GeForce GTX 970-Debakel

Ein Kommentar: Maxwell - der holprige Start

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Es ist lange her, dass eine neue Grafikkartenserie für so viel Aufsehen sorgte, wie NVIDIAs GeForce-GTX-900-Reihe und hier insbesondere die GTX 970. In den letzten Tagen überschlugen sich die Ereignisse geradezu. Eine Schlagzeile folgte der nächsten. Schwierigkeiten gab es schon direkt ab dem Start – ein Kommentar von Arne Seifert.

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Bild: Ein Kommentar: Maxwell – der holprige Start

Blende zurück: Wir schreiben das Jahr 2014. Bald beginnt der Herbst. Noch immer sitzt die Grafikchip-Entwicklung auf dem 28-nm-Prozess fest. In dieser Strukturbreite wurde bereits die GTX 680 gefertigt. Das war Anfang 2012.

Jene GPU-Architektur wurde von NVIDIA "Kepler" getauft. Mit der später vorgestellten Titan- und 780er-Serie kam der Kepler auf eine Chipgröße von rund 550 Quadratmillimeter, welche über 7 Milliarden Transistorfunktionen integrierten.

Eine neue GPU soll nun vorläufig den High-End-Gaming-Markt bedienen und baut dabei auf der Maxwell-Architektur auf. Die neue GPU hat weniger als 400 Quadratmillimeter Fläche, auf denen nur gut 5 Milliarden Transistoren arbeiten. Selbst der wichtigste Parameter – die Speicherbandbreite – sinkt um ein Drittel.

Trotzdem wird es die bislang stärkste GPU für Spieler. Auch in Szenen, die viel Speicherbandbreite benötigen, zeigt sich der GM204 genannte Chip im Vollausbau unschlagbar. Die Fachwelt reibt sich die Augen, die Nutzer freuen sich.

Die Karten sind trotz ihrer Performance schön leise. Dazu gibt es endlich mehr Speicher, mehr Display-Anschlüsse und einen interessanten neuen Kantenglättungsmodus.

Das Topmodell, die GTX 980, ist zwar teuer. Doch zur Krönung bietet NVIDIA mit der GTX 970 eine Karte mit nur rund 15 % Leistungsverlust gegenüber dem Topmodell an, wobei der Preis jedoch um 40 % geringer ist.

Alles in Butter? Leider nein, denn Maxwell stolpert offenbar von einem Problem zum nächsten.