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Umweltfreundliche und ökologische Druckerpatronen - gibt es das?

Peripherie | HT4U.net
Die Bachelorarbeit, die Fotos vom letzten Urlaub oder Geschäftsdokumente – Drucksachen gibt es viele. Damit Bilder und Buchstaben farbintensiv auf dem Papier landen, bedarf es gute Druckerpatronen. Allerdings sind diese selten umweltfreundlich. Um Geld und Entsorgungskosten zu sparen, kann der Kauf wiederverwendbarer Patronen sinnvoll sein. Wer „grün drucken“ möchte, sollte nach ökologischen Druckerpatronen Ausschau halten.

Heute schon grün gedruckt? So lässt sich Drucken umweltfreundlicher gestalten

Wir achten auf Mülltrennung, treiben die Elektromobilität voran und versuchen, Plastik im Alltag zu vermeiden. Doch das Umweltbewusstsein scheint beim Computerbedarf an Grenzen zu stoßen. Vom „grünen Drucken“ haben viele Menschen ebenso wenig gehört wie vom Ghosting oder N-Key-Rollover. Dabei ist es nicht schwer, ökologisch zu drucken. Zu dem Zweck können beispielsweise Druckerpatronen und Tonerkartuschen wiederverwendet werden. Bislang landen neun von zehn Patronen nach dem Gebrauch im Müll. Wer sich jedoch entschließt, sie ein zweites Mal zu verwenden, kann nicht nur Geld sparen. Auch die natürlichen Ressourcen der Erde werden geschont.

Aber wie funktioniert das ökologische Drucken?

Der beste Weg ist, unnötiges Drucken zu vermeiden. Nicht jede E-Mail muss in ausgedruckter Form auf dem Schreibtisch liegen. Fotos lassen sich auf einem USB-Stick speichern oder in einem Fotobuch verewigen. Dementsprechend muss nicht jedes Urlaubsbild auf Fotopapier gedruckt werden – zumal der Großteil schnell in einem Schrank verschwindet und dort vergessen wird. Bereits das Reduzieren der Drucksachen kann zu einem umweltfreundlichen Drucken beitragen.

Bild: Umweltfreundliche und ökologische Druckerpatronen – gibt es das?

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Neun von zehn Druckerpatronen landen nach Gebrauch im Restmüll. Dabei könnten sie wiederverwertet werden.


Wer häufig und viel ausdrucken muss, sollte sich für einen Laserdrucker entscheiden. In der Anschaffung sind diese zwar kostenintensiver als Tintenstrahldrucker, dafür sparen sie am Verbrauchsmaterial. Auf Dauer können sie daher Geld einsparen und die Umwelt entlasten. Für Privathaushalte und Menschen, die nur sporadisch Dokumente oder Bilder ausdrucken, bieten verschiedene Anbieter Recycling-Kartuschen oder Druckerpatronen an, die sich problemlos wieder auffüllen lassen. Das verbraucht weniger Ressourcen und beim Wiederauffüllen kann darauf geachtet werden, dass die Produkte mit einem Umweltzeichen – beispielsweise dem Blauen Engel – versehen sind.
    Übrigens: Eine Tonerkartusche enthält durchschnittlich drei Liter Erdöl. Der Rohstoff lässt sich einsparen, wenn die Kartuschen mehrfach verwendet, statt stetig neu produziert werden.

Ökologische Druckerpatronen – gibt es das?

Um besonders nachhaltig und umweltschonend zu drucken, sind pflanzliche Druckerpatronen zu empfehlen. Diese funktionieren auf Soja-Basis. Sie enthalten keine giftigen Substanzen und belasten die Umwelt deutlich weniger als klassische Patronen. Immerhin sind sie frei von Erdöl. Wer nun glaubt, die ökologischen Druckerpatronen seien ihren herkömmlichen Pendants qualitativ unterlegen, irrt.

Gesünder und umweltfreundlicher Drucken – das ist kein Problem, wenn man auf Soja statt Erdöl setzt. Die notwendigen Soja-Pflanzen werden auf Feldern in den Vereinigten Staaten angebaut. Dementsprechend muss der Regenwald nicht unter dem Wunsch nach ökologischen Tonerlösungen leiden.

Ein weiterer Vorteil: Da sie aus einem nachwachsenden Rohstoff entstehen, kosten die Soja-Patronen bis zu 20 Prozent weniger als Standard-Druckerpatronen. In den USA sind bereits zahlreiche große Verlage aus Kostengründen auf die umweltfreundliche Variante umgestiegen. Ihre Erfahrungsberichte zeigen sogar, dass die Farbqualität dank der Soja-Druckerpatronen ansteigt. Allerdings ist zu beachten, dass in Europa bisher nur wenige Anbieter die entsprechende Patronen im Sortiment führen. Zudem eignen sich die Kartuschen noch nicht für alle Druckermodelle.

Bild: Umweltfreundliche und ökologische Druckerpatronen – gibt es das?

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In Amerika nutzen zahlreiche Großverlage Soja-Druckpatronen, um günstig und hochqualitativ zu drucken. Der Umweltschutz ist ein positiver Nebeneffekt.


Tipps und Tricks für das umweltfreundliche Drucken

Um teure Druckertinte einzusparen, gibt es inzwischen eine Vielzahl von Möglichkeiten. Beispielsweise existieren innovative Programme, die ein auszudruckendes Dokument im Vorfeld analysieren und optimieren. Auf die Weise lässt sich bis zu 70 Prozent Tinte einsparen. Des Weiteren vereinfachen die Programme den Druck mehrerer Seiten auf ein Blatt sowie das beidseitige Ausdrucken. Jedoch kann das Drucken auch ökologischer gestaltet werden, ohne sich ein zusätzliches Programm herunterzuladen. Die folgenden Tipps beziehen sich auf den gesamten Druckprozess und die Materialien, die dafür notwendig sind.

Um umweltfreundlich zu drucken, kann der Drucker beispielsweise mit Öko-Strom betrieben werden. Im Internet finden sich zahlreiche Stromvergleiche, sodass es kein Problem darstellt, einen günstigen Anbieter ausfindig zu machen. Ebenso bietet es sich an, Recyclingpapier zu verwenden. Bereits diese kleinen Änderungen helfen dabei, die Klimabilanz zu reduzieren und die Umwelt dauerhaft zu entlasten. Für einen möglichst umweltfreundlichen Druckprozess muss es übrigens nicht das „mausgraue Recyclingpapier“ sein. Stattdessen gibt es dieses inzwischen in verschiedenen Weißwerten. Dementsprechend ist es dem klassischen Druckerpapier optisch ebenbürtig. Aus ökologischer Sicht empfiehlt es sich, den Weißwert an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Bei einem „unwichtigen“ Ausdruck kann der entsprechende Wert geringer ausfallen als bei offiziellen Dokumenten. Die Bewerbung oder die Bachelorarbeit können getrost auf einem Blatt mit 100er Weiße gedruckt werden.

Neben der Papierauswahl sollte auch die Fülle des Druckobjekts überdacht werden. Zahlreiche Webbrowser erlauben es, ganze Websites auszudrucken. Wer von einem ellenlangen Artikel nur einen kleinen Bereich ausdrucken möchte, kann den gewünschten Teil in ein separates Dokument kopieren. Durch die Selektion gelingt es, relevante Informationen auszuwählen und problemlos zu drucken. Das spart Strom, Tinte und Papier.
    Da Soja-Druckerpatronen noch nicht so einfach zu bekommen sind, sollten sich umweltinteressierte Nutzer nach Alternativen erkundigen. Statt handelsübliche Druckfarben zu wählen, die auf Mineralölbasis herstellt werden, eignet sich umweltfreundliche Bio-Druckfarbe. Diese basiert auf pflanzlichen Harzen und Ölen. Für diese Farben gelten strikte Richtlinien der DIN-Norm ISO 12647-2.

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