NVIDIA GeForce 7800 GT Kurzvorstellung

Intro

Nach dem Launch der momentan bei NVIDIA alles überragenden NVIDIA GeForce 7800 GTX kommt nun das Schwestermodell 7800GT auf den Markt. Die 7800 GT platziert sich hinter der 7800 GTX Reihe, und kann somit eine etwas niedrigere Leistung als das GTX Modell zu einem etwa 100 Euro günstigeren Preis bieten. Durch den angepeilten Straßenpreis von rund 400 Euro ist zwar auch sie nicht gerade ein Schnäppchen, trotzdem soll sie dem Hersteller zufolge die obere Mittelklasse neu besetzen.

Durch die knappe Vorlaufzeit und der Tatsache, dass es sich um ein Preproduction-Referenzmodell ohne den bei den Retail-Verpackungen üblichen Lieferumfang handelt, stellen wir die Karte heute reduziert auf die elementaren Eckpunkte vor. Schließlich ist davon auszugehen, dass sich zumindest bei der Hardware die meisten Hersteller am NVIDIA-Referenzdesign orientieren werden.


NVIDIA GeForce 7800 GT Kurzvorstellung


Wir bedanken uns an dieser Stelle bei NVIDIA für die Bereitstellung des Testsamples.


Techniküberblick

  Radeon X850XT-PE GeForce 6800 Ultra NVIDIA GeForce 7800 GT NVIDIA GeForce 7800 GTX
Chip R480 NV40 G70 RG70
Fertigung 130nm low-k 130nm 110nm 110nm
Transistoren 160 Mio. 222 Mio. 302 Mio. 302 Mio.
Pipelines Pixel/Vertex 16/6 16/6 20/7 24/8
Chiptakt 547 MHz 437 MHz 400 MHz 430 MHz
Speichertakt 594 MHz DDR 565 MHz DDR 500 MHz DDR 600 MHz DDR
Schnittstelle 256bit 256bit 256bit 256bit
Speicher 256MB GDDR3 256MB GDDR3 256MB GDDR3 256MB GDDR3
Shader 2.0+ 3.0 3.0 3.0


Beim NVIDIA G70 Grafikchip handelt es sich im Grunde um einen Refresh-Chip des NV40/45. Er stellt somit keine komplett neue Generation dar, sondern eine verbesserte und optimierte Version des letzten Chips, also der auslaufenden 6800-Generation. Hier ließ NVIDIA sich aber auch nicht lumpen und spendierte seinem G70 Chip nicht nur höhere Taktraten, sondern auch 24 Pixel- und 8 Vertex Pipelines. Der Vorgänger NV40 hatte noch 16 Pixel- und 6 Vertex Pipelines. Die Pipelines wurden überarbeitet, womit gemäß NVIDIA schon jede einzelne Pipeline effizienter als bisher zu Werke gehen kann. Eine Erhöhung der Pipeline Performance wird unter anderem dadurch erreicht, dass der G70 nun wieder zwei dp3-Instruktionen pro Pipeline und Takt ermöglicht. Da das Chipdesign identisch zu dem der GTX ist, wird es mit den einschlägigen Tools wie schon in früheren Generationen möglich, die gegenüber der GTX deaktivierten Pipelines zu aktivieren. Natürlich wird dies nur so lange zuverlässig funktionieren, wie die Pipeline nicht aufgrund von Defekten deaktiviert wurden.

Auch beim Anti-Aliasing hat NVIDIA nachgelegt. Nach ATI bietet nun auch NVIDIA Gamma-Korrektes Anti-Aliasing. Zudem gibt es ein neues Feature namens Transparenz Anti-Aliasing, das die Kantenglättung bei Alpha-Texturen möglich machen soll. Diese Texturen (oft für Gitter und Zäune verwendet) ließen sich bis dahin nicht glätten. Leider ist die Qualität des anisotropen Filters insgesamt zurückgegangen. NVIDIA hat sich hier quasi am qualitativ schlechteren AF der ATI Karten angepasst um die Leistungsreserven für andere Operationen zu erhöhen. Zusätzlich zu den zentralen Features unterstützt NVIDIAs neue Generation auch das mit Longhorn kommende Hardware Fontaliasing. NVIDIA bezeichnet die Kombination aus Shader Model 3.0, SLI und High Dynamic-Range (HDR) Rendering, das in der 7800-Generation besonders realitätsnahe Lichteffekte darstellen soll, neuerdings als "The Power of 3".


NVIDIA GeForce 7800 GT Kurzvorstellung


Die Features der 7800GT können überzeugen. Eine Steigerung der Bildqualität wäre das optimale Ergebnis, da die zusätzliche Rechenpower nicht mehr in FPS gesteckt werden sollte, sondern in optische Verbesserungen. Im Vergleich zur Konkurrenz hat auch hier ATI technisch nichts entgegenzusetzen. Warten wir den Launch des R520 ab.



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