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Anwender klagen über Datenverlust

Microsoft stoppt Windows-10-Update - Fehler hätten bekannt sein müssen

Software | HT4U.net
Microsoft hat gestern ein neues Update für Windows 10 veröffentlicht und inzwischen die Auslieferung wieder gestoppt. Nach Anwender-Rückmeldungen kam es nämlich zu Datenverlusten in der neuen Version 18.09, doch diese hätten Microsoft eigentlich bekannt sein müssen, hatten doch Anwender aus dem Insider-Programm eben jene Fehler zurück gemeldet.

Glücklicherweise hat Microsoft den automatischen Rollout des neuen Windows-10-Update auf Version 18.09 nur vereinzelt gestartet. Ansonsten wurde das Update bislang lediglich auf manuellen Anstoß oder händischen Download ausgeführt. Glücklich daran ist, dass so nur vereinzelt Anwender von dem Fehlverhalten betroffen sind, denn kurze Zeit nach der Auslieferung gab es erste Rückmeldungen über Datenverluste. Die Rückmeldungen sprachen davon, dass Inhalte der Ordner Bilder und Dokument im Nutzerverzeichnis verschwunden waren. Microsoft hat reagiert und das Update vorerst gestoppt.

Soweit hätte es prinzipiell nicht kommen müssen, denn diese Probleme hätten bekannt sein sollen, denn Anwender aus dem Microsoft-Insider-Programm hatten eben genau diese Probleme mit der Vorab-Version bereits zurück gemeldet. Bislang hat Microsoft noch keine Stellung zu den Problemen bezogen, auch nicht, warum die Vorab-Hinweise nicht beachtet worden sind.

Das Problem scheint auch nicht überall aufgetaucht zu sein, sondern nur vereinzelt. Rufe nach Backups werden an manchen Stellen laut, doch prinzipiell – wenn Windows seine Updates ausliefern will – werden diese Updates auch aufgespielt. Kaum ein Anwender kommt auf die Idee zuvor eine Sicherung seiner wichtigsten Daten auszuführen. Microsoft hätte das Problem aber laut Heise verhindern können, wenn man die Version 18.09 als Update und nicht als Upgrade ausgeliefert hätte. Beim Update erfolgt nämlich nur ein Austausch der neuen Dateien, beim Upgrade erfolgt mehr oder minder eine frische Installation und die vorhandene Windows-Version wird im Ordner Windows.old gespeichert. Ob sich dort bei betroffenen Anwendern allerdings die verlorenen Daten wiederfinden lassen dürfte fraglich bleiben, denn die fehlenden Dateien im Nutzerverzeichnis liegen nicht im Windows-Ordner selbst.
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