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Rettungsmöglichkeiten bei USB-Sticks

Storage & Speicher | HT4U.net
Viele Menschen arbeiten am Computer, erstellen oder bearbeiten Daten-Sätze und hören zwischendurch Musik. Um die wichtigen Dateien immer dabei zu haben, werden sie auf handliche USB-Sticks gespeichert. Was aber, wenn der Stick beim Einstecken den Dienst versagt und keinen Zugriff auf gespeicherte Dateien ermöglicht? Der nachfolgende Beitrag informiert über mögliche Hintergründe und sinnvolle Vorgehensweisen.

Unverhofft kommt auch beim USB-Stick oft

In den allermeisten Fällen kündigen USB-Sticks bevorstehende Ausfälle oder Defekte nicht an. Gestern war noch alles in bester Ordnung und heute verwehrt der Stick den Zugang auf Gespeichertes. Nicht selten wird nach dem Einstecken eine Aufforderung zum Formatieren des Laufwerks angezeigt. Das kann schon dadurch auftreten, dass das Speichermedium nach seiner letzten Nutzung nicht sicher entfernt – also vom System getrennt wurde. Nach vollzogenen Kopiervorgängen sollten zumindest die offenen Fenster, welchen noch auf das Gerät zugreifen, geschlossen werden. Auf der sicheren Seite für korrektes Entfernen ist man über den Punkt "Hardware sicher entfernen". Damit schließt Windows die Zugriffe auf das Medium ab und der Stick kann entfernt werden.

Wenn das Fenster mit dem Hinweis auf ein Formatieren des Mediums erscheint, ist es um die Daten in den allermeisten Fällen schon geschehen, insbesondere, wenn man in der Hoffnung, das Problem damit beheben zu können, die Aufforderung bestätigt. Startet die Formatierung nämlich, sind die Daten in aller Regel gelöscht – erhält der Anwender die Meldung "Formatieren nicht möglich", kann dies unterschiedliche Ursachen haben.

Manches mal sind es schlicht nur Kleinigkeiten

Die Fehlerquelle muss jedoch nicht zwingend beim USB-Stick selbst liegen und kann völlig harmlose Ursachen haben. Oft wird der Stick aus Unachtsamkeit nicht komplett eingesteckt oder die Kontakte sind verschmutzt. Der erste Schritt aus unserer Sicht ist es zu prüfen ob sich Schmutz in den Kontaktbereich des USB-Stick abgesetzt hat. Wer den Stick ohne Schutzkappe häufig in seiner Hosen- oder Jackentasche transportiert, der läuft Gefahr, dass sich Rückstände wie Fusseln oder Dreck in die Öffnung einschleichen. Solche Rückstände lassen sich relativ problemlos mit einer Nadel oder Pinzette aus der Öffnung entfernen.

Durchaus können auch die Kontakte am USB-Stick verschmutzt sein und eine Reinigung könnte Abhilfe schaffen. Bei verschmutzten Kontakten kann starke Hitzeentwicklung den Zugriff erschweren oder unmöglich machen. Dazu kann man einen Wattestab und Reinigungsalkohol aus der Apotheke zur Hilfe nehmen.

Sollte der Stick danach auch weiter nicht erkannt werden, sollte man zur Sicherheit erst einmal noch einen anderen USB-Port, abschließend sogar einen anderen PC ausprobieren um sicherzustellen, dass tatsächlich ein Problem mit dem Medium selbst vorliegt.

Vorbeugen schützt vor Kosten

Im Idealfall sind die auf dem USB-Stick gespeicherten Dateien auch auf der Festplatte des zum Aufladen genutzten Computers vorrätig. Der nicht mehr verwendbare Stick wird in dem Fall einfach und kostengünstig durch einen neuen Datenträger ersetzt, denn USB-Sticks, selbst mit hohen Kapazitäten*, kosten heute kein Vermögen mehr.

Von daher empfiehlt es sich zwingend, dass man von den Daten, welche man auf den Stick kopiert, immer Sicherheitskopien anfertigt. Wer permanent Daten auf dem Stick selbst bearbeitet und diese nicht sichert, der läuft Gefahr, diese früher oder später dauerhaft zu verlieren!

Ohne diese Vorsichtsmaßnahme bleibt bei sehr wichtigen Daten nur noch die Rettung durch teuere Rettungslabore. Wissenswert ist hierzu, dass nicht bei jedem USB-Stick gespeicherte, aber beschädigte Dateien gerettet werden können.

Keine Sicherung – was nun

Wenn der USB-Stick nicht erkannt wird, können zwei Szenarien eintreten. Bei einer totalen Nichterkennung haben Sie keinerlei Zugriff auf gespeicherte Dateien und erhalten nicht einmal eine Aufstellung des Gespeicherten angezeigt.

Es kann aber auch sein, dass Sie auf die Datenebene zugreifen können, jedoch nur fehlerhafte dargestellte Ordner- und Dateinamen zu sehen bekommen. Nicht selten wird in einem derartigen Szenario die Meldung angezeigt, dass ein Öffnen der angeklickten Datei nicht möglich ist. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass man möglicherweise mit Software-Mitteln Daten noch retten kann.

Dazu kann man im ersten Schritt den USB-Stick mittels der Windows-Fehlerüberprüfung checken lassen. Das setzt allerdings voraus, dass der Stick von Windows überhaupt noch erkannt wird. Ist das der Fall, erreicht man den Punkt über einen Rechtsklick auf den USB-Stick -> Eigenschäften -> Tools -> Prüfen.

Falls dies scheitert, kann man noch versuchen über die Kommando-Ebene einen Rettungsversuch zu starten. Dazu muss man die cmd.exe als Administrator starten. Hierzu tippt man im Suchfenster von Windows die Buchstaben cmd ein – die cmd.exe wird dann bei den möglichen Programmen aufgelistet. Ein Rechtsklick darauf lässt die Option "Als Administrator starten" zu. Auf der Kommandozeile muss man nun das Programm Checkdisk wie folgt starten: chkdsk X: /f, wobei das "X" hier als Platzhalter für den Laufwerksbuchstaben des USB-Sticks steht. Der Buchstabe muss also entsprechend dem Laufwerks-Buchstaben des eigenen Systems angepasst werden.

Funktioniert auch das nicht, bleibt alternativ noch die Möglichkeit auf externe Tools zurück zu greifen, wie beispielsweise EaseUS.

Die letzten Absätze zeigen bereits wie aufwändig und ärgerlich ein solcher Umstand werden kann – von daher bleibt der Hinweis: an einer Sicherung führt zur eigenen Sicherheit kein Weg vorbei.
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