Ein Neustart und eine andere Betrachtungsweise:

SSD Reboot

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SSDs-Reviews sind irgendwie fast langweilig geworden. Neuvorstellungen zeigen sich mehr als Sportwagen, welche sich um 10 km/h Endgeschwindigkeit zu überbieten versuchen. Kleinere und günstigere Modelle werden sogleich wegen ihrer Performance zerissen und der potentielle, weniger versierte Interessent zeigt sich weiterhin hin und her gerissen in seiner Entscheidung. Vielleicht gelingt es uns mit unserem heutigen Artikel ein wenig mehr Klarheit zu schaffen.

Es gibt wirklich wenig Bewegung im Markt der Consumer-SSDs – eher langweilig ist es geworden. Zwar finden sich regelmäßig Neuvorstellungen ein, doch geht es meist vorrangig nur darum, noch ein paar weitere Prozentpunkte an Performance herauszuquetschen. Und so bleibt am Ende ein Sportwagen, welcher mal mit 270, 280 oder vielleicht 300 km/h unterwegs ist. Dabei wil man doch eher wissen, wie er sich im Stadtverkehr (Alltag) oder unter Dauerlast verhält. Letzteres ist dabei eher für Systembetreuer interessanter, die nicht für die eine oder andere Testumgebung oder Sekundärlösung gleich die entsprechend teuren Server-SSD-Modelle finanzieren wollen oder können.

So ist das Interesse vieler Anwender weiterhin vorhanden. Hatte man sich erst vielleicht noch zurück gehalten, weil man sich nicht im Klaren um die Lebenserwartung der SSDs war, übte man sich im nächsten Schritt in Geduld, weil eine kommende Generation angekündigt wurde oder aber weil man auf einen weiteren Preisverfall wartete.

Bild: SSD Reboot

Inzwischen wäre ein günstiger Einstieg in das SSD-Segment durchaus machbar – solange man das Wort günstig nicht auf die Waagschale wirft. Nach wie vor sind solche Flash-Speicher-basierenden Modelle noch immer deutlich teurer als reguläre Festplatten, zieht man den Vergleich über die Speicherkapazität. Doch zwischenzeitlich erschlagen die vielfältigen Infos den Anwender und sind beileibe nicht selbsterklärend. SLC, MLC, eMLC oder TLC und eine schlichte Frage in einem Forum wird meist mit "ja aber" beantwortet.

Und so dreht man sich weiterhin im Kreis und letztlich finden sich die SSDs meist in PCs versierter Anwender ein oder aber in neuen, sehr leistungsfähigen und teureren Komplett-Angeboten.

Also haben wir unseren Testparcours überarbeitet, auf der Suche nach Möglichkeiten, diejenigen Faktoren und Anwendungsfälle besser darzustellen, um die es im Alltagsleben wirklich geht. Und da es heute vorrangig um die Vorstellung des Parcours geht, tauchen heute daher als Testmodelle auch erstmal alte Bekannte auf. SSDs, die sich in letzter Zeit gut am Markt behaupten konnten, sollen zeigen, was der Parcours sichtbar machen kann. Denn was nützen Ergebnisse zu neuen Topmodellen, wenn man sie nicht in Relation zu den Vorgängern setzen kann oder die SSD auf ihre geeigneten Anwendungsbereiche charakterisieren kann? Auf gehts.