn gewählten Szenen in zehn Spielen eben nur 50 Prozent Mehr-Performance zwischen GTX 1080 und RTX 2080 darstellen kann. Dafür starten GeForce-GTX-1080-Grafikkarten allerdings zu Preisen von klar unter 500 Euro, die GeForce RTX 2080 hingegen soll ab 850 Euro beginnen.

Damit bleibt es sehr hochpreisig. Ob das neue Feature-Set diese Preiszuschläge rechtfertigen kann, ist unklar, denn Raytracing-Vorteile dürften sich vermutlich erst nach einer ganzen Weile einstellen – wenn Enthusiasten schon zum zweiten Mal die Grafikkarte gewechselt haben. Und die Antialiasing-Art Deep Learning (DLSS) wurde bislang noch nicht im Detail unter die Lupe genommen, ebenso das tatsächliche Performance-Plus in unabhängigen Benchmarks.
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