Intel 600p, OCZ RD400A und Samsung 960 Evo im Vergleich

Roundup: PCI-Express-SSDs mit NVMe

Storage & Speicher | HT4U.net
SSDs mit PCI-Express-Anbindung ermöglichen deutlich höhere Datenübertragungsraten als über den SATA-Anschluss. Anfangs recht teuer und vor allem für den Einsatz in Servern gedacht, erobern sie mehr und mehr auch heimische Rechner. Wir testen drei etablierte Vertreter dieses Segments: Intels 600p, Toshibas OCZ RD400A und Samsungs 960 Evo.

Intro


Der Siegeszug der SSDs und ihre sehr rasante Weiterentwicklung ließen eines sehr schnell sichtbar werden: die Limitierung durch die SATA-Schnittstellen. Nach Einführung der SATA-Revision 3.0 mit Bruttogeschwindigkeiten von 6 Gbit/s übernahmen SSDs und Platten sehr schnell diesen Standard. Aber es dauerte nicht lange, bis auch diese maximale Datenübertragungsrate für SSDs nicht mehr genug war. Hätte man nun einfach ein weiteres Mal die Geschwindigkeit verdoppelt, wäre diese wieder innerhalb kürzester Zeit überholt gewesen. Also wurde ein anderer Ansatz gewählt. Oft wird dabei vergessen, dass das Sprengen der SATA-Rev.-3.0-Limits nicht das alleinige Ziel war. Besonderes Augenmerk galt auch der Optimierung auf das Verarbeiten sehr vieler paralleler IOPS und der Reduzierung der Latenzen. Dies ist vor allem für Server sehr wichtig.

Bild: Roundup: PCI-Express-SSDs mit NVMe

Ein Konsortium aus über 90 Techfirmen arbeitete daher von 2009 bis März 2011 an der Spezifikation von NVMe, einem Protokoll zur Anbindung von nicht flüchtigem Speicher (Non-volatile Memory) direkt über den PCI-Express-Bus. Wie bei vielen neuen Technologien zielten die ersten NVMe-SSDs auf Grund der Anforderungen und höheren Einstiegskosten vor allem auf Server und Datacenter ab. Aber in letzter Zeit erarbeiteten sich NVMe-SSDs auch einen Anteil auf dem Privatkundenmarkt.

Dort gibt es vor allem zwei Merkmale, welche die NVMe-SSDs interessant machen: Einerseits logischerweise das Überschreiten der maximalen Datenrate der SATA-3.0-Spezifikation und andererseits die kompakte Bauform in kleinen Notebooks oder Minirechnern, wo es fast auf jeden Kubikmillimeter ankommt. Mit Intels 600p, OCZs RD400 und Samsungs 960 Evo schauen wir uns heute drei Vertreter von verfügbaren PCI-Express-SSDs in M.2-Bauform an.





 



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