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AMDs Quartalszahlen

Ryzen und EPYC halten AMD auf Kurs, Ausblick durchwachsen

Wirtschaft | HT4U.net
AMD hat das dritte Quartal gut überstanden und präsentiert Geschäftszahlen, die nur knapp unter den Ergebnissen des zweiten Vierteljahres liegen. Der Jahresvergleich liefert auf breiter Front respektable Zugewinne, auch wenn die Abkühlung des Hypes um Kryptowährungen wie Ether zu einem Einbruch bei den Grafikkartenverkäufen geführt hat. AMDs Prozessoren (Ryzen, EPYC) und die GPU-basierten Deep-Learning-Beschleuniger konnten nämlich zulegen.

Die Quartalszahlen

Während AMDs Umsatz sequentiell um 5,87 Prozent eingebrochen ist, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresquartal einen Zuwachs um 4,36 Prozent auf nunmehr 1,653 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn (GAAP) hat mit 150 Millionen US-Dollar das Ergebnis des zweiten Quartals nur um 3 Millionen verfehlt, dafür die Vorgabe aus Q3/2017 um 26,05 Prozent übertroffen. Unter dem Strich stehen 102 Millionen US-Dollar bzw. 0,09 US-Dollar Gewinn je Anteil. Sequentiell ist der Nettogewinn (GAAP) um 12,07 Prozent gefallen, doch der Jahresvergleich zeigt eine Steigerung um 67,21 Prozent. Beim Gewinn je Aktie liegt AMD um 50 Prozent über dem 2017er Wert und bleibt zugleich um 18,18 Prozent unter dem Ergebnis von April bis Juni.

Computing and Graphics

Die Zahlen hätten noch besser aussehen können, wenn die Nachfrage für Grafikkarten nicht rückläufig wäre. Doch der Hype um Kryptowährungen hat sich aufgrund fallender Kurse merklich abgekühlt, so dass es die Sparte "Computing and Graphics" im dritten Quartal nur auf einen Umsatz von 938 Millionen US-Dollar brachte. Das sind 13,63 Prozent weniger als im vorausgegangenen Quartal, aber auch 12,34 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit 100 Millionen US-Dollar ist der operative Gewinn in diesem Bereich sequentiell um 14,53 Prozent gefallen, im Vergleich zum dritten Quartal 2017 aber um 36,99 Prozent gestiegen.

Enterprise, Embedded and Semi-Custom

AMDs zweites Geschäftsfeld "Enterprise, Embedded and Semi-Custom" spannt von Server-Hardware bis zu Spezialchips für Spielkonsolen. Hier sorgten insbesondere die Server-CPUs für ein sequentielles Umsatzplus von 6,72 Prozent auf 715 Millionen US-Dollar, doch vor einem Jahr hatte diese Sparte noch 749 Millionen US-Dollar generiert. Während der Umsatz im Jahresvergleich um 4,54 Prozent gesunken ist, sorgte die höhere Marge bei Server-Produkten zugleich für einen Zuwachs um 16,22 Prozent beim operativen Gewinn. Verglichen mit den Monaten April bis Juni konnte der operative Gewinn sogar um 26,64 Prozent gesteigert werden.

Ausblick und Reaktion der Börse

Für das vierte Quartal 2018 erwartet AMD einen Umsatz zwischen 1,40 Milliarden und 1,50 Milliarden US-Dollar, was im Mittel einem Zuwachs um acht Prozent verspricht. Zugleich wären dies aber auch 12,28 Prozent weniger als im gerade abgeschlossenen Quartal. Erschwerend kommt hinzu, dass die IT-Branche zum Jahresende die mit Abstand höchsten Umsätze generiert, und so war die Enttäuschung an der Börse groß. Mit einem Minus von 19,44 Prozent wurde AMD böse abgestraft, das Wertpapier wird aktuell für 18,36 US-Dollar gehandelt.

Autor: mid
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